NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Herzlich willkommen!

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region. Gerne stehen wir Ihnen für naturkundliche Anfragen aller Art sowie zu Fragen zu  unseren  Veranstaltungen oder zu Ihrer Mitgliedschaft im NABU zur Verfügung und vermitteln Kontakt zu unseren NABU-Gruppen. Möchten Sie sich engagieren? Wir beraten Sie unverbindlich.


Beachten Sie auch unser Jahresprogramm für 2017 mit allen Veranstaltungen in der Region! 
Auch können Sie bei uns jetzt schon das Jahresprogramm für 2018 kostenlos vorbestellen.


Wildtier gefunden - was tun?

Fledermaus gefunden

Fledermaus-Hotline des NABU:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse gibts hier

Bilch gefunden

Garten-, Baum- oder Siebenschläfer: Unter

wildstationbilche.de

finden Sie zahlreiche Informationen.  Erstmaßnahmen zur Versorgung eines gefundenen Bilches finden sie hier

Jungvogel gefunden 

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos hier

Igel gefunden 

Wann brauchen Igel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

proigel.de/

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Igelfund.  Weitere Infos hier.


Sie fühlen sich trotzdem unsicher? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Kraniche gesehen? Hier können Sie Ihre Beobachtung melden!

Konnten auch Sie in den letzten Tagen Kraniche beobachten? Unter www.kranichgucker.de können Sie melden, wann, wo und wie viele der Tiere Sie gesehen haben. Die Meldung ist ohne Registrierung möglich.

Kraniche, Herbstzug 2010 | Bild: M. Mallog
Kraniche, Herbstzug 2010 | Bild: M. Mallog

Hoch oben am Himmel gibt es jetzt im Oktober und November einiges in Rheinhessen zu sehen: Mit trompetenden Rufen ziehen die Kraniche über den Südwesten Deutschlands in ihre Überwinterungsgebiete in Frankreich, Spanien oder Nordafrika.

 

Zu erkennen sind die Vögel an ihrer weithin erkennbaren v-förmigen Flugformation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Wenn es dunkel wird, sind Kraniche trotz ihrer immensen Flügelspannweite von über zwei Metern kaum zu erkennen. Dann heißt es die Ohren spitzen! Denn Kraniche kommunizieren mit einem trompetenartigen Ruf, der weithin zu hören ist. Ihr Ruf ist auch ein sicheres Zeichen, um sie etwa von Wildgänsen zu unterscheiden, die ein ähnliches Zugverhalten aufweisen und ebenfalls in Keilformation fliegen. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass bei Kranichen die Beine im Flug über die Schwanzfedern hinausragen.

Garten- und Siebenschläfer auf Quartierssuche

Der Herbst hält Einzug und viele Menschen machen ihre Gärten winterfertig. Oft werden dabei auch die Vogelnistkästen gereinigt. Nicht selten schauen einem dann runde Knopfaugen entgegen oder es liegen kugelig zusammengerollte kleine Pelzknäuel in einem Bett aus Heu und Blätter im Kasten. Garten- oder Siebenschläfer sind eingezogen, um geschützt die kalte Jahreszeit zu verschlafen. Diese Tiere sind eine der wenigen Arten in Deutschland, die richtigen Winterschlaf halten. Dieser Winterschlaf kann bis in den Mai dauern und wird nur ein oder zweimal von kurzen Aufwärm- und Aufwachphasen unterbrochen. Ansonsten senken die Tiere ihre Körpertemperatur auf bis zu fünf Grad ab und die Herzfrequenz sinkt von 300 auf fünf Schläge pro Minute.

 

Wird so eine kleine Pelzkugel im Nistkasten oder auf dem Dachboden gefunden, dann gilt: Unbedingt schlafen lassen. Einen Garten- oder Siebenschläfer während des Winterschlafs zu wecken, kann für das Tier den Tod bedeuten. Denn die Tiere legen für das 'Anfahren' ihres Körpers ein besonderes Fett an. Wird dieses aufgrund von Störungen im Winter zu früh verbraucht, dann fehlt es für das eigentliche Erwachen im Frühjahr.

 

Wer beim vorsichtigen Öffnen der Kästen einen Schläfer vorfindet, sollte unbedingt auf die Reinigung verzichten. Diese lässt sich im Frühjahr problemlos nachholen. Neben Nistkästen suchen die Tiere auch gerne frostfreie, kühle und trockene Plätze auf Dachböden, Kellern oder Schuppen auf. Wenn man dann den Weihnachtsschmuck vom Dachboden holt und so einen kleinen Kerl entdeckt, dann sollte man ihn einfach nicht stören. Im Frühjahr wird der Schlafgast ganz von alleine wieder gehen.

 

Eine fast perfekte Exkursion...

Bild: Marianne Bopp
Bild: Marianne Bopp

 Am 26. August hatte der NABU Rhein-Selz wieder zur alljährlichen Fledermaus-Exkursion eingeladen, und 
über 40 junge und ältere Fledermausfreunde hatten sich am Treffpunkt versammelt.


Es war eine fast perfekte Veranstaltung: ein lauer Sommerabend mit wolkenlose Himmel, guter Sicht und vor allem mit sehr interessierten Teilnehmern. Insbesondere beeindruckte wieder das Fachwissen der Kinder. Nur leider hatten die Fledermäuse die Veranstaltungsankündigung falsch gelesen. Zwar flogen auf dem Fußmarsch vom Treffpunkt zum Michelröder See außergewöhnlich viele Fledermäuse über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer, doch leider kamen sie nicht zum eigentlichen Veranstaltungsort! Einzig einige Mückenfledermäuse waren anfangs zu detektieren. Später konnten noch einige wenige Wasserfledermäuse bei ihrer Jagd direkt über der Wasseroberfläche beobachtet werden - doch leider kein Vergleich zum Aufkommen der letzten Jahre. 

 

Naturexkursionen sind keine inszenierten Show-Veranstaltungen. Wildtiere lassen sich nun einmal nicht auf Kommando vorführen. Lobenswerterweise ließen sich die Teilnehmer nicht entmutigen und suchten geduldig nach den Signalen der Fledermäuse. Insbesondere aus diesem Grund waren die Exkursionsleiter durchaus zufrieden mit diesem fast perfekten  Abend. Vielleicht kommen nächstes Jahr ja wieder mehr Fledermäuse! 
 

Marianne Bopp und Jürgen Fuchs

Meldungen der Gottesanbeterin 2017

Gefunden in Frankfurt, Bornheim von Silke Köhler
Gefunden in Frankfurt, Bornheim von Silke Köhler
Bild: Christiane Kahla aus Ober-Olm
Bild: Christiane Kahla aus Ober-Olm

Bis vor einigen Jahren kam die Europäische Gottesanbeterin (Mantis religiosa) nur noch an wenigen Stellen in Deutschland regelmäßig vor, etwa am Kaiserstuhl oder in der Südpfalz. Nun breitet sich die wärmeliebende Art immer weiter nach Norden aus. In den letzten Jahren erreichten uns bereits als Antwort auf unsere Meldeaufrufe  einige Beobachtungen aus Rheinhessen und dem Nahegebiet. Auch in diesem Jahr erhielten wir Meldungen der beeindruckenden Fangschrecke. So staunte Frau Silke Köhler aus Frankfurt, Bornheim nicht schlecht, als sie ein Exemplar an ihrem Fliegengitter entdeckte. In Rheinhessen beobachtete Christiane Kahla aus Ober-Olm eine braune Gottesanbeterin auf ihrem Balkon im zweiten Stock. Sie saß gut getarnt an einer Holztür. In Alzey begleitete ein weibliches Exemplar Herrn Dirk Sans bei seinem Arbeitstag. Und auch in Worms fand Frau Reich eine Gottesanbeterin an der Carmeliter-Apotheke. Rund 3 Wochen später sichtete auch Frau Bürgis ein paar Straßen weiter eine, allerdings tote, Gottesanbeterin in Worms.

Auch aus dem Naheland erhielten wir Meldungen: Frau Vanessa Kost sah und fotografierte eine Gottesanbeterin in Waldböckelheim am Briefkasten - am Abend zuvor war die Verbreitung des Tieres noch Gesprächsthema beim Grillabend. In Bad Kreuznach fand Frau Bryla ein braunes Exemplar am Waldrand, und auch Frau Christina Hübling hatte Glück, als ihr in Rüdesheim bei Bad Kreuznach an einem warmen Sommertag das Insekt vor die Kameralinse krabbelte.

 

In einem waren sich alle einig: Eine Gottesanbeterin zu finden und zu beobachten hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Haben auch Sie eine Gottesanbeterin finden können? Dann freuen wir uns über weitere Meldungen!


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