NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region und steht der Bevölkerung für naturkundliche Anfragen zur Verfügung.


 

 

Fledermaus gefunden - was tun?

Rufen Sie die Fledermaus-Hotline des NABU an:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse sind hier zusammengestellt.



Gottesanbeterinnen wieder unterwegs - Augen auf!

Gottesanbeterin, gefunden in Wöllstein | Foto: Kristin Schüler
Gottesanbeterin, gefunden in Wöllstein | Foto: Kristin Schüler

Man bekommt sie nicht oft zu Gesicht, doch wenn man sie entdeckt, hinterlässt ihr Anblick einen bleibenden Eindruck: Die Rede ist von der Europäischen Gottesanbeterin. Als wärmeliebende Art mit Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum ist sie eigentlich auf die wärmsten Gebiete Deutschlands beschränkt, breitet sich in warmen Jahren jedoch weiter nach Norden aus.

 

Nach einem Presseaufruf im Spätsommer 2015 erhielt die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe Fundmeldungen aus Abtweiler, Alsheim, Eich, Gimbsheim, Gundersheim, Saulheim, Staudernheim, Wendelsheim, Westhofen, Winzenheim und Wörrstadt. Doch wie steht es 2016? Daher ruft der NABU wieder dazu auf, Ausschau nach der Europäischen Gottesanbeterin zu halten.

 

Erkennbar ist die hellgrüne bis braune Fangschrecke an ihrem dreieckigen Kopf und den bedornten Vorderbeinen, die in Ruhestellung an betende menschliche Hände erinnern. Als geschickter Insektenjäger fängt sie damit ihre Beute blitzschnell aus der Luft. Meistens sitzt sie jedoch still in der Vegetation und lauert auf eine Mahlzeit. Kommt man ihr zu nahe, stößt sie zuweilen zischende Laute aus und zeigt ihre beiden weißen, schwarz umrandeten Augenflecken auf den Innenseiten der Vorderschenkel. Ein beeindruckendes Spektakel, das für uns ungefährlich ist!

 

Bis in den Oktober sind Beobachtungen möglich. Haben Sie eine Gottesanbeterin gefunden? Dann melden Sie sich - am besten mit Belegbild - bei der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe unter 06731 547566 oder Info@NABU-Rheinhessen.

0 Kommentare

Jäger der Nacht – Fledermäuse - Ausstellung im Mainzer Umweltinformationszentrum

Die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder im Gespräch mit Christian Henkes vom NABU Mainz und Umgebung
Die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder im Gespräch mit Christian Henkes vom NABU Mainz und Umgebung

Sie fliegen mit den Händen, sehen mit den Ohren und erwachen, wenn die meisten von uns schlafen gehen. Fledermäuse sind uns fremd und faszinieren uns zugleich. Rund um ihr geheimnisvolles Leben hat sich über die Jahrhunderte hinweg ein dichtes Netz aus Mythen und Sagen, Vorurteilen und Ängsten gesponnen.

  

Doch mit dem wahren Leben der einzigen fliegenden Säugetiere hat dies nur wenig zu tun. Wie die Lebensweise der nachtaktiven Insektenfresser, die so drollige Namen wie Mopsfledermaus, Mausohr oder Hufeisennase tragen, wirklich aussieht, zeigt die reichbebilderte Ausstellung der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe im ui – Umweltinformationszentrum.

 

 Am 117. haben die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder und der Vorsitzende des NABU Mainz und Umgebung, Christian Henkes, die von der NABU-Regionalstelle erstellte Ausstellung eröffnet, die noch bis zum 5.August zu den Öffnungszeiten des Umweltinformationszentrums zu sehen ist.

  

Neben Informationen über Lebensweise und Arten wird auch auf die Gefahren für die gefährdeten Tiere eingegangen. Die Veränderung und Verarmung der Landschaft durch den Menschen führt zum Rückgang der Arten, wozu auch der allgemeine Nahrungsmangel aufgrund fehlender Insekten beiträgt. Besonders aber die Unkenntnis über die Quartiere und Brutplätze der Fledermäuse ist oft die größte Bedrohung. Ungewollt werden dadurch besonders die Fledermäuse, die in den menschlichen Behausungen ihre Wohnungen gefunden haben, verjagt und dezimiert.  

  

Viele weitere Informationen, darunter auch Präparate und künstliche Nisthilfen, werden gezeigt. Vor allem werden auch die Möglichkeiten beschrieben, die jedem Einzelnen zur Unterstützung der Kobolde der Nacht offenstehen.

0 Kommentare

Wenn es unterm Dach zirpt und zetert – Fledermäuse als Untermieter

Zwergfledermäuse in einer Mauerspalte (Bild: Andreas Kiefer)
Zwergfledermäuse in einer Mauerspalte (Bild: Andreas Kiefer)

Ein Zirpen, ein Kratzen ein Zetern auf dem Dachboden – ist es ein Gartenschläfer oder ein Marder? An Fledermäuse, die sich als heimliche Mitbewohner im Haus einquartiert haben könnten, denken die wenigsten. Denn Fledermäuse bleiben in den meisten Fällen unbemerkt: Sie sind leise, ruhen tagsüber und fliegen nachts zum Jagen aus. Anders als die Ultraschall-Ortungsrufe bei der Jagd sind ihre Soziallaute zur Verständigung untereinander auch für uns Menschen hörbar.  

„Nur ein Teil der 24 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten sucht im Sommer menschliche Nähe“, berichtet Rainer Michalski von der NABU- Regionalstelle Rheinhessen-Nahe. „Das sehr seltene Große Mausohr hängt frei an Dachbalken, während die häufigere Zwergfledermaus enge Spalten, etwa hinter Wandverkleidungen, als Quartier nutzt.“ Fledermausweibchen schließen sich im Sommer zu sogenannten Wochenstuben zusammen und ziehen ohne die Männchen den Nachwuchs groß. Schäden am Gebäude werden dabei nicht verursacht. Auffällig sind jedoch die trockenen, schwarzen Kotkrümel. Doch so eine Gebäudebesetzung ist von kurzer Dauer und endet spätestens im September. 

Haben Sie ein Fledermausquartier am Haus?

Dann freut sich der NABU über Ihre Meldung unter 06731 547566 oder info@NABU-Rheinhessen.de! 

Tipps zum Fledermausschutz und Baupläne für Fledermauskästen bietet die Broschüre „Fledermäuse – Flugkünstler der Nacht“. Sie ist gegen Einsendung von 5 Briefmarken á 70 Cent beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig erhältlich. 

 

0 Kommentare

NABU rät: Warten mit der Heckenpflege

Amselnest in einer Hecke | Foto: Rainer Michalski
Amselnest in einer Hecke | Foto: Rainer Michalski

 

Die feuchte Witterung im Wechsel mit Sonnenschein lässt auch in Rheinhessen und dem Naheland Sträucher und Hecken üppig sprießen. Da möchte mancher Gartenfreund zur Heckenschere greifen, um der Unordnung Herr zu werden. Doch der NABU rät zur Geduld: „Gerade jetzt gibt es bei vielen Singvögeln wie Amsel, Buch- und Grünfink eine zweite Brut. Wer dann seine Sträucher schneidet, riskiert den Vogelnachwuchs“, betont Christian Henkes von der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe.Bei freigelegten Nestern fehle dann der Wetterschutz und Beutegreifern würde die Suche nach Gelegen leicht gemacht, wenn schützende Zweige entfernt werden.

 

Wer erst spät im Juli schneide, spare sich auch einige Mühe, so der Naturschützer. Die Pflanzen befänden sich im Frühsommer in einem zweiten Wachstumsschub. Wer jetzt die Heckenschere auspackt, müsse sie deshalb noch mal einsetzen. „Auf jeden Fall gehört für Naturfreunde vor dem Schnitt die intensive Suche nach belegten Nestern dazu. Denn selbst im Juli findet man noch frische Gelege“, so Henkes abschließend.

0 Kommentare

Download
Jahresprogramm 2016 ohne Bilder für HP n
Adobe Acrobat Dokument 700.6 KB