NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Herzlich willkommen!

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region. Gerne stehen wir Ihnen für naturkundliche Anfragen aller Art sowie zu Fragen zu  unseren  Veranstaltungen oder zu Ihrer Mitgliedschaft im NABU zur Verfügung und vermitteln Kontakt zu unseren NABU-Gruppen. Möchten Sie sich engagieren? Wir beraten Sie unverbindlich.


Beachten Sie auch unser Jahresprogramm für 2017 mit allen Veranstaltungen in der Region! 
Auf Wunsch schicken wir es gerne zu. Ansonsten verweisen wir auf die druckerfreundliche Version ohne Bilder, die weiter unten zum Download bereit steht.

 

Neuer Treffpunkt der NABU NachtnaTour am 28. April:

Schützenhaus Windesheim, Goldgrube, 55452 Windesheim

Anfahrt: Von Guldental kommend die letzte Gasse rechts vor der großen Kreuzung ("Goldgrube"), nach dem Gleisübergang direkt rechts der Straße folgend unter der Brücke hindurch, nach ca. 100 m rechts.


Wildtier gefunden - was tun?

Fledermaus gefunden

Fledermaus-Hotline des NABU:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse gibts hier

Jungvogel gefunden 

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos hier.

Igel gefunden 

Wann brauchen Igel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

proigel.de/

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Igelfund.  Weitere Infos hier.



Steinzeit in den Vorgärten - Natur auf dem Rückzug

Bild: NABU
Bild: NABU

Auf den ersten Blick wirkt es halb so wild, doch in der Summe ist der Verlust enorm: Massenhaft verschwinden zurzeit Hecken und Grünflächen in den Vorgärten und werden durch ökologisch wertlose Kiesflächen mit einzelnen immergrünen Pflanzen ersetzt. Sie nennen sich Kies "Tirol" und "Carrara" oder Splitt "Savanne", "Ardennen" oder "Lachs". Wo gestern noch die Vögel sangen, ist es heute still geworden, so der NABU in einer Pressemitteilung.

„Da fehlt doch was“, denkt so mancher und versucht mit gut gemeinten Aktionen Abhilfe zu schaffen. Nistkästen und Futterhäuschen sollen die gefiederten Sänger wieder ins eigene Wohnumfeld locken. Doch meist vergebens: „Mit Nistkästen hilft man nur Höhlenbrütern wie Meisen und Spatzen. Vogelfutter hilft vielleicht den erwachsenen Vögeln, ist aber für die Aufzucht von Jungvögeln völlig ungeeignet. Diese benötigen Insekten. Doch wo sollen die Vogeleltern die noch finden, wenn es statt blühenden Pflanzen nur noch Steine gibt?“, fragt Rainer Michalski von der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe.

Die wegen ihres melodischen Gesangs beliebten Amseln haben im Kiesgarten ebenso schlechte Karten, denn ihre Lieblingsspeise sind Regenwürmer und Insektenlarven, die im Boden oder unter abgefallenem Laub leben. „So eine undurchdringliche Steinfläche ist wie für alle Vögel insbesondere für Amseln eine nahrungsarme Wüste und wird gemieden“, erklärt der Naturschützer. „Wer Vögel liebt, der braucht auch Grün!“

Doch nicht nur Vögel haben das Nachsehen, auch Schmetterlinge, Marienkäfer, Bienen und Hummeln -  die Sympathieträger unter den Insekten - sucht man in den modernen Gärten vergebens. Die in Kiesgärten üblichen Koniferen und Gräser sind in manchen Augen schick, doch für Blüten besuchende Insekten bieten sie keinerlei Nahrung und werden gemieden.

Nicht zuletzt ist auch der Mensch betroffen: Kiesflächen heizen sich in der Sonne wesentlich stärker auf als von Pflanzen beschatteter Erdboden. Ein wesentlicher Faktor in Zeiten des Klimawandels mit zunehmend heißen Sommern!

Für viele Menschen steht der scheinbar geringe Pflegeaufwand im Vordergrund, so der NABU, doch das räche sich nach ein paar Jahren: Durch Laub- und Nährstoffverwehungen reichern sich Stoffe zwischen den Steinen an, es bildet sich Humus und Wildpflanzen können keimen. "Entweder zupfen dann manche mit den Händen Pflanzen heraus oder es kommt Chemie zum Einsatz", erklärt Herr Michalski und berichtet von dem Beispiel eines Mannes, der bereits vor 10 Jahren solch einen Kiesgarten anlegte. "Vorher war es mit der Gartenpflege einfacher, ich hätte es besser gelassen", laute sein Resümee heute.

Letztlich sind die Nachteile von Kiesgärten für die Natur und den Menschen gravierend. Es ist Zeit zum Umdenken, denn pflegeleichte, aber steinfreie Alternativen gibt es durchaus, so Herr Michalski abschließend.

 

NABU auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung

Vom 18.-26. März stehen wir Ihnen an unserem Infostand in Halle 2 (Garten) wieder für Ihre Fragen rund um Natur und Naturschutz im Garten und anderswo gerne zur Verfügung. Auch wenn Sie Fragen zu "Ihrer NABU-Gruppe" vor Ort haben, sind Sie bei uns richtig, denn die sechs NABU-Gruppen der Region sind mit Ihren Aktiven am Stand vertreten. Dazu bieten wir neben verschiedenen Nistkastenmodellen für Vögel und Fledermäuse umfangreiches Infomaterial über die heimische Tierwelt an. Sehr begehrt sind die wunderschönen Naturposter und Anstecker mit unterschiedlichen Tiermotiven. An drei Tagen bieten wir einen Vortrag an:


Samstag, 18.03., 12 Uhr: Was Vögel sich im Garten wünschen

Sonntag, 19.03., 12 Uhr: Fledermäuse im Garten
Sonntag, 26.03., 12 Uhr: Was Vögel sich im Garten wünschen

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Unterstützung gesucht - Mitgliederwerbung für den NABU Alzey und Umgebung

Von links: Lara Arz, Roswitha Pitsch (Vorsitzende NABU Alzey und Umgebung), Rouven Bozek, Tanja Guretzki, Sven Rademacher, Anja Rieger, Philipp Krenz und Martin Garmatter (Teamleiter).
Von links: Lara Arz, Roswitha Pitsch (Vorsitzende NABU Alzey und Umgebung), Rouven Bozek, Tanja Guretzki, Sven Rademacher, Anja Rieger, Philipp Krenz und Martin Garmatter (Teamleiter).

Voraussichtlich bis Ende April ist ein Studententeam im Auftrag des NABU in Alzey und Umgebung  in Alzey und den umliegenden Verbandsgemeinden unterwegs. Die jungen Leute sprechen in den Haushalten vor, um über die Arbeit des NABU vor Ort zu informieren und so viele neue Mitglieder zu gewinnen. An ihrer blauen NABU-Kleidung sind sie erkennbar und führen einen Dienstausweis mit. Bargeld wird nicht gesammelt, denn eine dauerhafte Unterstützung über Mitgliedsbeiträge ist für den Naturschutz wesentlich sinnvoller. 

Die Naturschützer vom NABU Alzey und Umgebung sind durch ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit im ganzen Gebiet vielen Menschen bekannt. Die Kindergruppe um Leiterin Anja Stief hat einen sehr guten Ruf. „Wir hoffen, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger überzeugen lassen. Neue Mitglieder sind uns mit ihren Ideen und Fähigkeiten sehr willkommen“, sagt die NABU-Vorsitzende Roswitha Pitsch.

Vitamine aus der Hecke: Wildsträucher wichtig für die Vogelwelt

Wachholderdrossel (Bild: Andreas Schäfer)
Wachholderdrossel (Bild: Andreas Schäfer)

Wer in den letzten Tagen mit offenen Augen ins Land geschaut hat, der hat sie sicher entdeckt: Wachholderdrosseln und Amseln ernten die letzten Früchte aus den Hecken. Kleine Finkentrupps machen sich mit Appetit über die verbliebenen Samenstände in den Baumkronen her.

 

„Hier zeigt sich deutlich der Wert heimischer Gehölze. Hagebutten oder die Früchte von Efeu, Liguster, Hartriegel und anderen mehr sind durch den strengen Frost genau nach dem Geschmack sehr vieler Vogelarten, denn sie enthalten nun viel energiereichen Zucker und Alkohol“, erklärt Rainer Michalski vom Naturschutzbund (NABU) Rheinhessen-Nahe. Trotz leuchtender Farben deutlich weniger interessant seien die Früchte von beliebten Gartensträuchern wie Feuerdorn oder Felsenmispel. Wer als Gartenbesitzer der Vogelwelt im Winter etwas Gutes tun will, ist also gut beraten, zusätzlich zu der beliebten Vogelfütterung auch heimische Wildsträucher zu pflanzen. "Ihre Früchte sind ein vitaminreicher Snack, der den Tieren einen guten Start in die Brutsaison ermöglicht - besonders wichtig nach der für viele Arten ungünstigen Saison 2016“, betont Michalski.


Gegen Einsendung von 5 Briefmarken zu 70 Cent bietet der NABU die umfangreiche Broschüre „Vögel im Garten“ an. Sie enthält neben ausführlichen Empfehlungen zu heimischen Wildsträuchern auch Portraits der häufigsten Vogelarten und Hinweise zur Winterfütterung. Adresse: NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

 


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