Die Feldwespe - zu Unrecht verfolgt

Gut erkennbar beim Nest der Feldwespe: Die sichtbaren Waben (Bild Rainer Michalski/NABU)
Gut erkennbar beim Nest der Feldwespe: Die sichtbaren Waben (Bild Rainer Michalski/NABU)

Auch in Rheinhessen erwarten die Naturschutzbehörden eine „Wespenplage“. Der NABU ruft dazu auf, bei vorhandenen Wespennestern genau hinzuschauen.

Denn es sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die sich über unsere Kaffeetafel hermachen und deren Nester mitunter als störend empfunden werden.

Zu Unrecht wird aber auch die Feldwespe als Unruhestifter abgestempelt. Obwohl sie menschliche Nahrung nicht anrührt, sondern Insekten jagt, wird sie aufgrund ihres Aussehens mit den lästigen Verwandten in einen Topf geworfen. Feldwespen sind aber gut am schlanken Körperbau und vor allem den im Flug herunterhängenden langen Hinterbeinen zu erkennen.

Der Feldwespe wird zum Verhängnis, dass das Nest nicht so gut verborgen ist wie das ihrer Verwandten. Dabei unterscheidet es sich deutlich: Es hängt oft frei und nicht im Dunkeln. Es besteht aus einer offenen Wabe, deren Zellen klar erkennbar sind. Dort sitzen häufig mehrere Feldwespen, die das Nest mit intensivem Flügelschwirren kühlen.

Der Feldwespenstaat, der meist nur 30 Arbeiterinnen umfasst, ist selbst im unmittelbaren Nestbereich nicht aggressiv. Zwar empfiehlt sich auch hier ein Sicherheitsabstand, der NABU ruft aber dazu auf, Feldwespennester nicht zu entfernen, da dies fast immer überflüssig ist.

Wer mehr über Wespen, Bienen und Hornissen erfahren möchte, kann die Broschüre „Kein Grund zur Panik“ gegen Einsendung von 4 Briefmarken à 70 Cent bei der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig bestellen.