NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region und steht der Bevölkerung für naturkundliche Anfragen zur Verfügung.


 

 

Fledermaus gefunden - was tun?

Rufen Sie die Fledermaus-Hotline des NABU an:

030-284984-5000

Öffnungszeiten finden Sie hier

Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse sind hier zusammengestellt.


 

 

Jungvogel gefunden - was tun?

Wann brauchen Jungvögel unsere Hilfe und wann nicht? Unter

wildvogelhilfe.org

finden Sie detaillierte Antworten rund um den Wildvogelfund.  Weitere Infos über vermeintlich verwaiste Jungvögel finden Sie hier.



10 goldene Tipps zur Vogelfütterung im Winter

Rotkehlchen | Bild: Gabor Metzger
Rotkehlchen | Bild: Gabor Metzger

Der NABU wird derzeit geradezu überrollt von Anrufen und Mails, in denen die Menschen nach gezielten Tipps für eine artgerechte Winterfütterung der Vögel fragen. Das Füttern ist weit verbreitet, bietet es doch eine schöne Gelegenheit für Jung und Alt, die tierischen Besucher hautnah zu beobachten. Die Vögel haben zudem im Winter einen höheren Energiebedarf, den sie in  unserer ausgeräumten Landschaft kaum mehr decken können. Es fehlt an naturnahen Hecken, und damit auch an Sträuchern, Beeren und Stauden - eine Folge der Ausräumung der Landschaft.

Um den Menschen die Winterfütterung zu erleichtern, hat der NABU 10 goldene Tipps zur Winterfütterung zusammengestellt:

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Keine Speisereste vom menschlichen Speiserest verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen!

Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen u.a. Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), andere Saaten, Erdnüsse (ungesalzen!), Haselnüsse, andere Nüsse, auch Haferflocken als Streu- und Futtersäulenmischungen. Ganz wichtig: Die Mischung macht‘s! Damit z.B. Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen Ambrosiapflanze.

Keine Massenfutterplätze einrichten – sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten! Besser sind Futtersäulen und Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken nachrutschen kann und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere Futtersäulen und –trichter in Abstand zueinander anbringen, damit viele Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln und andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich säubern. Für Fasane, Rebhühner etc. können so genannte „Bodenschütten“ aufgestellt werden, in denen das Futter ebenfalls nachrutscht, und die auch an Feldhecken und Waldrändern aufgestellt werden können. An ihnen sammeln sich oft auch Mäuse – eine willkommene Nahrung für die hungernden Greifvögel und Eulen!

Fettblöcke und -kolben sind hervorragende „Energiebomben“ für Meisen, Schwanzmeisen und andere Vögel. Es gibt sie in verschiedenen Varianten, auch mit Insekten- und Waldfruchtanteil, ebenso mit speziellen, leicht zu säubernden Halterungen. Auch Futterringe sind sehr gut geeignet – sie verfügen neben dem Fett über einen hohen Saatenanteil.

Eine gute Vitamingabe, die besonders gern von Amseln genutzt wird, sind getrocknete (ungeschwefelte!) Rosinen und Apfelhälften, die auf den Boden gelegt werden.

Niemals abgelaufenen Futtermischungen oder Fettblöcke kaufen! Auf das Haltbarkeitsdatum achten, keine ranzige Ware einsetzen!

Den Futterplatz/die Futterplätze katzensicher anlegen.

Futterhäuser/-trichter etc. abends befüllen, da die Vögel bereits in der sehr zeitigen Morgendämmerung einen großen Energiebedarf haben.

Futterstellen niemals mit Seife oder Chemikalien reinigen. Nur warmes Wasser und ggf. eine Bürste einsetzen.

Die beste „vorausschauende Winterfütterung“ ist ein naturnaher Garten –unter altem Laub finden die Vögel ebenso Insekten und Spinnen wie in Stängeln, zudem bieten Beeren und Früchte einen willkommenen, lange gedeckten Tisch. Den Garten im Frühjahr zur Pflanzzeit aufwerten!


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Todesfalle Lichtschacht: Ungeahnte Gefahr für Amphibien und Igel

Unverwechselbar dank "Tarnanzug": Die Wechselkröte (Bild: R. Michalski)
Unverwechselbar dank "Tarnanzug": Die Wechselkröte (Bild: R. Michalski)

Die Natur stellt sich langsam auf die kalte Jahreszeit ein. Auch Frösche, Kröten und Molche machen sich auf die Suche nach einem Winterquartier und verirren sich zum Teil bis in die Ortschaften.

Immer wieder fallen einzelne Tiere dabei versehentlich in Lichtschächte von Kellergeschossen oder Gullys. Auch wenn der Sturz an sich für die Tiere in der Regel ungefährlich ist, sind die Folgen oft tödlich denn bis zum Frühjahr sind die auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesenen Tiere meist vertrocknet. Selbst wenn sie den Winter überstehen, droht ihnen in der nahrungsarmen Umgebung der Hungertod, denn die hohen Wände ihres Gefängnisses sind ein unüberwindliches Hindernis.


Lichtschächte und Gullys mit breiten Ritzen sollten daher in den nächsten Tagen inspiziert werden, vor allem wenn Teiche oder Feuchtgebiete in der Nähe des Hauses liegen. Abhilfe auf Dauer schaffen feinmaschige Gitter oder Fliegengaze, die auf der Abdeckung angebracht werden. Daneben sollten auch Kelleraußentreppen kontrolliert werden, die sogar für Igel zum Problem werden können. Hier hilft ein langes Brett, das seitlich in den Treppenaufgang gelegt wird und den Tieren als Aufstiegshilfe dient.

Doch was tun, wenn man ein Tier entdeckt hat? Fangen Sie es vorsichtig ein und setzen Sie es möglichst bald in der Nähe des Fundortes wieder aus. Günstig dafür sind Waldgebiete, Hecken und Feldgehölze in der Nähe von Gewässern. Dort finden Amphibien geeignete Winterquartiere unter Falllaub und Baumstümpfen oder sie graben sich ein.

 

Zahlreiche Informationen zu heimischen Amphibien enthält die umfangreiche Broschüre "Frösche, Kröten, Molche". Sie kann gegen 5 Briefmarken zu 0,70 € bestellt werden beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

Kein Grund zur Panik beim Wespenbesuch

Gemeine Wespe (links) mit Feuergoldwespe (mittig) | Foto: Peter Brixius
Gemeine Wespe (links) mit Feuergoldwespe (mittig) | Foto: Peter Brixius

An heißen Sommertagen ist Erfrischung das Maß aller Dingen. Doch kaum hält man das lang ersehnte Eis in den Händen oder sitzt bei Kuchen und Kaffee auf der schattigen Terrasse, sind die gelb-schwarzen Flieger schon da. Meistens ist für jedermann dann mit einem Schlag und einem Wisch alles erledigt und es können getrost Greuel- und Horrorgeschichten über Wespen und Hornissen erzählt werden. Die Liste der Vorurteile ist ellenlang - leider halten die meisten Menschen immer noch Hornissen und Wespen pauschal für gefährlich. Dabei sind die Tiere in Wahrheit friedlicher und nützlicher, als die meisten vermuten. 

Wespenbesuch am Marmeladenbrötchen | Bilder: Rainer Michalski
Wespenbesuch am Marmeladenbrötchen | Bilder: Rainer Michalski

Im deutschsprachigen Raum gibt es rund 700 verschiedene Wespenarten. Doch nur die zu den Kurzkopfwespen gehörende Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) interessieren sich für unseren gedeckten Tisch. Gerade jetzt im Spätsommer erreichen die Wespenvölker Spitzengrößen von bis zu 10 000 Tieren. Bis zum Schlüpfen der geschlechtsreifen Männchen und der Jungköniginnen wurden deren Larven mit proteinhaltiger Nahrung, zum Beispiel aus anderen Insekten, gefüttert. Dann ändert sich das Nahrungsverhalten: Die Arbeiterinnen steigen auf eine zuckerhaltige Nahrung um, damit der Stoffwechsel in Gang bleibt – was erklärt, warum sie besonders an Fallobst und unseren süßen Speisen interessiert sind. Mit dem ersten Frost im Herbst sterben die Völker ab. Mit seinen  20 Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen gibt der NABU Hinweise für ein friedliches Miteinander. 

 

In der farbigen Broschüre "Bienen, Wespen und Hornissen" finden Sie in übersichtlicher Form alles Wissenswerte einschließlich Anleitung für Nisthilfen, ebenso Listen mit Bäumen, Sträuchern und Stauden, die für Hautflügler Nahrungsquellen sind. Das Heft kann bei der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91 in 55234 Albig unter Einsendung von 5 Briefmarken à 70 Cent bestellt werden.

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Achtung Verwechslung: Grünes Heupferd und Gottesanbeterin

Achtung Verwechslungsgefahr: Grünes Heupferd | Foto: Heinz Abbel
Achtung Verwechslungsgefahr: Grünes Heupferd | Foto: Heinz Abbel

In den letzten Tagen erreichten uns bereits zahlreiche Anrufe, die unserem Meldeaufruf zur Gottesanbeterin gefolgt waren. Doch ist zur Zeit noch ein anderes Insekt unterwegs, welches nicht zuletzt durch seine Größe beeindruckt: Die Rede ist vom Grünen Heupferd (Tettigonia viridissima), eine der häufigsten Laubheuschrecken in unseren Breitengraden. Das ca. 30 bis 40 mm große Tier unterscheidet sich jedoch in einigen Merkmalen von der gesuchten Europäischen Gottesanbeterin. Während das grüne Heupferd einen eher länglich-ovalen Kopf direkt auf dem Körper aufsitzen hat, erkennt man die Gottesanbeterin an einem dreieckigen, beweglichen Kopf mit Hals. Die markanten Fangarme, welche an betende Hände erinnern und denen das Tier seinen Namen verdankt, sind deutlich ausgeprägt, wohingegen das Grüne Heupferd kräftig erkennbare Sprungbeine aufweist. Übrigens: Gottesanbeterinnen können grün oder braun sein, das Grüne Heupferd gibt es nicht in braun, aber in gelb.

 

Zusätzlich zu den Erklärungen soll der Bildvergleich unsicheren Naturbeobachtern bei der Bestimmung helfen:

Oben: Europäische Gottesanbeterin (Fotos: Kristin Schüler). Unten: Grünes Heupferd
Oben: Europäische Gottesanbeterin (Fotos: Kristin Schüler). Unten: Grünes Heupferd
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