Igel in Not? NABU gibt Ratschläge

Bild: Hubertus Schwarzentaub
Bild: Hubertus Schwarzentaub

Igel sind nachtaktiv, im besten Fall bekommt man sie am Tag nicht zu Gesicht. Sieht man dennoch einen, heißt das aber nicht unbedingt, dass er Hilfe braucht. Igelmütter mit Jungen etwa müssen auch tagsüber Futter suchen. Irrt jedoch ein kleiner Igel tagsüber außerhalb des Nestes herum, kann Hilfe nötig sein. Der NABU empfiehlt dennoch, das Tier zunächst für einige Stunden zu beobachten. Kehrt die Mutter in dieser Zeit von der Futtersuche zurück, ist das Problem optimal gelöst.

Andernfalls ist der Gang zum Tierarzt nötig. Auch kranke Igel suchen am Tag Futter. Ihr Gang ist unsicher, sie sind apathisch und rollen sich nicht ein, die Augen sind eingefallen. Ebenso wie verletzte Igel und solche, die längere Zeit ohne Futter und Wasser etwa in einem Kellerschacht gefangen waren, benötigen Sie dringend tierärztliche Hilfe.
Igel sind Wildtiere. Auch wenn sie schwer genug sind und selbstständig fressen, sollten sie nicht im Haus überwintert werden, wo es zu warm für den Winterschlaf ist. Wenn sie in milden Wintern den Winterschlaf aufschieben, brauchen sie viel Bewegung und die Möglichkeit zur Futtersuche. Die beste Igelhilfe ist laut NABU jedoch ein naturnaher Garten mit vielen Möglichkeiten zum Verstecken und Futter suchen.


Geballte Informationen rund um die sympathischen Stachelträger enthält die NABU-Broschüre "Der Igel - Pflegefall oder Outdoor-Profi?". Gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 62 Cent kann sie bestellt werden beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.