NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Herzlich willkommen!

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region. Gerne stehen wir Ihnen für naturkundliche Anfragen aller Art sowie zu Fragen zu  unseren  Veranstaltungen oder zu Ihrer Mitgliedschaft im NABU zur Verfügung und vermitteln Kontakt zu unseren NABU-Gruppen. Möchten Sie sich engagieren? Wir beraten Sie unverbindlich. 


Wildtier gefunden - was tun?

Fledermaus gefunden

Fledermaus-Hotline des NABU:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse gibts hier

Bilch gefunden

Garten-, Baum- oder Siebenschläfer: Unter

wildstationbilche.de

finden Sie zahlreiche Informationen.  Erstmaßnahmen zur Versorgung eines gefundenen Bilches finden sie hier

Jungvogel gefunden 

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos hier

Igel gefunden 

Wann brauchen Igel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

proigel.de/

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Igelfund.  Weitere Infos hier.


Sie fühlen sich trotzdem unsicher? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Scheinbar einsam, aber nicht verlassen -  Jungvögel bitte sitzen lassen!

Noch passen die jungen Amseln so eben ins Nest.  Doch in Kürze reicht der Platz nicht mehr und sie werden Sie sich in der Umgebung verteilen, wo sie von den Eltern weiter gefüttert werden. Bild: Sabine Teufl, NABU
Noch passen die jungen Amseln so eben ins Nest. Doch in Kürze reicht der Platz nicht mehr und sie werden Sie sich in der Umgebung verteilen, wo sie von den Eltern weiter gefüttert werden. Bild: Sabine Teufl, NABU

 

Wie in jedem Frühjahr erhalten wir zurzeit täglich Anrufe wegen vermeintlich verlassener Jungvögel. Oft handelt es sich um junge Amseln mit arttypisch braun getupftem Gefieder. Doch besteht in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge: Nur ein kleiner Teil der scheinbar einsamen Vögelchen ist in Gefahr, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen das Nest bereits bevor sie fliegen können und verteilen sich in der Umgebung. Dieser Schritt gehört zum natürlichen Programm und senkt das Risiko, dass alle Jungen von einem Räuber gefressen werden. 


Wer diese "Waisen" über längere Zeit aufmerksam  und aus sicherer Entfernung beobachtet, wird feststellen, dass die unbeholfen herumflatternden Federknäuel mit ihrem noch viel zu kurzen Schwänzchen durchaus nicht allein sind. Sie werden in der Regel weiterhin von ihren Eltern gefüttert. Mit piepsenden Standortlauten halten die Kleinen den Kontakt, rufen aber manchmal auch gutwillige Vogelretter auf den Plan. Doch die Handaufzucht von Jungvögeln sollte immer die allerletzte Option bleiben, denn die Fürsorge und die abwechslungsreiche Fütterung der Vogeleltern sind in menschlicher Obhut kaum zu ersetzen. Die Devise heißt "Sitzen lassen!". Eingreifen sollte man nur, wenn Gefahr im Verzug ist, etwa durch Katzen oder an verkehrsreichen Straßen. Dabei kann man die Tiere problemlos mit der Hand in ein nahes Gebüsch oder auf einen Baum setzen, denn Vögel orientieren sich im Gegensatz zu Säugetieren kaum über den Geruchssinn. 


Für die wenigen wirklichen Notfälle finden Vogelfreunde wertvolle Tipps im Internet auf www.wildvogelhilfe.org. Die hoch professionelle Seite bietet Hinweise sowohl zum Umgang  mit Jungvögeln aller Art als auch zur Versorgung von kranken oder verletzten Tieren. Für alle, die lieber etwas in der Hand haben, sind viele Informationen in der 60 Seiten starken NABU-Broschüre „Vögel im Garten“ kompakt gebündelt. Diese kann gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 70 Cent bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

 

Stunde der Gartenvögel 2018 - aufgepasst und mitgezählt!

Vogel des Jahres 2018: Obwohl der prächtige Star noch häufig beobachtet wird, ist sein Bestand in Deutschland in den letzten 20 Jahren um mehr als 1 Million Brutpaare geschrumpft. In der "Roten Liste" wird er daher als "gefährdet" geführt.
Vogel des Jahres 2018: Obwohl der prächtige Star noch häufig beobachtet wird, ist sein Bestand in Deutschland in den letzten 20 Jahren um mehr als 1 Million Brutpaare geschrumpft. In der "Roten Liste" wird er daher als "gefährdet" geführt.

Welcher Vogel singt, zwitschert oder fliegt denn da?  Zum 14. Mal ruft der NABU alle Naturfreunde auf, im Rahmen der "Stunde der Gartenvögel" am Wochenende 10. bis 13. Mai eine Stunde lang die Vögel im Garten, vom Balkon aus oder im Park zu zählen und  dem NABU zu melden. Mehr als 60000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr mitgemacht und insgesamt 1,4  Millionen Vögel beobachtet und gemeldet. Damit handelt es sich – gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ – um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Jeder kann teilnehmen und so einen wertvollen Beitrag leisten – ob Vogelexperte oder Laie, ob alleine oder in der Gruppe. Und das geht so: Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die im Laufe der Stunde gleichzeitig entdeckt werden kann. Ob Spatz, Elster oder Stieglitz – jede Beobachtung trägt zum Erfolg des Projektes bei. Denn je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Gartenvögel“ teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, die Rückschlüsse auf schleichende Veränderungen unserer Artenvielfalt ermöglichen.

Die gezählten Vögel können bis 22. Mai per Post (an NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin) oder im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Dort findet man außerdem nützliche Tipps zur Vogelbestimmung, zahlreiche interessante Informationen über die typischen Gartenvögel und nach Ende der Aktion die Ergebnisse. Jeder Teilnehmer leistet einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz!

 

Ausstellung mit lebenden Amphibien

Laubfrosch (Bild: Hans-Werner Schneider)
Laubfrosch (Bild: Hans-Werner Schneider)

Vom 20. April bis  zum 03. Juni 2018 zeigen das Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“ (UBZ) und der NABU Rheinland-Pfalz im „Kälberstall“ des UBZ die  Ausstellung "Amphibien – Botschafter der Artenvielfalt am Oberrhein“. Am Beispiel der heimischen Amphibien zeigt die Ausstellung, wie bedroht die Natur ist und was jeder einzelne für ihren Schutz tun kann. Gezeigt werden lebendige einheimische Amphibien wie Laubfrosch, Moorfrosch und Knoblauchkröte in naturnah gestalteten Aquarien und Terrarien. Darüber hinaus können die Besucher an verschiedenen Stationen die Natur interaktiv erleben und sich über den Naturschutz informieren.

Am 26. April findet eine Begleitexkursion zur Ausstellung in der Knoblochsaue statt. Die Exkursion beginnt um 19:00 Uhr am Parkplatz am Ende der Schusterwörthstraße in Leeheim. Unter Leitung des hessischen Amphibienexperten Thomas Bobbe werden verschiedene Gewässertypen als Lebensräume für Amphibien mit den entsprechenden Arten vorgestellt.

Das UBZ und der NABU bieten unter der Woche kostenfreie Führungen durch die Ausstellung und das Außengelände für Schulen und Kindergärten, wobei der Schwerpunkt bei den Schulklassen 1 – 6 liegt. Anmeldung über Christian.Kehrenberg@forst.hessen.de, Tel.: 06158 1886472.
Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14:00-18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag von 10:00-18:00 Uhr

 Kontakt: Umweltbildungszentrum "Schatzinsel Kühkopf", Hofgut Guntershausen, Außerhalb 27, 64589 Stockstadt am Rhein. Tel.: 06158 1886451 (zu den Öffnungszeiten)

Harmloses Gewimmel - Sandbienen auf Partnersuche

In Deutschland leben mehr als 100 Arten von Sandbienen. Sie alle nisten in selbst gegrabenen Nestern im Erdboden und leben solitär. Von links nach rechts: Weiden-Sandbiene, Rotpelzige Sandbiene, Zaunrüben-Sandbiene, Gemeine Sandbiene.
In Deutschland leben mehr als 100 Arten von Sandbienen. Sie alle nisten in selbst gegrabenen Nestern im Erdboden und leben solitär. Von links nach rechts: Weiden-Sandbiene, Rotpelzige Sandbiene, Zaunrüben-Sandbiene, Gemeine Sandbiene.

Der Frühling ist endlich da und in vielen Gärten summen von einem Tag auf den anderen zahlreiche Bienen knapp über dem Boden herum. Es sieht aus, als sei ein Bienenschwarm entwichen! Viele Menschen wenden sich daher Rat suchend an den NABU. Doch auch wenn es vielleicht gefährlich aussieht - das Schauspiel ist harmlos.

 

Es handelt sich um Männchen von Sandbienen aus verschiedenen Arten, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können. Von der Wärme hervorgelockt schlüpfen sie oft alle an einem Tag aus den im Vorjahr von den Müttern gebauten Erdnestern und bleiben in deren Nähe. Die Weibchen folgen wenig später. Haben sich die Bienenmännchen verpaart, sterben sie und das Gewimmel nimmt schlagartig ab. Die Weibchen dagegen beginnen jedes für sich mit dem Bau eines Nestes. Von ihren Aktivitäten künden kleine Erdhaufen mit einem Loch in der Mitte. Nach spätestens vier Wochen ist alles vorbei – bis zum nächsten Frühling. 

 

Doch Bienen sind Bienen - auch wenn es sich bei den geschützten Tieren um wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen handelt. Da denkt man doch direkt an schmerzhafte Stiche! Aber Sandbienen sind nicht aggressiv und verteidigen ihre Nester nicht. Auch wenn die Weibchen über einen Stachel verfügen, mit dem sie sich in höchster Not verteidigen, kann dieser menschliche Haut in der Regel nicht durchdringen. Der Garten kann also weiter genutzt werden. 

 

Wer mehr wissen will, kann sich in der Broschüre „Bienen, Wespen und Hornissen“ informieren. Gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 70 Cent kann sie bestellt werden beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 


Download
Jahresprogramm 2017 Druckversion HP.pdf
Adobe Acrobat Dokument 453.5 KB