NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe

Liebe Besucher,

die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe vernetzt von Albig aus die sechs NABU Gruppen in unserer Region und steht der Bevölkerung für naturkundliche Anfragen zur Verfügung.


 

 

Fledermaus gefunden - was tun?

Rufen Sie die Fledermaus-Hotline des NABU an:

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Die wichtigsten Antworten rund um Fledermäuse sind hier zusammengestellt.



Kein Grund zur Panik beim Wespenbesuch

Gemeine Wespe (links) mit Feuergoldwespe (mittig) | Foto: Peter Brixius
Gemeine Wespe (links) mit Feuergoldwespe (mittig) | Foto: Peter Brixius

An heißen Sommertagen ist Erfrischung das Maß aller Dingen. Doch kaum hält man das lang ersehnte Eis in den Händen oder sitzt bei Kuchen und Kaffee auf der schattigen Terrasse, sind die gelb-schwarzen Flieger schon da. Meistens ist für jedermann dann mit einem Schlag und einem Wisch alles erledigt und es können getrost Greuel- und Horrorgeschichten über Wespen und Hornissen erzählt werden. Die Liste der Vorurteile ist ellenlang - leider halten die meisten Menschen immer noch Hornissen und Wespen pauschal für gefährlich. Dabei sind die Tiere in Wahrheit friedlicher und nützlicher, als die meisten vermuten. 

Wespenbesuch am Marmeladenbrötchen | Bilder: Rainer Michalski
Wespenbesuch am Marmeladenbrötchen | Bilder: Rainer Michalski

Im deutschsprachigen Raum gibt es rund 700 verschiedene Wespenarten. Doch nur die zu den Kurzkopfwespen gehörende Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) interessieren sich für unseren gedeckten Tisch. Gerade jetzt im Spätsommer erreichen die Wespenvölker Spitzengrößen von bis zu 10 000 Tieren. Bis zum Schlüpfen der geschlechtsreifen Männchen und der Jungköniginnen wurden deren Larven mit proteinhaltiger Nahrung, zum Beispiel aus anderen Insekten, gefüttert. Dann ändert sich das Nahrungsverhalten: Die Arbeiterinnen steigen auf eine zuckerhaltige Nahrung um, damit der Stoffwechsel in Gang bleibt – was erklärt, warum sie besonders an Fallobst und unseren süßen Speisen interessiert sind. Mit dem ersten Frost im Herbst sterben die Völker ab. Mit seinen  20 Tipps zum Umgang mit Wespen und Hornissen gibt der NABU Hinweise für ein friedliches Miteinander. 

 

In der farbigen Broschüre "Bienen, Wespen und Hornissen" finden Sie in übersichtlicher Form alles Wissenswerte einschließlich Anleitung für Nisthilfen, ebenso Listen mit Bäumen, Sträuchern und Stauden, die für Hautflügler Nahrungsquellen sind. Das Heft kann bei der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91 in 55234 Albig unter Einsendung von 5 Briefmarken à 70 Cent bestellt werden.

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Achtung Verwechslung: Grünes Heupferd und Gottesanbeterin

Achtung Verwechslungsgefahr: Grünes Heupferd | Foto: Heinz Abbel
Achtung Verwechslungsgefahr: Grünes Heupferd | Foto: Heinz Abbel

In den letzten Tagen erreichten uns bereits zahlreiche Anrufe, die unserem Meldeaufruf zur Gottesanbeterin gefolgt waren. Doch ist zur Zeit noch ein anderes Insekt unterwegs, welches nicht zuletzt durch seine Größe beeindruckt: Die Rede ist vom Grünen Heupferd (Tettigonia viridissima), eine der häufigsten Laubheuschrecken in unseren Breitengraden. Das ca. 30 bis 40 mm große Tier unterscheidet sich jedoch in einigen Merkmalen von der gesuchten Europäischen Gottesanbeterin. Während das grüne Heupferd einen eher länglich-ovalen Kopf direkt auf dem Körper aufsitzen hat, erkennt man die Gottesanbeterin an einem dreieckigen, beweglichen Kopf mit Hals. Die markanten Fangarme, welche an betende Hände erinnern und denen das Tier seinen Namen verdankt, sind deutlich ausgeprägt, wohingegen das Grüne Heupferd kräftig erkennbare Sprungbeine aufweist. Übrigens: Gottesanbeterinnen können grün oder braun sein, das Grüne Heupferd gibt es nicht in braun, aber in gelb.

 

Zusätzlich zu den Erklärungen soll der Bildvergleich unsicheren Naturbeobachtern bei der Bestimmung helfen:

Oben: Europäische Gottesanbeterin (Fotos: Kristin Schüler). Unten: Grünes Heupferd
Oben: Europäische Gottesanbeterin (Fotos: Kristin Schüler). Unten: Grünes Heupferd
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Gottesanbeterinnen wieder unterwegs - Augen auf!

Gottesanbeterin, gefunden in Wöllstein | Foto: Kristin Schüler
Gottesanbeterin, gefunden in Wöllstein | Foto: Kristin Schüler

Man bekommt sie nicht oft zu Gesicht, doch wenn man sie entdeckt, hinterlässt ihr Anblick einen bleibenden Eindruck: Die Rede ist von der Europäischen Gottesanbeterin. Als wärmeliebende Art mit Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum ist sie eigentlich auf die wärmsten Gebiete Deutschlands beschränkt, breitet sich in warmen Jahren jedoch weiter nach Norden aus.

 

Nach einem Presseaufruf im Spätsommer 2015 erhielt die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe Fundmeldungen aus Abtweiler, Alsheim, Eich, Gimbsheim, Gundersheim, Saulheim, Staudernheim, Wendelsheim, Westhofen, Winzenheim und Wörrstadt. Doch wie steht es 2016? Daher ruft der NABU wieder dazu auf, Ausschau nach der Europäischen Gottesanbeterin zu halten.

 

Erkennbar ist die hellgrüne bis braune Fangschrecke an ihrem dreieckigen Kopf und den bedornten Vorderbeinen, die in Ruhestellung an betende menschliche Hände erinnern. Als geschickter Insektenjäger fängt sie damit ihre Beute blitzschnell aus der Luft. Meistens sitzt sie jedoch still in der Vegetation und lauert auf eine Mahlzeit. Kommt man ihr zu nahe, stößt sie zuweilen zischende Laute aus und zeigt ihre beiden weißen, schwarz umrandeten Augenflecken auf den Innenseiten der Vorderschenkel. Ein beeindruckendes Spektakel, das für uns ungefährlich ist!

 

Bis in den Oktober sind Beobachtungen möglich. Haben Sie eine Gottesanbeterin gefunden? Dann melden Sie sich - am besten mit Belegbild - bei der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe unter 06731 547566 oder Info@NABU-Rheinhessen.

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Jäger der Nacht – Fledermäuse - Ausstellung im Mainzer Umweltinformationszentrum

Die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder im Gespräch mit Christian Henkes vom NABU Mainz und Umgebung
Die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder im Gespräch mit Christian Henkes vom NABU Mainz und Umgebung

Sie fliegen mit den Händen, sehen mit den Ohren und erwachen, wenn die meisten von uns schlafen gehen. Fledermäuse sind uns fremd und faszinieren uns zugleich. Rund um ihr geheimnisvolles Leben hat sich über die Jahrhunderte hinweg ein dichtes Netz aus Mythen und Sagen, Vorurteilen und Ängsten gesponnen.

  

Doch mit dem wahren Leben der einzigen fliegenden Säugetiere hat dies nur wenig zu tun. Wie die Lebensweise der nachtaktiven Insektenfresser, die so drollige Namen wie Mopsfledermaus, Mausohr oder Hufeisennase tragen, wirklich aussieht, zeigt die reichbebilderte Ausstellung der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe im ui – Umweltinformationszentrum.

 

 Am 117. haben die Mainzer Umweltdezernentin Katrin Eder und der Vorsitzende des NABU Mainz und Umgebung, Christian Henkes, die von der NABU-Regionalstelle erstellte Ausstellung eröffnet, die noch bis zum 5.August zu den Öffnungszeiten des Umweltinformationszentrums zu sehen ist.

  

Neben Informationen über Lebensweise und Arten wird auch auf die Gefahren für die gefährdeten Tiere eingegangen. Die Veränderung und Verarmung der Landschaft durch den Menschen führt zum Rückgang der Arten, wozu auch der allgemeine Nahrungsmangel aufgrund fehlender Insekten beiträgt. Besonders aber die Unkenntnis über die Quartiere und Brutplätze der Fledermäuse ist oft die größte Bedrohung. Ungewollt werden dadurch besonders die Fledermäuse, die in den menschlichen Behausungen ihre Wohnungen gefunden haben, verjagt und dezimiert.  

  

Viele weitere Informationen, darunter auch Präparate und künstliche Nisthilfen, werden gezeigt. Vor allem werden auch die Möglichkeiten beschrieben, die jedem Einzelnen zur Unterstützung der Kobolde der Nacht offenstehen.

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