Vogelgrippe in Rheinhessen-Nahe!

Auch wenn im Kreis Mainz-Bingen die Stallpflicht aufgehoben wurde, ist die Vogelgrippe nach wie vor ein Problem für Wildvögel. In Rheinhessen und an der Nahe wurden nach Auskunft der Veterinärämter im Herbst mehrere tote Kraniche und andere Wasservögel gefunden, die an der Vogelgrippe, hervorgerufen durch das aggressive Virus, H5N1 verendet sind. Bei Funden von erkrankten oder toten Kranichen und anderen Wasservögeln, aber auch von Greifvögeln, sollte daher das jeweilige Kreisveterinäramt und das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde benachrichtigt werden, die sich um die fachgerechte Behandlung und Entsorgung kümmern.
Hier die Verlautbarungen der Veterinärämter: 

 

Kreis Alzey-Worms (auch Worms): https://www.kreis-alzey-worms.de/aktuelles/immer-auf-dem-neuesten-stand/news-und-infos-aus-alzey-worms/gefluegelpest-in-rheinland-pfalz-aktuelle-lage-im-landkreis-alzey-worms/

 

Kreis Bad Kreuznach: https://www.kreis-badkreuznach.de/fileadmin/media/downloads/00_Neuigkeiten/ab_2025/2025_10_29_PM_Vogelgrippe-Nachweis.pdf

 

Kreis Mainz Bingen (auch für Mainz zuständig): https://www.mainz-bingen.de/de/aktuelles/meldungen/6637241336.php

 

Auch wenn es hart klingt:

Die generelle Empfehlung lautet, kranke Tiere nicht zu beunruhigen und einfach sitzen zu lassen - so schwer das auch fallen mag. Einem an der Vogelgrippe erkrankten Vogel ist leider nicht mehr zu helfen, und auch nicht erkrankt wirkende, aber verletzte Vögel können das Virus in sich tragen und es ausscheiden. Werden sie aufgescheucht, können vor allem gesellig lebende Arten das Virus in bisher gesunde Bestände eintragen. Zudem besteht die Gefahr, dass man durch Kontakt mit den Tieren oder ihren Ausscheidungen ungewollt zur Verbreitung des Virus beiträgt. 

 

Auch die Wildtierstationen sind zurzeit  bei der Aufnahme von Wildvögeln vorsichtig - egal von welcher Art. Kleinere, privat geführte Wildvogelstationen haben meist keinen Platz für eine Isolierstation, die im Fall der Fälle auch schnell überfüllt wäre. Daher ist die Gefahr der Ansteckung vorhandener Pfleglinge einfach zu groß. Ist die Vogelgrippe einmal bei einer Station aufgetreten, müssen alle Pfleglinge getötet werden. Dazu gibt es eine mehrwöchige Quarantäne und es muss sehr aufwändig alles desinfiziert werden, bevor ein sicherer Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Kann die Desinfektion nicht gewährleistet werden, droht im schlimmsten Fall die dauerhafte Schließung der Station. 

 

Auch die meisten Tierärzte sind wegen der Vogelgrippe vorsichtig. Einen Schnelltest gibt es nicht, weshalb Tierärzte auch nicht sicher feststellen können, ob ein Vogel infiziert ist. Die einzige sichere Nachweismethode ist die Untersuchung von toten Tieren im Landesuntersuchungsamt (LUA) in Koblenz, die erst nach mehreren Tagen ein Ergebnis bringt. 

 

Der aktuelle, europaweite Stand des Infektionsgeschehens findet sich hier:

 

https://eurlaidata.izsvenezie.it/epidemio.php#

 

Viele weitere Fragen zur Vogelgrippe werden hier beantwortet: 

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/krankheiten/vogelgrippe/04678.html 

 

https://lua.rlp.de/unsere-themen/tiergesundheit-tierseuchen/tierseuchenbekaempfung/aviaere-influenza

 

Uns bleibt leider nur zu hoffen, dass die Epidemie schnell vorbei geht.