Harmloses Gewimmel - Sandbienen auf Partnersuche

In Deutschland leben mehr als 100 Arten von Sandbienen. Sie alle nisten in selbst gegrabenen Nestern im Erdboden und leben solitär. Von links nach rechts: Weiden-Sandbiene, Rotpelzige Sandbiene, Zaunrüben-Sandbiene, Gemeine Sandbiene.
In Deutschland leben mehr als 100 Arten von Sandbienen. Sie alle nisten in selbst gegrabenen Nestern im Erdboden und leben solitär. Von links nach rechts: Weiden-Sandbiene, Rotpelzige Sandbiene, Zaunrüben-Sandbiene, Gemeine Sandbiene.

Der Frühling ist endlich da und in vielen Gärten summen von einem Tag auf den anderen zahlreiche Bienen knapp über dem Boden herum. Es sieht aus, als sei ein Bienenschwarm entwichen! Viele Menschen wenden sich daher Rat suchend an den NABU. Doch auch wenn es vielleicht gefährlich aussieht - das Schauspiel ist harmlos.

 

Es handelt sich um Männchen von Sandbienen aus verschiedenen Arten, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können. Von der Wärme hervorgelockt schlüpfen sie oft alle an einem Tag aus den im Vorjahr von den Müttern gebauten Erdnestern und bleiben in deren Nähe. Die Weibchen folgen wenig später. Haben sich die Bienenmännchen verpaart, sterben sie und das Gewimmel nimmt schlagartig ab. Die Weibchen dagegen beginnen jedes für sich mit dem Bau eines Nestes. Von ihren Aktivitäten künden kleine Erdhaufen mit einem Loch in der Mitte. Nach spätestens vier Wochen ist alles vorbei – bis zum nächsten Frühling. 

 

Doch Bienen sind Bienen - auch wenn es sich bei den geschützten Tieren um wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen handelt. Da denkt man doch direkt an schmerzhafte Stiche! Aber Sandbienen sind nicht aggressiv und verteidigen ihre Nester nicht. Auch wenn die Weibchen über einen Stachel verfügen, mit dem sie sich in höchster Not verteidigen, kann dieser menschliche Haut in der Regel nicht durchdringen. Der Garten kann also weiter genutzt werden. 

 

Wer mehr wissen will, kann sich in der Broschüre „Bienen, Wespen und Hornissen“ informieren. Gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 70 Cent kann sie bestellt werden beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.