NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Einen guten Start ins Jahr 2017

wünscht Ihnen das

Team der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe!

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region. Gerne stehen wir Ihnen für naturkundliche Anfragen  aller Art sowie zu Fragen zu  unseren  Veranstaltungen oder zu Ihrer Mitgliedschaft im NABU zur Verfügung und vermitteln Kontakt zu unseren NABU-Gruppen. Möchten Sie sich engagieren? Wir beraten Sie unverbindlich!


Wildtier gefunden - was tun?

Fledermaus gefunden

Fledermaus-Hotline des NABU:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse gibts hier

Jungvogel gefunden 

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos hier.

Igel gefunden 

Wann brauchen Igel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

proigel.de/

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Igelfund.  Weitere Infos hier.



Vitamine aus der Hecke: Wildsträucher wichtig für die Vogelwelt

Wachholderdrossel (Bild: Andreas Schäfer)
Wachholderdrossel (Bild: Andreas Schäfer)

Wer in den letzten Tagen mit offenen Augen ins Land geschaut hat, der hat sie sicher entdeckt: Wachholderdrosseln und Amseln ernten die letzten Früchte aus den Hecken. Kleine Finkentrupps machen sich mit Appetit über die verbliebenen Samenstände in den Baumkronen her.

 

„Hier zeigt sich deutlich der Wert heimischer Gehölze. Hagebutten oder die Früchte von Efeu, Liguster, Hartriegel und anderen mehr sind durch den strengen Frost genau nach dem Geschmack sehr vieler Vogelarten, denn sie enthalten nun viel energiereichen Zucker und Alkohol“, erklärt Rainer Michalski vom Naturschutzbund (NABU) Rheinhessen-Nahe. Trotz leuchtender Farben deutlich weniger interessant seien die Früchte von beliebten Gartensträuchern wie Feuerdorn oder Felsenmispel. Wer als Gartenbesitzer der Vogelwelt im Winter etwas Gutes tun will, ist also gut beraten, zusätzlich zu der beliebten Vogelfütterung auch heimische Wildsträucher zu pflanzen. "Ihre Früchte sind ein vitaminreicher Snack, der den Tieren einen guten Start in die Brutsaison ermöglicht - besonders wichtig nach der für viele Arten ungünstigen Saison 2016“, betont Michalski.


Gegen Einsendung von 5 Briefmarken zu 70 Cent bietet der NABU die umfangreiche Broschüre „Vögel im Garten“ an. Sie enthält neben ausführlichen Empfehlungen zu heimischen Wildsträuchern auch Portraits der häufigsten Vogelarten und Hinweise zur Winterfütterung. Adresse: NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

 

0 Kommentare

Wintervogelzählung vom 6. bis 8. Januar 2017

Buntspecht | Foto: Frank Derer
Buntspecht | Foto: Frank Derer

Vom 6. bis 8. Januar 2017 findet zum siebten Mal die bundesweite „Stunde der Wintervögel“ statt: Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft auch die Naturfreunde in der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.


Rainer Michalski von der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe erklärt: "Die Wintervogelzählung ist einfach. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können dann im Internet unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 16. Januar gemeldet werden. Dort finden sich auch umfangreiche Hintergrundinformationen. Ab Februar kann man dort die Ergebnisse einsehen. Zudem ist am 7. und 8. Januar von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Möglich ist auch die Meldung per Mail an info@NABU-Rheinhessen.de. Bitte vergessen Sie nicht die Angabe von Zähldatum und Adresse!"

Amsel im Winter | Foto: Frank Derer
Amsel im Winter | Foto: Frank Derer

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Interesse und Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus. Bei der letzten Vogelzählung im Januar 2016 beteiligten sich über 93.000 Menschen. Es gingen Meldungen aus 63.000 Gärten und Parks mit zwei Millionen gezählten Vögeln ein. Nun erhofft sich der NABU auch 2017 wieder eine rege Beteiligung. Denn je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse!

Die Ergebnisse der "Stunde der Wintervögel" in 2015 und 2016
Die Ergebnisse der "Stunde der Wintervögel" in 2015 und 2016
0 Kommentare

10 goldene Tipps zur Vogelfütterung im Winter

Rotkehlchen | Bild: Gabor Metzger
Rotkehlchen | Bild: Gabor Metzger

Der NABU wird derzeit geradezu überrollt von Anrufen und Mails, in denen die Menschen nach gezielten Tipps für eine artgerechte Winterfütterung der Vögel fragen. Das Füttern ist weit verbreitet, bietet es doch eine schöne Gelegenheit für Jung und Alt, die tierischen Besucher hautnah zu beobachten. Die Vögel haben zudem im Winter einen höheren Energiebedarf, den sie in  unserer ausgeräumten Landschaft kaum mehr decken können. Es fehlt an naturnahen Hecken, und damit auch an Sträuchern, Beeren und Stauden - eine Folge der Ausräumung der Landschaft.

Um den Menschen die Winterfütterung zu erleichtern, hat der NABU 10 goldene Tipps zur Winterfütterung zusammengestellt:

1.

 

 

2.

 

 

 

 

 

 

 

 

3.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4.

 

 

 

 

 

5.

 

 

6.

 

 

7.

 

8.

 

 

9.

 

 

10.

 

 

 

 

Keine Speisereste vom menschlichen Speiserest verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen!

Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen u.a. Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), andere Saaten, Erdnüsse (ungesalzen!), Haselnüsse, andere Nüsse, auch Haferflocken als Streu- und Futtersäulenmischungen. Ganz wichtig: Die Mischung macht‘s! Damit z.B. Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen Ambrosiapflanze.

Keine Massenfutterplätze einrichten – sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten! Besser sind Futtersäulen und Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken nachrutschen kann und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere Futtersäulen und –trichter in Abstand zueinander anbringen, damit viele Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln und andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich säubern. Für Fasane, Rebhühner etc. können so genannte „Bodenschütten“ aufgestellt werden, in denen das Futter ebenfalls nachrutscht, und die auch an Feldhecken und Waldrändern aufgestellt werden können. An ihnen sammeln sich oft auch Mäuse – eine willkommene Nahrung für die hungernden Greifvögel und Eulen!

Fettblöcke und -kolben sind hervorragende „Energiebomben“ für Meisen, Schwanzmeisen und andere Vögel. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, auch mit Insekten- und Waldfruchtanteil, ebenso mit speziellen, leicht zu säubernden Halterungen. Auch Futterringe sind sehr gut geeignet – sie verfügen neben dem Fett über einen hohen Saatenanteil.

Eine gute Vitamingabe, die besonders gern von Amseln genutzt wird, sind getrocknete (ungeschwefelte!) Rosinen und Apfelhälften, die auf den Boden gelegt werden.

Niemals abgelaufenen Futtermischungen oder Fettblöcke kaufen! Auf das Haltbarkeitsdatum achten, keine ranzige Ware einsetzen!

Den Futterplatz/die Futterplätze katzensicher anlegen.

Futterhäuser/-trichter etc. abends befüllen, da die Vögel bereits in der sehr zeitigen Morgendämmerung einen großen Energiebedarf haben.

Futterstellen niemals mit Seife oder Chemikalien reinigen. Nur warmes Wasser und ggf. eine Bürste einsetzen.

Die beste „vorausschauende Winterfütterung“ ist ein naturnaher Garten –unter altem Laub finden die Vögel ebenso Insekten und Spinnen wie in Stängeln, zudem bieten Beeren und Früchte einen willkommenen, lange gedeckten Tisch. Den Garten im Frühjahr zur Pflanzzeit aufwerten!


0 Kommentare

Todesfalle Lichtschacht: Ungeahnte Gefahr für Amphibien und Igel

Unverwechselbar dank "Tarnanzug": Die Wechselkröte (Bild: R. Michalski)
Unverwechselbar dank "Tarnanzug": Die Wechselkröte (Bild: R. Michalski)

Die Natur stellt sich langsam auf die kalte Jahreszeit ein. Auch Frösche, Kröten und Molche machen sich auf die Suche nach einem Winterquartier und verirren sich zum Teil bis in die Ortschaften.

Immer wieder fallen einzelne Tiere dabei versehentlich in Lichtschächte von Kellergeschossen oder Gullys. Auch wenn der Sturz an sich für die Tiere in der Regel ungefährlich ist, sind die Folgen oft tödlich denn bis zum Frühjahr sind die auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesenen Tiere meist vertrocknet. Selbst wenn sie den Winter überstehen, droht ihnen in der nahrungsarmen Umgebung der Hungertod, denn die hohen Wände ihres Gefängnisses sind ein unüberwindliches Hindernis.


Lichtschächte und Gullys mit breiten Ritzen sollten daher in den nächsten Tagen inspiziert werden, vor allem wenn Teiche oder Feuchtgebiete in der Nähe des Hauses liegen. Abhilfe auf Dauer schaffen feinmaschige Gitter oder Fliegengaze, die auf der Abdeckung angebracht werden. Daneben sollten auch Kelleraußentreppen kontrolliert werden, die sogar für Igel zum Problem werden können. Hier hilft ein langes Brett, das seitlich in den Treppenaufgang gelegt wird und den Tieren als Aufstiegshilfe dient.

Doch was tun, wenn man ein Tier entdeckt hat? Fangen Sie es vorsichtig ein und setzen Sie es möglichst bald in der Nähe des Fundortes wieder aus. Günstig dafür sind Waldgebiete, Hecken und Feldgehölze in der Nähe von Gewässern. Dort finden Amphibien geeignete Winterquartiere unter Falllaub und Baumstümpfen oder sie graben sich ein.

 

Zahlreiche Informationen zu heimischen Amphibien enthält die umfangreiche Broschüre "Frösche, Kröten, Molche". Sie kann gegen 5 Briefmarken zu 0,70 € bestellt werden beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.


Download
Jahresprogramm 2017 Druckversion HP.pdf
Adobe Acrobat Dokument 453.1 KB