NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Herzlich willkommen!

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region. Gerne stehen wir Ihnen für naturkundliche Anfragen aller Art sowie zu Fragen zu  unseren  Veranstaltungen oder zu Ihrer Mitgliedschaft im NABU zur Verfügung und vermitteln Kontakt zu unseren NABU-Gruppen. Möchten Sie sich engagieren? Wir beraten Sie unverbindlich.


Beachten Sie auch unser Jahresprogramm für 2017 mit allen Veranstaltungen in der Region! 
Auch können Sie bei uns jetzt schon das Jahresprogramm für 2018 kostenlos vorbestellen.


Wildtier gefunden - was tun?

Fledermaus gefunden

Fledermaus-Hotline des NABU:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse gibts hier

Bilch gefunden

Garten-, Baum- oder Siebenschläfer: Unter

wildstationbilche.de

finden Sie zahlreiche Informationen.  Erstmaßnahmen zur Versorgung eines gefundenen Bilches finden sie hier

Jungvogel gefunden 

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos hier

Igel gefunden 

Wann brauchen Igel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

proigel.de/

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Igelfund.  Weitere Infos hier.


Sie fühlen sich trotzdem unsicher? Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Tipps zur Vogelfütterung im Winter

Blaumeise | Bild: Claus König
Blaumeise | Bild: Claus König

 Mit der Zeit wird es auch in Rheinhessen immer kälter. In der kalten Jahreszeit gehört für viele das Füttern der Vögel im eigenen Garten oder auf dem Balkon zum aktiven Natur- und Vogelschutz dazu. Zwar kann sie den Vögeln die Futtersuche im Winter erleichtern und lädt ein zu hautnahen Naturerlebnissen, tatsächlich trägt das Füttern jedoch keinen entscheidenden Beitrag zur Arterhaltung bei und erreicht nur wenige Vogelarten mit stabilen Populationen. Jedoch vermittelt sie Artenkenntnis und begeistert zudem Kinder- und Jugendliche für unsere Natur.

Futtersilo mit Spatzen | Bild: Christian Henkes
Futtersilo mit Spatzen | Bild: Christian Henkes

 Am besten geeignet sind Futtersilos, da die Vögel hier das Futter nicht verschmutzen können. Werden Futterhäuschen verwendet, so müssen diese regelmäßig gereinigt und sparsam mit Futter befüllt werden. Es eignen sich vor allem Sonnenblumenkerne, da diese von den meisten Arten gefressen werden. Rotkehlchen oder Zaunkönig freuen sich als Weichfutterfresser über Rosinen, Haferflocken und Kleie. Gänzlich ungeeignet sind Brot und gesalzene Speisen. Die Winterfütterung, gewöhnlich von November bis März, ist jedoch keine dauerhafte Lösung für die Ursachen der Nahrungsknappheit im Winter. Wer sich nachhaltig für den Vogelschutz einsetzen will, sollte seinen Garten vogelfreundlich gestalten: Dazu gehört heimische Sträucher zu pflanzen, Nistkasten aufzuhängen und auf Pestizide zu verzichten.

 

Weitere Informationen über Vogelfütterung finden sich in der kleinen Broschüre „Naturerlebnis Vogelfütterung“, die gegen Einsendung von 5 Briefmarken à 70 Cent bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig bestellt werden kann.

 

Vogelfreunde können sich außerdem jetzt schon auf die "Stunde der Wintervögel" freuen.  Bei Deutschlands größter Vogelzählung beobachten sie ihre gefiederten Freunde ganz bequem in ihrem Garten oder vom Balkon aus und melden dem NABU, was sie im Laufe einer Stunde entdecken konnten.

Mehr Infos unter www.stunde-der-wintervoegel.de

Kraniche gesehen? Hier können Sie Ihre Beobachtung melden!

Konnten auch Sie in den letzten Tagen Kraniche beobachten? Unter www.kranichgucker.de können Sie melden, wann, wo und wie viele der Tiere Sie gesehen haben. Die Meldung ist ohne Registrierung möglich.

Kraniche, Herbstzug 2010 | Bild: M. Mallog
Kraniche, Herbstzug 2010 | Bild: M. Mallog

Hoch oben am Himmel gibt es jetzt im Oktober und November einiges in Rheinhessen zu sehen: Mit trompetenden Rufen ziehen die Kraniche über den Südwesten Deutschlands in ihre Überwinterungsgebiete in Frankreich, Spanien oder Nordafrika.

 

Zu erkennen sind die Vögel an ihrer weithin erkennbaren v-förmigen Flugformation mit kräftigen, erfahrenen Tieren an der Spitze. Wenn es dunkel wird, sind Kraniche trotz ihrer immensen Flügelspannweite von über zwei Metern kaum zu erkennen. Dann heißt es die Ohren spitzen! Denn Kraniche kommunizieren mit einem trompetenartigen Ruf, der weithin zu hören ist. Ihr Ruf ist auch ein sicheres Zeichen, um sie etwa von Wildgänsen zu unterscheiden, die ein ähnliches Zugverhalten aufweisen und ebenfalls in Keilformation fliegen. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass bei Kranichen die Beine im Flug über die Schwanzfedern hinausragen.

Garten- und Siebenschläfer auf Quartierssuche

Der Herbst hält Einzug und viele Menschen machen ihre Gärten winterfertig. Oft werden dabei auch die Vogelnistkästen gereinigt. Nicht selten schauen einem dann runde Knopfaugen entgegen oder es liegen kugelig zusammengerollte kleine Pelzknäuel in einem Bett aus Heu und Blätter im Kasten. Garten- oder Siebenschläfer sind eingezogen, um geschützt die kalte Jahreszeit zu verschlafen. Diese Tiere sind eine der wenigen Arten in Deutschland, die richtigen Winterschlaf halten. Dieser Winterschlaf kann bis in den Mai dauern und wird nur ein oder zweimal von kurzen Aufwärm- und Aufwachphasen unterbrochen. Ansonsten senken die Tiere ihre Körpertemperatur auf bis zu fünf Grad ab und die Herzfrequenz sinkt von 300 auf fünf Schläge pro Minute.

 

Wird so eine kleine Pelzkugel im Nistkasten oder auf dem Dachboden gefunden, dann gilt: Unbedingt schlafen lassen. Einen Garten- oder Siebenschläfer während des Winterschlafs zu wecken, kann für das Tier den Tod bedeuten. Denn die Tiere legen für das 'Anfahren' ihres Körpers ein besonderes Fett an. Wird dieses aufgrund von Störungen im Winter zu früh verbraucht, dann fehlt es für das eigentliche Erwachen im Frühjahr.

 

Wer beim vorsichtigen Öffnen der Kästen einen Schläfer vorfindet, sollte unbedingt auf die Reinigung verzichten. Diese lässt sich im Frühjahr problemlos nachholen. Neben Nistkästen suchen die Tiere auch gerne frostfreie, kühle und trockene Plätze auf Dachböden, Kellern oder Schuppen auf. Wenn man dann den Weihnachtsschmuck vom Dachboden holt und so einen kleinen Kerl entdeckt, dann sollte man ihn einfach nicht stören. Im Frühjahr wird der Schlafgast ganz von alleine wieder gehen.

 

Eine fast perfekte Exkursion...

Bild: Marianne Bopp
Bild: Marianne Bopp

 Am 26. August hatte der NABU Rhein-Selz wieder zur alljährlichen Fledermaus-Exkursion eingeladen, und 
über 40 junge und ältere Fledermausfreunde hatten sich am Treffpunkt versammelt.


Es war eine fast perfekte Veranstaltung: ein lauer Sommerabend mit wolkenlose Himmel, guter Sicht und vor allem mit sehr interessierten Teilnehmern. Insbesondere beeindruckte wieder das Fachwissen der Kinder. Nur leider hatten die Fledermäuse die Veranstaltungsankündigung falsch gelesen. Zwar flogen auf dem Fußmarsch vom Treffpunkt zum Michelröder See außergewöhnlich viele Fledermäuse über den Köpfen der Exkursionsteilnehmer, doch leider kamen sie nicht zum eigentlichen Veranstaltungsort! Einzig einige Mückenfledermäuse waren anfangs zu detektieren. Später konnten noch einige wenige Wasserfledermäuse bei ihrer Jagd direkt über der Wasseroberfläche beobachtet werden - doch leider kein Vergleich zum Aufkommen der letzten Jahre. 

 

Naturexkursionen sind keine inszenierten Show-Veranstaltungen. Wildtiere lassen sich nun einmal nicht auf Kommando vorführen. Lobenswerterweise ließen sich die Teilnehmer nicht entmutigen und suchten geduldig nach den Signalen der Fledermäuse. Insbesondere aus diesem Grund waren die Exkursionsleiter durchaus zufrieden mit diesem fast perfekten  Abend. Vielleicht kommen nächstes Jahr ja wieder mehr Fledermäuse! 
 

Marianne Bopp und Jürgen Fuchs


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