Meldungen der Woche 2021 | 39/52

Sie stehen fest: Die Sieger*innen unseres Kinder-Fotowettbewerbs, deren Bilder wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Platz 1 - 3 Kategorie 6 - 10 Jahre



Platz 1 - 3 Kategorie 11 - 14 Jahre


 

Hier gehts zu allen Einsendungen.


Meldungen der Woche 2021 | 38/52

Rettung in Bad Kreuznach: Diese Fledermaus lag in Bad Kreuznach vor einer Tür in der alten Neustadt. Das Tier war merkwürdig verklebt und dreckig. Möglicherweise ist es zuvor mit einem klebrigen Schädlingsfänger kollidiert – sicher klären konnten wir die Ursache jedoch nicht. Nach einem Anruf bei uns konnte das Tier an eine NABU-Fledermausbotschafterin weitervermittelt werden. Dort wurde es mit Olivenöl eingerieben, shampooniert und ganz vorsichtig gewaschen. 

🦇 Zurzeit häufen sich die Fledermausfunde. Das liegt daran, dass sich unerfahrene Jungtiere im Spätsommer auf der Suche nach neuen Quartieren verirren. Habt ihr eine hilflose Fledermaus gefunden, könnt ihr bei der NABU Fledermaus Hotline 030-284984-5000 anrufen.


Es ist nun gut einen Monat her, da entdeckten Gabi und Marin Krohne im Langenlonsheimer Wald diesen Pilz, den sie noch nie zuvor gesehen hatten. Die Rede ist vom Tintenfischpilz (Clathrus archeri), der Anfang des 20. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt wurde.
Man trifft ihn in Mitteleuropa oft entlang von Waldwegen an. Bei uns gilt der Pilz als nicht invasiv, da negative Auswirkungen auf die heimische Natur nicht bekannt sind. 

Die 4-6 cm langen Arme locken durch die intensive, leuchtend rote Farbe und den penetranten Aasgeruch Fliegen und Käfer an, die die Sporen verbreiten. Der Pilz ist ungiftig, hat aber kulinarisch keine Bedeutung. 

Fotos und Infos: Gabi und Martin Krohne


KLIMASTREIK AM 24.09. - HEUTE!

Ob in Bingen, Bad Kreuznach, Mainz oder Worms - seid dabei und macht euch stark für den Klimaschutz! Das zweite Bild gibt euch einen Überblick über die verschiedenen Aktionen in Rheinhessen und dem Naheland.

Ob jung oder alt: In diesem Sommer gehen #AlleFürsKlima auf die Straße! Denn es geht um unser aller Zukunft – und Gegenwart!


Meldungen der Woche 2021 | 36/52

Eigentlich lebt unsere NABU-Arbeit auch von zahlreichen Veranstaltungen rund um unsere Natur. In Bad Kreuznach konnte die diesjährige Exkursion zur Bat Night vor 2 Wochen tatsächlich stattfinden. Dank des in diesem Jahr installierten Fledermaus-Detektors am Kurpark konnten viele Fledermäuse nicht nur gesehen, sondern auch gehört werden. Denn der Detektor macht die sonst für uns unhörbaren Ultraschall-Rufe der Fledermäuse erfahrbar. Das begeistert jung und alt – wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann 😉

Foto 1: Rainer Michalski
Foto 2: Annemie Lamb, Stadtwerke Bad Kreuznach


Der nächste Park(ing) Day steht vor der Tür: Heute ab 11 Uhr in Mainz! Mit diesem weltweiten Aktionstag soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie Flächen im öffentlichen Raum besser und lebenswerter genutzt werden können. 

Der Park(ing) Day Mainz ist eine Gemeinschaftsaktion von:


ADFC Mainz-Bingen, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) e.V. – Kreisgruppe Mainz-Stadt, Critical Mass Mainz, extinction rebellion, fahr Rad Mainz!, Foodsharing Mainz, NABU Mainz und Umgebung, VCD Rheinhessen e.V., VCD Rheinland-Pfalz e.V. und engagierten Bürger*innen


Meldungen der Woche 2021 | 35/52

Wir melden uns zurück mit einer flüchtigen Naturbeobachtung: Eine blauschwarze Holzbiene, die sich über den Nektar der Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) in einem Bad Kreuznacher Garten erfreut.

Die Holzbiene hat ihren Namen von ihrer Angewohnheit, kleine Höhlen in morsches Holz zu bohren, in denen sie dann nistet. Das Holz ist allerdings nur dann als Nistplatz attraktiv, wenn es trocken und mürbe ist.

 

Nutzt ihr das schöne Wetter in den kommenden Tagen für eigene Naturbeobachtungen?


Tief durchatmen und über diesen Anblick freuen: Eine Wespenspinne beim Bau ihres Kokons an einer Bad Kreuznacher Terrassentür!

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Wespenspinne immer weiter in Deutschland verbreitet. Durch die auffällige Färbung ihres Hinterleibs und ihre Größe fällt sie schnell auf und beeindruckt mit ihrer exotischen Wirkung auf uns.

📷 Rainer Michalski


Meldungen der Woche 2021 | 34/52

Aktuell kürt der BUND in Rheinhessen mit Beteiligten aus NABU und GNOR jeden Monat einen Tagfalter zum Schmetterling des Monats. Schmetterling des Monats August ist der Kaisermantel! Der imposante Falter kommt gerne an Waldrändern und -säumen vor. So auch in Bingen, im Binger Wald, im Soonwald und im Hunsrück. In Rheinhessen kommt er z.B. in den Wäldern der Rheinhessischen Schweiz oder im Lennebergwald vor. Im naturnahen Garten können gute Veilchenbestände am Fuß von Bäumen mit strukturreichen Rinden dem Falter eine Eiablagemöglichkeit und ein Raupenhabitat bieten. Selbst trockene innere Zweige von Thuja und Zypressen werden zur Eiablage genutzt.
Mehr zum Schmetterling des Monats
 Fotos: Wolfgang Düring


Wem die Natur im eigenen Garten oder auf dem Balkon am Herzen liegt, der kann auch mit wenig Aufwand diese Orte ökologisch aufwerten.


In den warmen Augusttagen können sich Vögel in einer flachen Schale mit Wasser abkühlen. Aber auch Bienen, Schmetterlinge und Käfer freuen sich über eine Insektentränke: Dafür Murmeln oder kleine Steine als trockene Inseln in ein Schälchen legen und täglich mit frischem Wasser auffüllen – so wie bei diesem unkomplizierten Schälchen, welches auf einem Mainzer Balkon für durstige Insekten bereitsteht.


Foto: Lara Munsch


Meldungen der Woche 2021 | 33/52

 

#Insektensommer 2021: Habt ihr mitgemacht? Die Aktion ist zwar vorbei, aber bis zum 22. August könnt ihr noch eure Zählungen melden. Die Streifenwanze (Graphosoma lineatum) gehört zur Gruppe der Wanzen, die sich durch ihre vielfältigen Formen und Lebensweisen auszeichnet. Das markanteste Merkmal des friedlichen Pflanzensaugers sind die schwarz-roten Streifen, die der Abschreckung von Feinden dienen. 

Als wärmeliebende Art bevorzugt die Streifenwanze sonnige Wiesen, Ödland und Wegränder als Lebensraum und fühlt sich bei uns in Rheinhessen natürlich total wohl. Mit einer Blumenwiese im Garten, die Doldenblütler enthält, könnt ihr längst nicht nur den Wanzen bei der Nahrungssuche helfen.


Alle Fledermausfans und solche, die es noch werden können, aufgepasst: NABU und NAJU Mainz stehen euch Rede und Antwort rund um das Thema Fledermäuse.

WANN: 21. August von 14:00-18:00 Uhr

WO: Victor-Hugo-Ufer, am Mainzer Winterhafen


Bei einer Fledermaus-Rallye gibt exklusive Plätze für eine Fledermausexkursion am Samstag den 28. August in Mainz zu gewinnen. Am Infostand neben dem Fledermausdetektor informieren die ehrenamtlichen Naturschützer*innen außerdem vielfältig über Fledermäuse. Auch bei Fragen und Problemen rund um die Handflügler findet man hier hilfsbereite Ansprechpartner*innen.


Foto: NABU/Dietmar Nill


Meldungen der Woche 2021 | 32/52

Der Insektensommer geht seit letzten Freitag in die zweite Runde: Naturfans sind noch bis zum 15. August bundesweit aufgerufen, die Vielfalt der Insekten in ihrer Umgebung zu zählen und unter www.insektensommer.de online zu melden.

 

Zum Beispiel diese Große Wollbiene in Bad Kreuznach: Hier schabt sie gerade die weißen Haare einer vertrockneten Distel ab, um daraus Brutzellen für die Eiablage zu formen.

 

Jeder kann helfen, Daten zur Vielfalt und Häufigkeit der Insekten zu sammeln! Jetzt im August soll dabei auf einige häufig vorkommende Arten besonders geachtet werden: Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd.


Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Viel Spaß!


Bald vorbei: unser Kinder- Fotowettbewerb! Vielleicht kennt ihr naturbegeisterte Kinder, die mitmachen wollen? Alles, was über den Weg krabbelt, summt oder fliegt kann fotografiert werden.


Wir warten auf Einsendungen von Kindern von 6 bis 10 und 11 bis 14 Jahren aus Rheinhessen und dem Naheland. Neben dem Spaß an der Teilnahme winken kleine Preise und mit etwas Glück schaffen es die Bilder in die Zeitungen.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden
Interessierte hier.


Es ist schon einiges beisammen gekommen und wir sind bereits jetzt erstaunt über die Ergebnisse! 📷


Meldungen der Woche 2021 | 31/52

Es ist erst ein paar Tage her: Der 29.07. war das Datum, an dem wir als Weltbevölkerung alle Ressourcen verbraucht haben, die unser Planet in einem Jahr nachhaltig regenerieren kann!  Das Aktionsbündnis "Rheinland-Pfalz bewegt was" machte mit einer Aktion auf dem Gutenbergplatz in Mainz auf den Erdüberlastungstag aufmerksam.

Würden alle so haushalten wie wir in Deutschland, bräuchten wir 2,9 Erden. Der Anstieg des Ressourcenverbrauchs ist beispiellos in der Menschheitsgeschichte: 1970 überstieg er erstmals die Biokapazität der Erde, im Jahr 2000 lag der Erdüberlastungstag bereits im September. Im letzten Jahr war der Erdüberlastungstag pandemiebedingt drei Wochen später!

Das Aktionsbündnis besteht aus folgenden Akteuren:
Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Rheinland-Pfalz, Bürgerstiftung Pfalz, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland – Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., BUNDjugend Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., BI-Energiewende Mainz, Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz / Saarland, ebasa e.V., Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) e.V., Haus Wasserburg, Kolpingwerk Diözesanverband Mainz, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Lokale Agenda 21 Trier e.V., Naturschutzbund Mainz und Umgebung e.V., Naturschutzjugend Rheinland-Pfalz, UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG, Verkehrsclub Rheinland-Pfalz e.V., Weltladen-Dachverband, WELTfairÄNDERER!

 

Drohnenaufnahmen: Volker Dany


Vor ein paar Wochen sprang uns der Mohn in Rheinhessens Landschaft in die Augen, nun sieht man vielerorts die blaue Blütenpracht der Wegwarte – so wie hier in Bad Kreuznach.


Die Gemeine Wegwarte (Cichorium inytbus) gehört zur großen Familie der Korbblütler. Sie ist eine Botin für den Hochsommer, blüht sie doch von Juli bis September, teils auch noch bis in den November hinein. Zu finden ist sie an warmen, sonnigen Standorten, gern auf trockenen Lehmböden an Mauern und Böschungen, an Wegrändern oder auf Brachen. Die Blüten öffnen sich morgens und schließen sich bereits zur Mittagszeit wieder.

📷 Rainer Michalski


Meldungen der Woche 2021 | 30/52

Aktuell kürt der BUND in Rheinhessen mit Beteiligten aus NABU und GNOR jeden Monat einen Tagfalter zum Schmetterling des Monats. 


Schmetterling des Monats Juli ist der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling!

🦋 Er kommt nur noch in wenigen Stellen in Rheinland-Pfalz vor. In Rheinhessen, im Binger Wald, im Soonwald und im Hunsrück gibt es jeweils noch eng begrenzte Restpopulationen. Im Landkreis Mainz-Bingen kam der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling im vergangenen Jahr noch bei Guntersblum vor. Es ist bislang nicht klar, ob er insbesondere die ungünstigen Witterungsverhältnisse im letzten Winter überstanden hat. 

Mehr zum Schmetterling des Monats gibts hier.

📷 Wolfgang Düring


Mit dieser gelungenen Ansicht einer männlichen Feldwespe schaffte es Ingo Kurtz im letzten Jahr bei unserem Fotowettbewerb unter die TOP 20.

Feldwespen werden leider oft zu Unrecht als Unruhestifter abgestempelt. Obwohl sie menschliche Nahrung nicht anrührt, sondern Insekten jagt, wird sie aufgrund ihres Aussehens mit lästigeren Verwandten in einen Topf geworfen. Feldwespen sind aber gut am schlanken Körperbau und vor allem den im Flug herunterhängenden langen Hinterbeinen zu erkennen. 
Der Feldwespenstaat, der meist nur 30 Arbeiterinnen umfasst, ist selbst im unmittelbaren Nestbereich nicht aggressiv. Feldwespennester zu entfernen ist fast immer überflüssig – selbstverständlich sollte man sich trotzdem nicht zu nah am Nest aufhalten. 

📷: Ingo Kurtz


Meldungen der Woche 2021 | 29/52

Ob Schmetterling, Biene, Spinne oder Assel – zusammen mit der NAJU RLP rufen wir in diesem Jahr zu einem Kinder-Fotowettbewerb auf! Klar, unter unseren Follower*innen dürften nur wenige zur Zielgruppe gehören, aber vielleicht kennt ihr ja naturbegeisterte Kinder, an die ihr unseren Aufruf weitertragen wollt. Alles, was über den Weg krabbelt, summt oder fliegt kann fotografiert werden. 

Wir warten auf Einsendungen von Kindern von 6 bis 10 und 11 bis 14 Jahren aus Rheinhessen und dem Naheland. Neben dem Spaß an der Teilnahme winken kleine Preise und mit etwas Glück schaffen es die Bilder in die Zeitungen. 

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden Interessierte hier. Wir sind gespannt!

📷 Elisabeth Schröder


 

Seit fast 30 Jahren pflegt der NABU Bad Kreuznach und Umgebung bunte Wiesen rund um Laubenheim. Die Flächen zählen zu den artenreichsten Biotopen an der unteren Nahe. In dem vielfältigen Mosaik aus Magerwiesen, Gebüsch und Trockenrasen finden viele hoch spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die anderswo schon lange verschwunden sind ihre Nische. Auf dem Foto sieht man beispielsweise Farbtupfer der Acker-Glockenblume (lila), des Johanniskrauts (gelb), der Bunten Kronwicke (rosa), und vom Dost (rosa).

Ab Anfang September werden die Flächen gemäht, um die Vielfalt zu erhalten. Ohne diese Arbeiten wären sie innerhalb weniger Jahre mit Gebüsch zugewachsen und die Blütenpracht wäre dahin. Für die Arbeiten in den teils überwiegend steilen Hängen werden noch helfende Hände gesucht. Wer hat Lust?

 


Vor knapp einem Monat legte ein kleines Team des NABU Rhein-Selz Hand am Eidechsenhabitat am alten Golfplatz an.


Viel Wurzelwerk und lange Gräser hatten den Hügel erstürmt und die Nutzung für die Eidechsen sehr erschwert.  Eine kleine Fläche vor dem Hügel wurde mit dem Freischneider vom Bewuchs befreit, der Rest in Handarbeit vom Hügel entfernt. Man konnte tatsächlich dabei auch kurz eine Eidechse beobachten. Einige Pflanzen wie die wilde Kamille blieben stehen um die dort ebenfalls festgestellte Raupe des Kamillen-Mönchs (Bild 3) nicht ihrer Nahrung zu berauben.  

📷  Paul Britz/NABU Rhein-Selz


Meldungen der Woche 2021 | 28/52

Im Kurpark in Bad Kreuznach gibt es etwas Neues zu sehen: einen öffentlichen Fledermausdetektor. Der am Naheufer stehende Automat dient dazu, Fledermäuse mehr in das Bewusstsein der Rheinland-Pfälzer*innen zu rücken und die Kenntnisse über Fledermäuse zu erweitern. Letztes Wochenende weihte der NABU Rheinland-Pfalz den Detektor bei einer öffentlichen Veranstaltung vor Ort ein.
Vorsitzende des NABU Rheinland-Pfalz Cosima Lindemann: „Hier fliegen viele Abendsegler zum Teil früh am Abend im freien Luftraum über der Nahe. Ihre Silhouetten erinnern an den Mauersegler. Ebenso sind Zwergfledermäuse, jagend entlang der Vegetation, und Wasserfledermäuse, dicht über der Wasseroberfläche, zu sehen. Der Kurpark mit seinem alten Baumbestand und die Nahe sind ein Hotspot für Fledermäuse. Leider sind sich viele Menschen oft gar nicht bewusst, dass Fledermäuse seit vielen Jahrhunderten mit uns in Dörfern und Städten zusammenwohnen. Dabei sind sie durch die Zerstörung natürlicher Lebensräume, moderne Architektur und Sanierungsmaßnahmen mehr denn je auf die Quartiere in und um Haus und Garten angewiesen.“

Der Fledermausdetektor „übersetzt“ die, für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbaren, Ultraschallrufe der Fledermäuse in den für uns hörbaren Bereich, denn Fledermäuse „sehen“ mit den Ohren. So kann man, mit etwas Glück, auf Knopfdruck eine vorbeijagende Fledermaus hören, die ansonsten möglicherweise unbemerkt geblieben wäre.


Mithilfe der Stadt Bad Kreuznach und der Stadtwerke gelang die Aufstellung dieses Geräts, welches ebenfalls eine dauerhafte passive Erfassung der flinken Flugakrobaten ermöglicht. Zur feierlichen Einweihung kamen sowohl die Oberbürgermeistern von Bad Kreuznach, Frau Dr. Kaster-Meurer, als auch Herr Treis, Präsident der SGD Nord, sowie Vertreter*innen des NABU Bad Kreuznach, der Bad Kreuznacher Stadtwerke und des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz.

Die Personen auf dem Bild: Frau Rubröder (Stadtwerke KH), Herr Sifft (Stadtverwaltung KH), Herr Dr. Sound (MKUEM), Frau Dr. Kaster-Meurer (OB KH), Herr Treis (SGD Nord), Frau Lindemann (NABU RLP), Herr Michalski (NABU KH), Herr Dr. Kiefer (NABU RLP)

📷 NABU/F. Brurein


Schützt die Uhlerborner Düne! Auf dem ehemalige IBM-Freizeitgelände, welches an allen vier Seiten von einem Natur- und Vogelschutzgebiet umgeben ist und mitten im Landschaftsschutzgebiet (FFH-Gebiet „Kalkflugsandgebiet zwischen Mainz und Ingelheim") liegt, ist der Bau einer Reitanlage geplant. Mit Errichtung der Reitanlage wird für Einzelinteressen und die Vorlieben weniger die Chance verspielt, den auf dem Gelände vorhandenen Lebensraum Sandtrockenrasen wieder herzustellen. Intensivierte Nutzung dieser Wege steigert den Stress für den Naturraum, dieser Teil des Waldes wird bald genauso übernutzt sein wie der übrige Lennebergwald. Hier gilt es, Verantwortung für die Belange der Natur zu übernehmen.
Hier gelangt ihr zur Petition.
📷  BI "Schützt die Uhlerborner Dünen", E. Entenmann


Vor knapp einem Monat legte ein kleines Team des NABU Rhein-Selz Hand am Eidechsenhabitat am alten Golfplatz an.


Viel Wurzelwerk und lange Gräser hatten den Hügel erstürmt und die Nutzung für die Eidechsen sehr erschwert.  Eine kleine Fläche vor dem Hügel wurde mit dem Freischneider vom Bewuchs befreit, der Rest in Handarbeit vom Hügel entfernt. Man konnte tatsächlich dabei auch kurz eine Eidechse beobachten. Einige Pflanzen wie die wilde Kamille blieben stehen um die dort ebenfalls festgestellte Raupe des Kamillen-Mönchs (Bild 3) nicht ihrer Nahrung zu berauben.  

📷  Paul Britz/NABU Rhein-Selz


Meldungen der Woche 2021 | 27/52

Erste Arbeiten im Gehölz am Oppenheimer Deich: Der NABU Rhein-Selz im Einsatz für den Hirschkäfer! Zu viert wurden Schilder angebracht, Kleinplastikteile entsorgt und der Zaun verbessert.
Das NABU-Grundstück wird von der Stiftung Umwelt und Natur, Lotto und der Glücksspirale unterstützt. Hier soll dem vom Aussterben bedrohten Hirschkäfer eine neue Heimat geboten werden. Ein langwieriges Projekt, braucht es bedingt durch die lange Entwicklungszeit der Hirschkäferlarven doch einige Jahre, bis sich ein Erfolg einstellen kann!
Nach Ende der Brutzeit soll auf der Fläche in größerem Rahmen Ordnung geschafft werden, denn noch immer ist Altplastik und diverser sonstiger Müll vorhanden.

 
📷 Paul Britz/NABU Rhein-Selz


Die nachtaktiven Igel kriegt man nur ab und an mal zu Gesicht. Der Veranda von Tina Biesinger statten sie einen regelmäßigen Besuch ab! Es wird geschmatzt, gekratzt und sogar gekämpft – wie am Ende des Videos zu sehen.

Am wohlsten fühlen sich Igel in naturbelassenen Gärten, in denen es viele Tiere gibt, die dem Igel als Nahrung dienen. Zufüttern muss man dem Igel nicht – hier bedienen sie sich am Futter für die Katze.


📷 T. Biesinger


Meldungen der Woche 2021 | 26/52

Aktuell kürt der BUND in Rheinhessen mit Beteiligten aus NABU und GNOR jeden Monat einen Tagfalter zum Schmetterling des Monats. Im Juni ist es der Schachbrettfalter. Der Schachbrettfalter (kurz „Schachbrett“ oder „Damenbrett“) hat seinen Namen von der auffälligen Musterung vor allem seiner Oberseite, weshalb er nicht nur von Insidern gut erkannt und von anderen Schmetterlingen unterschieden werden kann. Der Schachbrettfalter kommt in fast allen Regionen in Rheinland-Pfalz vor. Zum Beispiel in Eppelsheim: Auf den bunten Magerwiesen im ehemaligen Munitionsdepot, heute geschützter Landschaftsbestandteil Huckenhof, sieht man es zurzeit an sonnigen Tagen überall flattern.
Mehr zum Schmetterling des Monats
📷 R. Michalski


Reptil des Jahres 2020 – und 2021! Zauneidechsen sind relativ anpassungsfähige Reptilien, die eigentlich keine hohen Ansprüche an ihre Lebensräume stellen. In Rheinhessen könnten sie sich dank der warmen Temperaturen eigentlich überaus wohlfühlen, doch die Bestände gehen kontinuierlich zurück, weil viele geeignete Lebensräume Baugebieten und dem allgegenwärtigen „Aufräumen der Landschaft“ zum Opfer fallen. 

Nur selten hat man das Glück, eine Zauneidechse vor die Linse zu bekommen. Die erste Eidechse wurde uns von Elisa Ritzhofen im Rahmen unseres Fotowettbewerbes im letzten Jahr zugesendet und zeigt ein braunes Weibchen. Die Männchen können zuweilen knallig grün gefärbt sein, wie das zweite Bild von Ursula Gönner zeigt. Da besteht schon die Verwechslungsgefahr mit der viel selteneren Smaragdeidechse, die aber deutlich größer und viel seltener ist.  Am besten kann man die Tierchen früh morgens bei den ersten Sonnenstrahlen fotografieren. Dann sind sie noch träge und blinzeln verschlafen in die aufgehende Sonne. Ihr habt in diesem Jahr schon eine Eidechse gesichtet? Schickt uns gerne eure Beobachtungen zu!

Foto 1: Elisa Ritzhofen
Foto 2: Ursula Gönner/naturgucker.de


Meldungen der Woche 2021 | 25/52

Seit einigen Wochen bettelt der Vogelnachwuchs um Futter, viele Jungvögel haben das Nest schon verlassen. Die meisten Jungvögel verlassen ihr Nest bevor sie fliegen können und verteilen sich in der Umgebung. Mit den Eltern halten sie durch leise Rufe Kontakt und werden von den Eltern noch weiter gefüttert. Junge Rotkehlchen (zu sehen auf dem Beitragsbild) werden beispielsweise noch mindestens 8 Tage lang am Boden weiterversorgt. Nur ganz selten sind Jungvögel tatsächlich verlassen. Lediglich wenn Gefahr im Verzug ist, sollte man Jungvögel an einem geschützten Platz in der Nähe absetzen. Und erst, wenn nach mehrstündiger genauer Beobachtung kein Zweifel besteht, dass das Junge nicht mehr versorgt wird, sollte es in Obhut genommen werden.
📷 Nicole Bußman/naturgucker.de


 Besser verspätet als nie: unsere Statistik der Stunde der Gartenvögel in Rheinhessen und dem Naheland! In 1119 Gärten haben 1626 Vogelfreunde aus der Region im Mai bei der Aktion mitgemacht. Bundesweit waren es übrigens über 140000 Teilnehmende!

Ihr seht: Die TOP 5 in den verschiedenen Kreisen in unserer Region sind relativ ähnlich! Das Rotkehlchen, der Vogel des Jahres 2021, schaffte es übrigens nur in Bad Kreuznach in die TOP 10 und verweilt in den restlichen Gebieten auf Platz 13 – 14. Auf www.stundedergartenvoegel.de könnt ihr in allen Statistiken stöbern.


📷: Alexander Fleischmann

Meldungen der Woche 2021 | 24/52

Blick aus dem fahrenden Zug durch Rheinhessen: Der knallrote Klatschmohn ist momentan überall in der Landschaft zu bestaunen! Die Fotos zeigen Aufnahmen von Gau-Bickelheim, Wallertheim und Sprendlingen.
Der Klatschmohn ist ein typischer Getreidebegleiter. Heute findet man ihn aufgrund der verbesserten Saatgutreinigung des Getreides und dem Einsatz von Herbiziden weniger auf den Feldern selbst sondern vor allem auf Ausweichflächen wie Straßenböschungen, Brachen oder an lichten Ackerrändern. Seine winzigen Samen werden nämlich weit verbreitet, sodass er rasch neue Flächen besiedelt.

📷 : R. Michalski

Meldungen der Woche 2021 | 23/52

Auch auf dem Balkon und im Hinterhof kann man Insekten entdecken und etwas für die Tierwelt in der Stadt (und auch auf dem Land!) tun. Wildbienen, Schwebfliegen & Co. sind mobil und fliegen einige hundert Meter auf der Suche nach Nahrung. So auch diese Wiesenhummel, die an einer Lavendelblüte in der Mainzer Neustadt Nektar tankt. Wer die nützlichen Tierchen unterstützen möchte, pflanzt viele verschiedene heimische Pflanzen, lässt sie über den Winter stehen und hilft ihnen so zu überleben. Lavendel, Thymian, Rosmarin und Salbei eignen sich hervorragend für eine Pflanzung im Blumenkasten. Wer etwas mehr Platz hat, kann Wildrosen (zum Beispiel Rosa arvensis) pflanzen. Hier findet ihr zahlreiche Tipps für mehr Vielfalt auf kleinstem Raum. 
📷 Lara Munsch

Nachwuchs bei den Störchen: Schon vor ein paar Wochen schlüpften die Küken in schwindelerregender Höhe auf einem Strommast in Mainz-Laubenheim. Eine Zusammenarbeit der Mainzer Netze GmbH mit dem NABU macht den Einblick ins Storchennest per Live-Stream möglich, auf dem Youtube-Kanal der Mainzer Stadtwerke.

Störche auf Strommasten: Das kann, muss aber nicht funktionieren. Laut der Mainzer Netze GmbH wurden im letzten Jahr 46 Nester von Ingelheim bis Biebesheim gezählt, die meisten rund um Mainz- Laubenheim, im Bodenheimer und im Hessischen Ried. 

Wichtig ist hier die Zusammenarbeit der Netzbetreiber mit den Naturschutzbänden, den Vogelwarten und den Naturschutzbehörden. Komplikationen reichen vom Ausfall der Stromversorgung durch herunterhängende Neste, über die Schädigung ganzer Strommaste durch die Last des mehrere hundert Kilo schweren Nestes. Aber auch die Störche brüten nicht in Sicherheit: Es besteht die Gefahr vor Überschlägen und Nestbränden.

Für jeden Standort gibt es unterschiedliche Lösungsansätze, wie zum Beispiel das Bereitstellen von alternativen Nistmöglichkeiten oder das Stutzen von herabhängenden Ästen.

Meldungen der Woche 2021 | 22/52

Ob Schmetterling, Biene, Spinne oder Assel – zusammen mit der @naju_rlp rufen wir in diesem Jahr zu einem Kinder-Fotowettbewerb auf! Klar, unter unseren Follower*innen dürften nur wenige zur Zielgruppe gehören, aber vielleicht kennt ihr ja naturbegeisterte Kinder, an die ihr unseren Aufruf weitertragen wollt. Alles, was über den Weg krabbelt, summt oder fliegt kann fotografiert werden. 
Wir warten auf Einsendungen von Naturfotografien, gemacht von Kindern von 6 bis 10 und 11 bis 14 Jahren aus Rheinhessen und dem Naheland. Neben dem Spaß an der Teilnahme winken kleine Preise und mit etwas Glück schaffen es die Bilder in die Zeitungen. 

 

 

 


📷 Zugelassen sind Fotografien und Schnappschüsse, die im Jahr 2021 in Rheinhessen und dem Naheland entstanden sind. Ab dem 17. Mai bis einschließlich 29. August, also bis zum Ende der Sommerferien, können pro Teilnehmer*in maximal 3 Fotos mit jeweils maximal 6 MB unter Fotowettbewerb@NABU-RLP.de eingereicht werden. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden Interessierte hier. Wir sind gespannt!

Diesen Rüsselkäfer hat Christine Schwarz im letzten Jahr in Mainz-Hechtsheim entdeckt, im Rahmen unseres Fotowettbewerbs eingesendet und es unter die TOP 20 geschafft. Und jetzt wirbt er hier für eine NABU-Zählaktion: Der Insektensommer ist vor ein paar Tagen in die erste Runde gegangen! Die Anleitung zur Aktion und die Meldung der beobachteten Insekten findet ihr auf www.nabu.de/insektensommer oder über die kostenlose App „Insektenwelt“. 

Hättet ihr gewusst, dass es sich um einen Käfer handelt? Falls ihr euch bei der Bestimmung der Insektenordnungen noch unsicher seid, dann schaut mal hier vorbei!

Eure Mithilfe ist gefragt: Am Wochenende bei einer Fledermauszählung in Rheinland-Pfalz.
Bestandsschätzungen von Fledermäusen sind sehr schwierig, da die nachtaktiven Tiere sehr unauffällig leben und über das Jahr oft mehrere Quartiere bewohnen. Der bereits siebte Fledermauszensus soll dabei helfen, einen besseren Überblick über den Bestand der Fledermäuse in unseren Städten und Dörfern zu erhalten. Je mehr Quartiersbesitzer*innen mitmachen, umso besser. 

Wer Fledermäuse am Haus hat, erkennt dies meist nur anhand des Fledermauskotes, der unterhalb des Quartierausfluges auffällt. Die kleinen schwarzen Knödelchen eignen sich optimal zum Blumendüngen. Ganz sicher ist man, wenn man den Ausflug der Fledermäuse aus dem Quartier am Abend beobachtet. Am besten postiert man sich dazu bei Sonnenuntergang schräg unterhalb des Ausfluges der Tiere. Die Silhouetten der flinken Flugakrobaten sind dann vor dem noch hellen Himmel gut zu sehen, eine Taschenlampe braucht man also nicht. 

Auf www.nabu-rlp.de findet ihr weitere Infos zum Projekt und einen Meldebogen zur Aktion.

Meldungen der Woche 2021 | 21/52

Ernüchternde Nachrichten aus  dem Wanderfalkenhorst am Wormser Dom: Leider ist in diesem Jahr keine Brut mehr zu erwarten.  Auf der Website der Stadt Worms berichtet Ruth Hammann-Jähme: „Über den ganzen Monat April konnte man sporadische Besuche beobachten: Abwechselnd, aber durchaus am gleichen Tag, sah man den jungen Terzel, das etwas ältere Wanderfalkenweibchen und gerade in den ersten beiden Wochen regelmäßig einen Turmfalken. (…) Die letzte erstaunliche Sichtung des jungen Terzels war am 29.04.21, da konnte man sehen, dass er einen Beutevogel in den Horst getragen hat. Ob er damit immer noch eine potenzielle Gefährtin überzeugen wollte, oder ob er einfach ein Proviantlager brauchte, kann man nicht wissen.“ Durch das fortgeschrittene Frühjahr kann davon ausgegangen werden, dass sich in diesem Jahr kein Brutpaar am Wormser Dom einfindet.

 

📷 Webcam-Bilder: NABU Worms-Wonnegau mit Unterstützung der EWR AG.  Hier geht‘s zur Webcam.

Habt ihr dieses relativ große, blau-schimmernde Insekt in diesem Jahr schon beobachten können? Die Rede ist von der Großen Holzbiene (Xylocopa violacea), der größten heimischen Wildbienenart – sie wird fast 3 cm groß! Der gelbe Strich auf dem Rücken dieses Exemplars kommt vom Pollensammeln. Die Holzbiene hat ihren Namen von ihrer Angewohnheit, kleine Höhlen in morsches Holz zu bohren, in denen sie dann nistet. Das Holz ist allerdings nur dann als Nistplatz attraktiv, wenn es trocken und mürbe ist.  Das Foto ist eine Einsendung von Antje Fries aus dem letzten Jahr für unseren Fotowettbewerb, welches wir euch nicht vorenthalten wollten. Gerade im Zusammenspiel mit dem pinken Löwenmäulchen kommen die metallisch schimmernden Flügel wunderbar zur Geltung.
📷 Antje Fries

Meldungen der Woche 2021 | 20/52

Und schon ist die Stunde der Gartenvögel wieder vorbei. Die Ergebnisse sind noch lange nicht final – bis zum 24. Mai könnt ihr eure Ergebnisse vom Wochenende noch nachtragen – aber schon jetzt kann sich die Aktion über tausende Teilnehmende freuen. In Rheinhessen und dem Naheland waren es mindestens 1163 Naturinteressierte, die über 20000 Vögel zählten! Wir sind gespannt, ob die Zahlen noch weiter nach oben klettern. Auf dem Kreuznacher Friedhof beispielsweise wurden am Sonntagmorgen 18 verschiedene Vogelarten beobachtet! Schon einmal ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren. Hier ein paar Impressionen aus Bad Kreuznach und Mainz vom Wochenende.


📷 1: Bad Kreuznach, R. Michalski, 📷 2: Bad Kreuznach, A. Fleischmann, 📷 3: Mainz, E. Schröder, 📷 4: Mainz, K. Welsch

Die ersten Sonnenstrahlen an diesen eher kühlen Frühlingstagen haben sie hervorgelockt: Die Gemeinen Rosenkäfer sind trotz ihres Namens keine Schädlinge, und mit fast 2 cm Länge auch beachtlich groß. Sogar mit der Handykamera kann man die Insekten bestens untersuchen und die weißen Haare, wie bei diesem Exemplar aus Bad Kreuznach, auf dem Panzer sichtbar machen. Ihre Leibspeise sind zarte Blütenblätter und Pollen, doch nennenswerte Schäden richten sie nicht an. Gartenfreunde, die um ihre Rosenblüten fürchten, können sich daher beruhigt zurücklehnen und den goldgrün glänzenden Prachtstücken bei ihrem eher behäbigen Gekrabbel zuschauen.

 

🔎 Wer auf Rosenkäfer-Pirsch gehen möchte, sollte nach den weißen Blütenständen von Prachtspiere, Holunder und Hartriegel Ausschau halten, denn dort halten sie sich bei sonnigem Wetter gerne auf. Mit einem Komposthaufen oder einem Stapel aus morschem Holz in einer ruhigen Gartenecke kann man Rosenkäfern einen perfekten Platz für die Eiablage schaffen, denn ihre Larven ernähren sich von verrottendem Holz. 

📷 Alexander Fleischmann

Seit April kürt der BUND in Rheinhessen jeden Monat einen Tagfalter zum Schmetterling des Monats. Mit dabei sind auch Beteiligte aus NABU und GNOR. Klar, dass wir euch diese Aktion nicht vorenthalten wollen!
Schmetterling des Monats Mai ist der Schwalbenschwanz. Er ist bereits geschlüpft und kann seitdem vorzugsweise in warmen Offenlandbiotopen und auf Bergkuppen, wie z.B. dem Scharlachkopf in Bingen oder dem Rothenfels in Bad Kreuznach, beobachtet werden.


Der Schwalbenschwanz ist in Rheinland-Pfalz als Art der Vorwarnliste eingestuft. Er gilt nach dem Bundesnaturschutzgesetz als „besonders geschützt“.

📷 Wolfgang Düring

Meldungen der Woche 2021 | 19/52

Was diese Blütenknospe wohl so besonders macht? Diese Ringeltaube wird es wissen. Im Rahmen unseres Fotowettbewerbs aus dem letzten Jahr hat Niels Petersen hier genau im richtigen Moment den Auslöser betätigt und es mit diesem Foto sogar unter die TOP 20 geschafft!


Ringeltauben sind sowohl in Parks und Gärten als auch in Wäldern und auf Wiesen und Feldern anzutreffen. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass ihr sie bei der am Wochenende stattfindenden Stunde der Gartenvögel zu Gesicht bekommt! Macht mit und schickt uns gerne ein Bild von eurer Teilnahme, damit wir ein paar Impressionen aus der Region sammeln können!

📷 Niels Petersen

 

Lasst uns dieses Wochenende gemeinsam unsere heimische Vogelwelt unter die Lupe nehmen. Im letzten Jahr zählten Rheinhessen und das Naheland 28 972 Vögel in 1118 Gärten! Jeder kann mitmachen – ob Vogelexperte oder Laie. Macht ihr mit bei der Stunde der Gartenvögel?  Mitmachen geht so: Von jeder Vogelart wird nur die höchste Anzahl notiert, die im Laufe der Stunde gleichzeitig entdeckt werden kann. Ob Spatz, Elster oder Stieglitz – jede Beobachtung trägt zum Erfolg des Projekts bei. Denn je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Gartenvögel“ teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, die schließlich Rückschlüsse auf schleichende Veränderungen unserer Artenvielfalt ermöglichen. Weitere Infos gibt’s unter:

 

www.stunde-der-gartenvoegel.de

Meldungen der Woche 2021 | 18/52

 

Eine feuchte Nacht, ein regnerischer Tag, und auf einmal hängen ganze "Schneckenclubs" an der Gartenmauer. Die Tiere sind gelb oder rosa gefärbt, manche haben ein auffälliges Spiralmuster aus einem oder mehreren Streifen: Bänderschnecken. Je nach Färbung am Rand der Gehäuseöffnung handelt es sich um Weiß- oder Schwarzmündige Bänderschnecken, also trotz der großen Zeichnungs- und Farbvielfalt nur um Tiere aus zwei Arten.
Immer wieder erhalten wir Anfragen zu diesen Tieren - manche nur neugierig, manche besorgt um die Pflanzenpracht in ihrem Garten. Doch wir können beruhigen: Die hübschen Tiere sind harmlos und erfüllen als Abfallverwerter eine wichtige Funktion in der Natur. Sie ernähren sich überwiegend von abgestorbenen Pflanzenteilen oder Algen und lassen die Gartenpflanzen meistens in Ruhe. 

 

Aber wie kommt es zu den Schneckenversammlungen im Garten? Im feuchten Laub unter dichten Büschen und Hecken lässt es sich für Bänderschnecken gut leben. Diese Bedingungen sind auch für die Vermehrung optimal, und so findet man sie hier in hoher Dichte. Bei Nacht und tagsüber bei feuchtem Wetter verlassen sie die Deckung und weiden die Algen auf Mauern und Wegen ab.

 

 

📸 Rainer Michalski

 

 

Heute ist der deutsche Erdüberlastungstag. Das ist der Tag, bis zu dem die Deutschen so viel von der Erde beansprucht haben, wie die Ökosysteme in einem Jahr erneuern können. Würde die ganze Welt so viele Ressourcen verbrauchen wie wir, dann bräuchten wir drei Erden. Darauf macht das Aktionsbündnis "RLP bewegt was" aufmerksam, in dem sich viele Umwelt- und Entwicklungsgruppen des Landes - auch der NABU Mainz und Umgebung - zusammengeschlossen haben.

 

Nicht alle Länder verbrauchen so viel Ressourcen wie Deutschland. Das Datum des internationalen Erdüberlastungstags wird am 05.06. bekannt gegeben. Bis dahin ruft das Aktionsbündnis "RLP bewegt was" dazu auf, im Rahmen des „Guess the date“-Wettbewerbs einen Tipp abzugeben, wann dieses Jahr international die Ressourcen unseres Planeten aufgebraucht sein werden.

 

 

Meldungen der Woche 2021 | 17/52

Ein Eisvogel putzt sich sein Gefieder am Guldenbach: Ein schöner Moment, eingefangen von Oliver Zimmermann. Der Eisvogel brütet an langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit reichem Angebot an Kleinfischen und Sitzwarten. Dieses Exemplar wurde beispielsweise am Guldenbach bei Bad Kreuznach gesichtet –auch an der Nahe und dem Laubenheimer Ried sind Beobachtungen von Eisvögeln möglich. Hier noch ein kurzer Bericht des Fotografen:
„Das Weibchen hat Einzug gehalten und hält sich die meiste Zeit in der Brutröhre auf. Sobald sie ausfliegt, nimmt das Männchen unmittelbar den Platz in der Brutröhre ein. Dies könnte darauf hindeuten, dass die beiden aktuell schon am Brüten sind und wir uns bald über Nachwuchs freuen können.“
📸 Oliver Zimmermann

Auf diesem witzigen Keramik-Ausguck in einem Garten in Stadecken-Elsheim hockt eine Meise zufrieden mit ihrer Insektenbeute im Schnabel, fotografiert von Hugo Büttner anlässlich unseres Fotowettbewerbs im letzten Jahr. Ob diese Meise sich auch dieses Jahr wieder zur Stunde der Gartenvögel blicken lässt? 
Am Wochenende vom 14. – 16. Mai findet die bundesweite Zählaktion statt, bei der jeder mitmachen kann – ob Vogelexpert:in oder Laie! Die Kohlmeise hat es im letzten Jahr in allen Landkreisen in Rheinhessen und dem Naheland unter die TOP 3 geschafft – die Chancen stehen also groß, dass sie auch auf eurer Zählliste landet!

 


📸 Hugo Büttner

Sriiiii, sriiiiii! Über Städten und Dörfern sind ganz aktuell wieder die schrillen Rufe der Mauersegler zu hören, die aus ihren afrikanischen Winterquartieren ins Brutgebiet zurückgekehrt sind. Diese unglaublichen Vögel verbringen den größten Teil ihres Lebens in der Luft, wo sie nach Insekten jagen und sogar schlafen. Bei ihren rasanten Flugspielen können sie bis zu 200 km/h schnell werden! Nur zum Brüten und zur Aufzucht der Jungen müssen sie auf festen Boden zurückkehren. Ihre Nistplätze finden sie unter Dächern und in Mauerlöchern möglichst hoch über dem Erdboden. Leider gehen durch Gebäudesanierungen viele Nistplätze verloren, doch mit speziellen Mauerseglerkästen kann Ersatz geschaffen werden. Seid ihr interessiert? Hier gibt es Baupläne! 
📸 Detlef Metzer/Naturgucker.de

Wie sicher ist das Radfahren in unserer Region? Seit einem Monat schon ruft der SWR zusammen mit diversen Verbänden dazu auf, Gefahrenstellen für Fahrradfahrer*innen oder auch gelungene Radfahrkonzepte zu melden. Nun wurde die Mitmachaktion #BesserRadfahren bis zum 29. April verlängert.

 

Letzte Chance ergreifen und Gefahrenstellen online melden!

 

 



📷 Helge May

Meldungen der Woche 2021 | 16/52

Aurora-Falter sind wunderschöne Tagfalter, die den Frühling verkünden. So wie dieses Exemplar, welches in der Nähe des Altheins bei Eich/Gimbsheim fotografiert wurde – auch wenn das Bild zugegebenermaßen schon vor 4 Jahren geknipst wurde ;) Das zweite Foto zeigt euch Oberseite mit den typischen, orangenen Flügelspitzen.
Wer etwas für den Falter im eigenen Garten tun will, der kann auf der Wiese eine Fläche mit Wiesenschaumkraut stehen lassen. Dort können sich nämlich die Raupen des Aurora-Falters verpuppen. Den Bereich sollte man dann bis zum nächsten Jahr stehen lassen. Auch die Knoblauchsrauke ist eine beliebte Futterpflanze, die man z.B. oft an Wegrändern findet und wunderbar stehen lassen kann.


📸 1: Stella Mielke/naturgucker.de
📸 2: Rainer Michalski

 

 

 

 

Updates zum Neubau des NABU Naturschutzzentrums Rheinauen: Die Außenarbeiten gehen schnell voran. Mittlerweile sind auch die Leitungen im Hauptgebäude verlegt und der Estrich wird ab nächste Woche eingebaut. Die Werkstatt Biologische Vielfalt ist fertig und wir gerade innen eingerichtet. Wer mehr über den Bau des Naturschutzzentrums erfahren will, kann auf www.nabu-rheinauen.de nachschauen!


📸 NABU Naturschutzzentrum Rheinauen

Blick ins Storchennest bei Laubenheim: Eine Zusammenarbeit der Mainzer Netze GmbH mit dem NABU macht es möglich! Auf den Freileitungsmasten rund um Mainz gibt es auch in diesem Jahr zahlreiche Nestbau- und Brutaktiväten von Weißstörchen. Die Region rund um Mainz und Wiesbaden gilt als eine der am dichtesten besiedelten Storchenregionen in Europa.
Da die Brutzeit normalerweise 30 bis 32 Tage dauert, ist mit Nachwuchs vermutlich zwischen dem 23. und 26. April zu rechnen – also ziemlich bald! Wer möchte, kann im Internet auf dem Youtube-Kanal der Mainzer Stadtwerke sowie auf der Internetseite der Mainzer Netze in den kommenden Wochen die Störche hautnah begleiten.

 

📸  Ausschnitt aus dem Livestream

Meldungen der Woche 2021 | 15/52

Der SWR wieder zu Gast in den Rheinauen: Das Naturmagazin „natürlich!“ besuchte vor ein paar Wochen das Naturschutzzentrum Rheinauen. Herausgekommen ist ein Beitrag, der einen kurzen Einblick in den Auenservice gewährt. Und dabei einen schlafenden Gast entdeckt…

 

Zu finden ist der Beitrag unter www.ardmediathek.de, Suchwort „Storch und Frosch“ oder unter diesem Link!

 

Saisonstart für den Großen Wiesenknopf: 12 Wildkräuter für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling! Der NABU Rhein-Selz befindet sich, zusammen mit der Kreisverwaltung Mainz Bingen, aktuell in der zweiten Phase eines Projektes zum Schutz der gefährdeten Schmetterlingsart und zur Steigerung der Artenvielfalt in den Stromtalwiesen bei Oppenheim.
2020 startete das Projekt mit der Planung, Erarbeitung der Zielsetzung und den ersten Schritten zur Umsetzung im November. Nach Auswahl der Fläche wurden im November 2020 ca. 50 Große Wiesenknöpfe gepflanzt. Auch Kriechender Günsel (Nektarpflanze für die Wollbiene) der Teufelsabbiss – fanden Platz. Hinzu kamen noch ca. 20 verschiedene Sämereien aus Regionalsaaten. Die gepflanzten Wildkräuter sind gut angewachsen, man erkennt schon den ersten Aufwuchs.
Vor zwei Wochen wurden weitere Wildkräuter, welche der Wiesenknopf-Ameisenbläuling gerne anfliegt und als Nektarpflanzen nutzt, ausgesät.

 

Als Vorbereitung auf eine geplante Exkursion am 15.05. wurden kleine Robinienpfähle mit beschrifteten Schildern zur späteren Bestimmung, auch für Besucher die sich weniger gut auskennen, angebracht. In ein paar Wochen soll geprüft werden, ob die notwendige rote Knotenameise auf der Projektfläche vorkommt. Die Fläche steht unter ständiger Beobachtung. Unerwünschte Beikräuter beispielsweise müssen entfernt werden. Danke an die Projektleiter Werner Schmitt und Jochen Eidel für die Durchführung und das Projektupdate!


📸 1 und 3: NABU Rhein-Selz
📸 2: Paul Britz

Habt ihr so etwas schon mal gesehen? Ein leuchtend blauer Fleck mitten in den Weinbergen: Weinbergs-Traubenhyazinthen (Muscari neglectum) zählten früher zu den typischen Arten der Weinbergsflora, doch heute sind sie nur noch selten zu finden. Um so erfreulicher war der Fund in den Weinbergen zwischen Bad Kreuznach und Hackenheim. „Die stehen doch in jedem 2. Vorgarten", könnte man jetzt einwenden. Doch bei den hübschen Gartenpflanzen handelt es sich meist um die nicht heimische Armenische Traubenhyazinthe und ihre zahlreichen Kulturformen. Mit der Nase lassen sich die beiden Arten unterscheiden. Während die heimische Art mit einem zarten Pflaumenduft bezaubert, ist die Armenische Traubenhyazinthe geruchlos. Auf jeden Fall sind beide Arten bei unseren Wildbienen sehr beliebt.

📸: Rainer Michalski

Meldungen der Woche 2021 | 14/52

Die warmen Sonnenstrahlen der letzten Tage haben vielerorts Wildbienen aus ihren Nestern gelockt. Aus Wörrstadt bekamen wir Videos von Frühlings-Seidenbienen (Colletes cunicularius) zugesendet: Ihr seht sie hier beim Herumschwirren über den Nestern und bei der Paarung. Das Gewimmel auf dem Rasen ist übrigens harmlos: Es handelt sich um Männchen von Sandbienen aus verschiedenen Arten, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können. Haben sich die Bienenmännchen verpaart, sterben sie und das Gewimmel nimmt schlagartig ab.


📸 A. und M. Wolf

Nicht nur in Wörrstadt, auch in Bad Kreuznach war das Gewimmel in der letzten Woche groß! Durch die kühlen Temperaturen wurde das rege Treiben jedoch unterbrochen. Sobald es wärmer wird, geht die Paarungszeit auch hier wieder los. Auf dem Video kann man es nicht so gut erkennen, aber es handelt sich hier ebenfalls um die Frühlings-Seidenbiene. Völlig harmlos.

 

📸 Rainer Michalski

Sie sind wieder in Rheinhessen eingetroffen: die Mehlschwalben! Hier seht ihr hunderte Mehlschwalben, die über dem Rhein bei Nierstein auf Nahrungssuche gehen. Schwalben leben knapp die Hälfte des Jahres in unseren Breiten, die andere Hälfte überwintern sie südlich der Sahara. Jetzt ist genau die Zeit, in der sowohl Mehl- als auch Rauchschwalbe wieder aus Afrika zurückkehren. Habt ihr dieses Jahr auch schon Schwalben gesichtet?


📸 P. Britz/NABU Rhein-Selz

Meldungen der Woche 2021 | 13/52

Und noch so ein Winzling: Der Dreifinger-Steinbrech ist ein echter Überlebenskünstler mit einem Faible für die Bundesbahn. Ursprünglich war er hauptsächlich auf trockenen, extrem flachgründigen Standorten zu finden, doch in den letzten Jahrzehnten hat er sich entlang der Bahngleise deutschlandweit verbreitet. Kein Wunder, denn entlang der Schotterbetten und auf vielen Bahnsteigen herrschen ähnliche Bedingungen wie in ihrer steinigen Heimat: Ausreichend Wasser gibt es nur für einen kurzen Zeitraum im Frühjahr, Nährstoffe sind Mangelware und bei Sonnenschein wird es schnell sehr warm. Also wächst das nur wenige Zentimeter große Pflänzchen in kürzester Zeit heran, blüht und verbreitet seine Samen. Die feinen Drüsenhaare sind ein Sonnenschutz.
Foto: Rainer Michalski

Heute vor einem Jahr haben wir diesen Instagram-Kanal eröffnet, um euch mit Informationen rund um die Natur in unserer Region und die Arbeit der NABU-Ortsgruppen zu versorgen. Deswegen wollen wir uns an dieser Stelle noch einmal kurz vorstellen: Wir sind die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe und vernetzen und unterstützen von Albig aus die NABU Gruppen Alzey, Bad Kreuznach, Bingen, Mainz, Rhein-Selz und Worms-Wonnegau. Schön, dass ihr auf unserem Kanal gelandet seid und euch für den regionalen Naturschutz interessiert! Wir hoffen, dass wir euch in den kommenden Monaten neben unseren üblichen Naturinfos endlich auch wieder mit Veranstaltungshinweisen aus der Region versorgen können.
📸: Rainer Michalski

Kein Aprilscherz: Höchste Zeit, noch schnell eure Insektenhotels aufzumöbeln! Denn bereits jetzt herrscht reger Flugverkehr, beispielsweise bei den Mauerbienen. Mit der Zeit ist es nicht unüblich, dass Nisthilfen über die Jahre verwittern – das abgebildete Insektenhotel beispielsweise steht bereits seit einigen Jahren im Freien und wird von den Wildbienen nicht mehr angenommen. Die Bohrlöcher sind zum Teil eingerissen, hier und da haben sich Pilze breit gemacht, da das Holz feucht wurde. Mit einem Swipe nach links könnt ihr euch unsere Tipps für den Bau einer neuen Nisthilfe ansehen! Bitte werft das aussortierte Material nicht weg, sondern legt es an einem sonnigen, möglichst trockenen Platz aus, damit eventuelle Bewohner noch ausziehen können! 
Foto und Grafik: Elisabeth Schröder

Meldungen der Woche 2021 | 12/52

Frühling im Stadtpark in Mainz: Seit rund zwei Wochen sind knalligen Blausterne dort nicht mehr zu übersehen. Sie gehören zu den Frühblühern und sind damit eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten im neuen Jahr. An Wildstandorten sind die Blausterne übrigens streng geschützt. Auch bei den Blausternen im Stadtpark gilt: nur gucken, nicht abpflücken!

📸 Elisabeth Schröder

++ Leider ausgebucht ++

Tagfalter in Bingen, Rheinhessen und im
Soonwald: In diesem Jahr gibt es den beliebten Schmetterlingsvortrag als Videokonferenz! Heute entführt der Schmetterlingsexperte Wolfgang Düring online in die faszinierende Welt der
Schmetterlinge - leider ist das Zoom Meeting schon voll, dieses wunderschöne Bild des Kronwicken-Bläulings wollten wir euch jedoch trotzdem nicht vorenthalten. Wir freuen uns sehr, dass so viele das Online-Angebot wahrnehmen wollen!

📸 Kronwicken-Bläuling von Wolfgang
Düring

Die Versorgung von verletzten oder verwaisten Wildvögeln mit artgerechter Nahrung verschlingt nicht unerhebliche Gelder. So beteiligte sich der NABU Rhein-Selz mit mehr als 1000 € an den Kosten für die Fütterung von Kleinvögeln mit Insekten unterschiedlichster Arten. Da war es ein großer Glücksfall, dass die Naturschützer über lange Jahre völlig kostenlos (unbehandelte!) Labormäuse für die Versorgung zahlreicher Greifvögel, Graureiher und Rabenvögel bekommen konnten. Doch eben diese „Quelle“ ist ganz plötzlich versiegt, sodass von nun an horrende Kosten für den Einkauf tiefgefrorener Mäuse und Hühnerküken entstehen. Auf www.nabu-rhein-selz.de könnt ihr den NABU Rhein-Selz unterstützen.

📸: Nikolaus Strupp

Meldungen der Woche 2021 | 11/52

Etwas lädiert nach der monatelangen Winterruhe ist dieser Kleine Fuchs. Die ersten warmen Sonnenstrahlen haben ihn geweckt und aus seinem Versteck gelockt. 
Schon im Herbst war dieser Falter geschlüpft, nun wartet er auf ein Weibchen und patroulliert in immer gleichen Runden in seinem Revier an einem Feldweg bei Hackenheim. Zwischendurch lässt er sich öfter mal nieder und tankt mit weit ausgebreiteten Flügeln Wärme. Wenn alles für ihn gut geht, wird er noch bis in den April unterwegs sein und für Nachwuchs sorgen. Um so wichtiger ist für ihn nun ein gutes Nektarangebot. Dafür braucht er frühe Blüher wie Salweide, Huflattich oder Schlehe.


Foto: Alexander Fleischmanm

Aufruf zum globalen Klimastreik! Am Freitag den 19.03. findet wieder eine weltweite Demo von Fridays For Future statt. Ob in Alzey, Bingen, Bad Kreuznach, Mainz oder Worms – seid dabei und macht euch stark für den Klimaschutz! Hier habt ihr einen Überblick über die verschiedenen Aktionen in Rheinhessen und dem Naheland.

Schnabel an Schnabel – bis zum Schluss blieb die Vogelwahl spannend. Doch nun steht der gefiederte Sieger fest: Vogel des Jahres 2021 ist das Rotkehlchen! Das freut uns natürlich besonders, denn auch wir haben für unser Rheinhessenkehlchen die Werbetrommel gerührt.  Das Rotkehlchen ist bei uns in Rheinhessen, aber auch allgemein in ganz Deutschland sehr häufig anzutreffen. Auch bei unserem Fotowettbewerb im letzten Jahr kamen ein paar Aufnahmen des beliebten Singvogels rein!

Bild 1: Peter-Josef Becker, aufgenommen in Mainz-Gonsenheim
Bild 2: Dieter Neumann, aufgenommen in Zornheim
Bild 3: Matthias Schärf, aufgenommen in Worms-Herrnsheim

Meldungen der Woche 2021 | 10/52

Schon für unser „Rheinhessenkehlchen“ abgestimmt? Für die Wahl zum Vogel des Jahres 2021 ist uns das Rotkehlchen besonders ans Herz gewachsen. Macht mit und unterstützt unser Wahlkampfteam „Rheinhessenkehlchen“ und klickt hier.


Es fordert grüne Gärten anstelle von nacktem Schotter und steht damit für die Natur direkt vor eurer Haustür.
Ihr habt euch entschieden, unser Rotkehlchen-Wahlkampfteam zu unterstützen? Teilt dieses Bild in eurer Story, euren Chats oder sendet es zusammen mit dem Link via E-Mail an weitere Rotkehlchen-Fans!

Einer der ersten Frühblüher unter den Gehölzen ist die Sal-Weide. Ihr Nektarangebot nutzen viele Insekten, die schon früh im Jahr fliegen, zum Beispiel das Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs. Hier hat sich allerdings ein Männchen der Gehörnten Mauerbiene auf dem beliebten Gartengewächs niedergelassen. Das erkennt ihr an dem weißen „Schnäuzer“. Außerdem schlüpfen die Männchen früher als die Weibchen. Die Gehörnte Mauerbiene ist eine der ersten Wildbienen im Jahr. Habt ihr eine Nisthilfe für Insekten im Garten? Dann schaut in den nächsten warmen Tagen mal etwas genauer hin!
Video: R. Michalski

 

In Bodenheim startete am Aschermittwoch eine tolle Aktion: Das Aktionsbündnis „7 Wochen Müll weg“, bestehend aus dem Unverpacktladen Rheinhessen, der Naturschutzgruppe Bodenheim, den Kirchengemeinden und einigen mehr, ruft bis Gründonnerstag dazu auf, in der Gemarkung Bodenheim Müll zu sammeln und koppelt daran auch noch einen Fotowettbewerb
(mehr auf www.wib-bodenheim.de)
Ein toller Anlass, auch bei den eigenen Spaziergängen oder Jogging-Runden mitzuhelfen, die Natur von Müll zu befreien. Einfach eine kleine Tüte oder Tasche mitnehmen und los geht’s! Auch wenn es Müll von Fremden ist – wer Müll aufsammelt, hilft der Natur dabei, gesund zu bleiben! Das Foto zeigt übrigens Eindrücke von einer größeren Müllsammelaktion des NABU Bad Kreuznach aus dem Jahr 2019.

Meldungen der Woche 2021 | 9/52

So klein und schon ein Frühjahrsblüher! Das Frühlings-Hungerblümchen zählt zu den ersten blühenden Pflanzenarten im Jahr. Aber weil es so winzig ist, ist es leicht zu übersehen. Dabei kann man es oft schon direkt vor der Haustür finden. Schaut mal genau hin! Pflasterritzen und Straßenränder sind typische Lebensräume dieser Art, die ursprünglich überwiegend auf sehr flachgründigen Felsstandorten vorkam. Wer dort als Pflanze wächst, muss mit den extremen Bedingungen klarkommen: Wasser steht im Oberboden nur für kurze Zeit im Frühjahr ausreichend zur Verfügung. Daher braucht das einjährige Frühlings-Hungerblümchen nicht mal 2 Monate von der Keimung bis zur Samenreife!
📸 Alexander Fleischmann

Schwung für die Verkehrswende! Der NABU Mainz und Umgebung hat zusammen mit dem ADFC Mainz-Bingen, dem BUND Mainz-Stadt, Greenpeace Mainz-Wiesbaden, Parents for Future Mainz und dem VCD Kreisverband Rheinhessen das Mainzer Radfahrforum gegründet. Mainz fahrradfreundlicher machen - das sollte keine Utopie bleiben!
Eines der ersten Projekte ist der sogenannte "Mapathon", ein Verfahren, mit dem ein Mainzer Radwegenetz konzipiert werden soll. Alle interessierten Bürger*innen sind herzlich dazu eingeladen, an einer Webkonferenz am 10. März teilzunehmen, in der über den aktuellen Stand berichtet und weiter diskutiert wird. Anmelden dafür könnt ihr euch per Mail an amelie.doeres@adfc-mainz.de. Weitere Infos gibt es unter http://mapathon.adfc-mainz.de

Erste Ergebnisse aus den Untersuchungen des Amphibien-Monitorings in den Rheinauen aus dem letzten Jahr: Den vollständigen Bericht könnt ihr unter www.nabu-rhein-selz.de herunterladen. Hier ein Auszug aus dem Bericht von Dr. Barbara Geiger:

 

„Aktuell ist es schlecht bestellt für unsere Amphibien in den Rheinauen. Die Untersuchungen 2020 haben gezeigt, dass vor allem die ehemals sehr häufigen Erd- und Knoblauchkröten kaum noch zu finden sind. Nicht viel besser steht es um Teich- und Kammmolche. Wegen des Klimawandels stehen die Amphibien nun unter zusätzlichem Druck, denn ihre Larven und Kaulquappen können sich nur im Wasser entwickeln. In den letzten Jahren trockneten die Laichgewässer viel zu früh aus, als dass sich eine nennenswerte Anzahl der Larven vollständig entwickeln konnte. Der Wassermangel als Folge des Klimawandels wird als aktuelle hauptsächliche Bedrohung für die Amphibien vermutet. Verschärft wird die Situation durch zunehmende Entnahmen des Grundwassers für die Landwirtschaft und zunehmende Uferfiltratgewinnung für die Trinkwasseraufbereitung. Top-Prädatoren wie Kalikokrebs, Sonnenbarsch, Schwarzmeergrundel in Angelgewässern, hoher Wildschweinbestand sowie weitere Zerstörung von Lebensräumen durch Bebauung sind weitere Beeinträchtigungen.“

Das Bild zeigt den Gewässerzustand im Naturschutzgebiet „Eiskarb“ bei Oppenheim im Mai 2020. Interesse geweckt? Ihr könnt euch aktiv am Monitoring-Projekt beteiligen und mithelfen. Schreibt uns einfach eine Nachricht.

Meldungen der Woche 2021 | 8/52

 

Seit letzter Woche hat der Storch Michel auf dem Hochspannungsmast 27 an der B 41 bei Bad Kreuznach wieder (s)eine Partnerin. Bei der Rückkehr von einem Hundespaziergang beobachtete Wolfgang Rücker den Anflug von zwei Störchen an das Nest. Offensichtlich kennen sich die beiden schon länger, denn sie wirken sehr vertraut. Nach der Begrüßung wurden sie gesichtet, wie sie sich im „Fischrestaurant an der Nahe“ im Überschwemmungsgebiet bedienten! ;)
Habt ihr auch schon Störche in der Region entdeckt?
Fotos:  Wolfgang Rücker

 

 Mancherorts zeigen die ersten Pflanzen bereits ihre Blüten – wie zum Beispiel diese Schneeglöckchen am Laubenheimer Ried bei Mainz am Wochenende. Wo blüht‘s noch in Rheinhessen? Gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) betreibt NABU|naturgucker seit einiger Zeit ein Projekt, bei dem es um Pflanzen geht, die für den Beginn der einzelnen Jahreszeiten typisch sind. Jeder kann Ausschau halten nach Blüten der Gemeinen Hasel, der Sal-Weide, des Kleinen Schneeglöckchens oder anderen Vorboten des Frühlings. Die Beobachtungen können auf www.nabu-naturgucker.de gemeldet werden. Jede Beobachtung stärkt nicht nur die Belastbarkeit dieses Projektes, sondern auch den übergreifenden Datenbestand von NABU|naturgucker. Viel Spaß beim Naturgucken!
📸 Elisabeth Schröder

Der Huflattich besiedelt auch bei uns Wegränder und Böschungen, so wie hier letztes Wochenende in Bad Kreuznach. Die gelben Blüten duften leicht nach Honig. Huflattich ist eine Kräuter- und Heilpflanze, beliebt in Hustentees, Halspastillen und Rachenbonbons. Dafür verwendet man allerdings die Blätter (hier noch nicht zu sehen), die im Mai und Juni gesammelt werden. Aus diesen lässt sich übrigens auch ein nussig schmeckendes, leckeres Gemüse zubereiten. Huflattich sollte aber wegen schädlicher Nebenwirkungen nicht in größeren Mengen verzehrt und nicht dauerhaft als Heilmittel eingenommen werden.
📸 Alexander Fleischmann

Meldungen der Woche 2021 | 7/52

Wir haben uns entschieden: Die Regionalstelle Rheinhessen-Nahe wählt das Rotkehlchen im Rahmen der deutschlandweiten Wahl zum Vogel des Jahres 2021! Macht mit und unterstützt unser Wahlkampfteam „Rheinhessenkehlchen“.
Klar, wir stellen euch bis zur Wahl auch alle anderen Kandidaten vor, aber das Rotkehlchen ist uns einfach besonders ans Herz gewachsen. Es fordert grüne Gärten anstelle von nacktem Schotter und steht damit für die Natur direkt vor eurer Haustür.
Ihr habt euch entschieden, unser Rotkehlchen-Wahlkampfteam zu unterstützen? Teilt dieses Bild in eurer Story, euren Chats oder sendet es zusammen mit dem Link via E-Mail an weitere Rotkehlchen-Fans!

Im November 2020 fand ein aufmerksamer Vogelfreund eine vermutlich im Straßenverkehr zu Tode gekommene Schleiereule nahe Gau-Bickelheim. Beim Bergen des Vogels fiel auf, dass er einen Ring trug. Nach Rückmeldung der Vogelwarte Radolfzell stammt die Jungeule aus dem Raum Lüneburg und hat auf ihrer Wanderschaft auf der Suche nach einem Revier Luftlinie 387 km zurückgelegt. Ein sehr bemerkenswerter Nachweis! Wer einen einen beringten toten Vogel findet, kann die Ringnummer mit allen verfügbaren weiteren Daten auf www.ring.ac eingeben und einen wertvollen wissenschaftlichen Beitrag leisten.
Bild: Joscha Erbes

Trotz der unsicheren Lage haben wir ein vorläufiges Veranstaltungsprogramm für Rheinhessen und das Naheland erstellt. Auf unserer Homepage könnt ihr es ab sofort downloaden.


Aufgrund der aktuell kaum kalkulierbaren Lage können wir leider keine Garantie geben, ob alle Veranstaltungen zum genannten Termin stattfinden können. Bitte informiert euch in jedem Fall vorher bei den jeweils genannten NABU-Gruppen bzw. Kontaktangaben.
Viele Veranstaltungen können in diesem Jahr nur mit vorheriger Anmeldung besucht werden. Beim Besuch der Veranstaltungen gelten selbstverständlich die jeweils aktuellen Hygieneregeln.

Glück gehabt! Dieses Röntgenbild zeigt eine Wacholderdrossel, die nach einer Kollision mit einem Auto benommen und taumelnd am Straßenrand in der Nähe von Alzey gefunden wurde. Bei der Untersuchung in einer Tierarztpraxis stellte sich zum Glück heraus, dass nichts gebrochen ist. Allerdings hat der Vogel ein Schädel-Hirn-Trauma, das er nun in einer Wildvogel-Auffangstation auskuriert. Zurzeit sind viele Trupps von Wacholderdrosseln, aber auch von Rotdrosseln in Rheinhessen-Nahe unterwegs – so etwa letzte Woche in Gau-Odernheim. Heiß begehrt sind bei ihnen die Früchte von Weißdorn, Ilex und anderen Wildsträuchern. Der strenge Frost hat dafür gesorgt, dass die darin enthaltene Stärke zu Zucker und Alkohol umgesetzt wurde - was die Attraktivität noch einmal erheblich steigert. Achtet mal darauf, wenn ihr in der Natur unterwegs seid!


Foto 1: Volker Bradel (Wacholderdrossel) | Foto 2: Harald Becker (Wacholderdrossel) | Foto 3: Ursula Gönner (Wacholderdrossel mit Rotdrossel)

Meldungen der Woche 2021 | 6/52

Die Wahl zum Vogel des Jahres geht weiter.
Auch die Blaumeise wäre ein Sympathieträger aus unseren heimischen Gärten, hier fotografiert von Elisabeth Büttner in Bad Kreuznach. Sie würde nicht nur für mehr Vielfalt in unseren Gärten stehen, sondern auch als Botschafter für Deutschlands Laubwälder wie den Lennebergwald oder das Oppenheimer Wäldchen.

 

Mit Nistkästen kann man der Blaumeise helfen.
Das Abstimmungsformular für die Hauptwahl findet ihr auf www.vogeldesjahres.de. Bis zum 19. März können Stimmen abgegeben werden. Noch am gleichen Tag wird der gefiederte Wahlsieger verkündet und zum „Vogel des Jahres 2021“ ernannt.

Foto: Elisabeth Büttner

 

Ein Anblick, der normalerweise typisch für den Herbst ist: Kraniche, die in Richtung Süden ziehen! Im Januar gab es bereits erste, sehr frühe Meldungen von Kranichen auf dem Weg nach Nordosten. Anscheinend treibt die Kälte die Vögel wieder zurück nach Süden. Tatsächlich sind die aktuellen Kranichbeobachtungen nicht ganz einfach zu interpretieren. Momentan deuten die Beobachtungen auf einen bunten Mix aus frühen Rückkehrern aus den Winterquartieren – Flugrichtung Nord bis Nordost – und „Hierbleibern“, die gar nicht weggezogen waren und nun teils vor Schnee und Frost ausweichen – Flugrichtung West bis Südwest.


Bild: Stefan Jung/naturgucker.de (Beobachtung bei Saulheim)

Eindeutiger Beschluss des Mainzer Stadtrates zum Heiligenhaus in Mainz Hartenberg-Münchfeld: Das Wäldchen bleibt erhalten und soll schnellstmöglich unter Schutz gestellt werden!
Eine nicht unerhebliche Rolle bei der Rettung dieses wichtigen Biotops hat sicherlich die vom NABU gestartete Petition gespielt, deren Zwischenergebnis von über 8.200 Unterschriften kurz vor der Sitzung übergeben wurde: Das Bild zeigt die Überreichung der Unterschriften durch Christian Henkes (r.) an den Oberbürgermeister Michael Ebling (2. v.r.). Anwesend waren auch Umweltdezernentin Katrin Eder (2. v.l.) und Manuela Matz, Liegenschaftsdezernentin. Die komplette Pressemitteilung des NABU Mainz und Umgebung könnt ihr  auf www.nabu-mainz.de lesen.
Bild: Gerhard Schmoch, NABU

Meldungen der Woche 2021 | 5/52

Und schon wieder eine Rekordbeteiligung, diesmal bei der Stunde der Wintervögel: Im Vergleich zum Vorjahr wurde in hunderten, zusätzlichen Gärten in Rheinhessen und dem Naheland gezählt – nämlich in genau 1400 Gärten von fast 2000 Menschen! Natürlich stieg dementsprechend auch die Zahl der gemeldeten Vögel mit 43675 Individuen um mehrere 10000 Vögel an. Die meisten Teilnehmer*innen, nämlich 599, gab es in diesem Jahr im Landkreis Bad Kreuznach. Auf den Beitragsbildern seht ihr die Zahlen in der Übersicht.


Deutschlandweit wurden 5,6 Millionen Vögel gezählt! Setzt man diese Zahl jedoch in Verhältnis mit der Anzahl der Gärten, in denen gezählt wurde, ergibt sich mit durchschnittlich 34,5 Vögel pro Garten der zweitniedrigste Wert seit Beginn der Aktion 2011. Vermutlich ist das auf den milderen Winter zurückzuführen. Der Zuzug von Arten, die normalerweise in den Wintermonaten aus dem Norden und Osten nach Deutschland kommen (z.B. Meisen, Kleiber und Gimpel), ist in diesem Jahr deswegen niedriger ausgefallen. Besonders niedrig waren die gemeldeten Zahlen der Blaumeise, wobei unklar bleibt, ob fehlender Zuzug aus dem Norden oder die Folgen einer bakteriellen Epidemie im letzten Frühjahr die Hauptursache ist.

Foto: Jürgen Podgorski/naturgucker.de

Die Wahl zum Vogel des Jahres geht weiter.
Der Eisvogel steht ebenfalls zur Auswahl: Dieser hier wurde von Oliver Zimmermann am Guldenbach fotografiert. Als Vogel des Jahres würde der Eisvogel besonders für die Naturnähe und Renaturierung unserer Gewässer stehen.


Das Abstimmungsformular für die Hauptwahl findet ihr auf www.vogeldesjahres.de. Bis zum 19. März können Stimmen abgegeben werden. Noch am gleichen Tag wird der gefiederte Wahlsieger verkündet und zum „Vogel des Jahres 2021“ ernannt.

Foto: Oliver Zimmermann

Hängen bei euch schon alle Nistkästen? Nein? Noch ist es nicht zu spät! Möglichkeiten zur Anbringung gib es in fast jedem Garten, aber auch auf dem Balkon. Alternativ zum Höhlenkasten, wie er nun im gezeigten Garten hängt,  kann man auch Kästen für Halbhöhlenbrüter wie Grauschnäpper, Bachstelze und Rotschwanz anbieten. Nahezu unbekannt sind Nisttaschen an Bäumen, die von Rotkehlchen und Zaunkönigen gerne angenommen werden. Die Brutsaison naht!
Wenn ihr noch nach der Suche nach einem Nistkasten seid: baut doch einfach selbst einen! Unsere bewährte Bauplansammlung für Nisthilfen aller Art, die auch Fledermäuse, Igel und Insekten berücksichtigt, könnt ihr bei uns unter info@nabu-rheinhessen.de bestellen!
Foto: Elisabeth Schröder

Meldungen der Woche 2021 | 4/52

Die Wahl zum Vogel des Jahres geht weiter: Seit einer Woche könnt ihr euren Favoriten aus den zehn Siegern der Vorwahl wählen!


Wie wäre es zum Beispiel mit dem Rotkehlchen? Dieses hübsche Exemplar fotografierte Hans Schmitt letztes Jahr bei Monsheim. Als beliebter und häufiger Singvogel könnte es exemplarisch für mehr Vielfalt in unseren Gärten stehen.

Das Abstimmungsformular für die Hauptwahl findet ihr auf www.vogeldesjahres.de. Bis zum 19. März können Stimmen abgegeben werden. Noch am gleichen Tag wird der gefiederte Wahlsieger verkündet und zum „Vogel des Jahres 2021“ ernannt.

Fotos: Hans Schmitt/naturgucker.de.de

Ob dieser Teichfrosch den Fotografen Florian Franke ebenfalls gesehen hat? Die Aufnahme aus Selzen ist Teil der TOP 20 unseres Fotowettbewerbs.
Doch was machen unsere Frösche eigentlich im Winter? Die meisten Frösche überwintern in frostfreien Verstecken an Land, z.B. in Erdlöchern, unter Laubhaufen oder in Trockenmauern. Der Wasserfrosch beispielsweise überwintert hingegen im Gewässer. Mit der Gestaltung eines naturnahen Gartens kann Fröschen bei der Überwinterung im eigenen Garten helfen: Man kann den Tieren beispielsweise Laub- und Totholzhaufen anbieten sowie auf den Einsatz von Pestiziden oder Insektiziden verzichten. Ein Teich mit Fröschen darin sollte außerdem tief genug sein, damit eine Überwinterung im Teich möglich ist.

Foto: Florian Franke

Meldungen der Woche 2021 | 3/52

Die von Udo Baumfalk vom NABU Bad Kreuznach festgehaltenen Winterimpressionen wollten wir euch nicht vorenthalten. Auch ohne Schnee, der mittlerweile wieder geschmolzen sein dürfte, sind Wanderungen oder Spaziergänge in der Natur eine wunderbare Art, aus dem Alltag rauszukommen. Auch im scheinbar trostlosen Winter gibt es immer noch etwas zu entdecken! Weitere Impressionen findet ihr auf www.nabu-bad-kreuznach.de!


Fotos: Udo Baumfalk.

 

 

 

Habt ihr schon bei der Petition des NABU Mainz und Umgebung für den Erhalt des Mainzer Baumbestands im Stadtteil Hartenberg-Münchfeld unterschrieben? Dabei geht es darum, das wertvolle Waldstück mitten in der Stadt zu retten und dauerhaft zu sichern. Die im Jahr 2018 beschlossenen Verkaufspläne sind laut Angaben des Oberbürgermeisters Michael Ebling mittlerweile vom Tisch – die Bebauung des Wäldchens ist jedoch noch nicht endgültig abgewendet. Denn obwohl ein Baumgutachten auch von einer teilweisen Bebauung des Biotops ausdrücklich abrät, hält Ebling weiterhin am Bau der Kita fest, solange kein Alternativstandort für diese gefunden ist. Es bleibt also spannend aber eins ist klar: Dank Eurer Unterstützung bleibt der Heili ganz oben auf der politischen Agenda in Mainz! Unter www.change.org/heili-bleibt findet ihr weitere Infos. Unser Beitragsbild ist ein Screenshot aus einem Beitrag des SWR über das Biotop, welchen ihr auf www.swr.de mit dem Suchwort „Heili“ finden könnt!
Bild: SWR Aktuell

Meldungen der Woche 2021 | 2/52

Wie geht es im neuen Jahr mit unseren Veranstaltungen weiter? Wir arbeiten gerade an der Erstellung des Veranstaltungsprogramms für das Jahr 2021. Klar ist, dass die genannten Termine nur unter Vorbehalt geplant werden können. Wir alle hoffen, dass spätestens im Sommer wieder Exkursionen,  Vorträge, Pflegemaßnahmen oder Workshops in einem öffentlichen Rahmen möglich sind.

Das Bild entstand übrigens während der Nistkastenkontrolle des NABU Bad Kreuznach im Langenlonsheimer Wald im Jahr 2018.
Foto: Rainer Michalski

 

Weiter geht’s mit den TOP 20 unseres Fotowettbewerbs, zu denen auch diese Aufnahme von Gisela Reichert gehört: Ein Turmfalke im spektakulären Anflug an seine Brut in einer Scheunenwand in Armsheim.

Turmfalken sind Kulturfolger: Früher nisteten sie nur in Felswänden und alten Nestern von Krähen oder Elstern, heute werden auch hohe Gebäude wie Kirchtürme genutzt. Turmfalken verbringen den Winter meist bei uns in Deutschland und ziehen eher lokal umher, je nach Nahrungsangebot. Vielleicht hat jemand von euch bei der Stunde der Wintervögel mitgemacht und einen Turmfalken gesehen? Oder wollt ihr sogar Turmfalken bei euch ansiedeln? Dann findet ihr hier eine Bauanleitung für einen Nistkasten:
Foto: Gisela Reichert

Beeindruckend, was Biber für dicke Bäume fällen! Dieses Bild von Jörg Homann entstand Anfang Dezember an der unteren Nahe. Möglicherweise hat sich dort gleich eine ganze Biberfamilie niedergelassen, die nun die Flusslandschaft nach ihrem Geschmack gestaltet.
Der Biber ist durch die Zerstörung seines Lebensraumes sowie Verkehrsunfälle heute gefährdet und steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste. In den letzten Jahren hat sich der Biber in Rheinland-Pfalz wieder angesiedelt und ausgebreitet: Nicht nur an der Nahe, auch in den Rheinauen und im Inneren von Rheinhessen sind inzwischen wieder vereinzelt Biber anzutreffen.
Foto: Jörg Homann

Meldungen der Woche 2021 | 1/52

Am Wochenende findet die bundesweite Stunde der Wintervögel statt! Und wie wird gezählt? Die besten Bedingungen hat man morgens kurz nach Sonnenaufgang. Eine Stunde lang werden die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park gezählt. Von jeder Art wird die höchste Anzahl gemeldet, die im Lauf der Stunde gleichzeitig zu beobachten ist. Die Beobachtungen können unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Auch über die kostenlose NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden. Umfangreiche Hintergrundinformationen und jede Menge Tipps für Vogelfreunde gibt es auf www.stundederwintervoegel.de.

 

Amsel, Blaumeise, Haussperling: Die gängigsten Wintervögel kennt ihr wahrscheinlich schon! Aber kennt ihr auch den Erlenzeisig? Dieser hier wartet gerade auf einen freien Platz an einer Futterstelle in einem Garten in Dolgesheim. Erlenzeisige fallen durch ihre grüngelbe Färbung an Oberseite und Brust auf. Die Unterseite ist heller gelb. Die dunkle Strichelung an Rücken und Bauch ist gut erkennbar. Im Flug sind breite gelbe Flügelbinden sichtbar. Die Männchen tragen an Stirn, Scheitel und Kinn schwarz, die Weibchen graugrün. Ein typischer Wintervogel – vielleicht entdeckt ihr ihn ja bei der Stunde der Wintervögel am Wochenende! Erlenzeisige sind selten allein unterwegs. Mehr Informationen zu unseren heimischen Vogelarten gibt es auf www.stundederwintervoegel.de.
Foto: Ursula Gönner/naturgucker.de

Halbzeit bei der Stunde der Wintervögel! Zeit für eine kleine Statistik vom Vorjahr: 28 507 Vögel in 859 Gärten wurden letztes Jahr in Rheinhessen und dem Naheland beobachtet. Am häufigsten zählten Naturfreund*innen Kohlmeise, Haussperling und Blaumeise. In Worms schaffte es damals der Halsbandsittich in die TOP 5! Bei dieser Aufnahme von Mitte Dezember aus der Nähe von Worms kommt das knallgrüne Gefieder des entflohenen Exoten, der gut mit unserem Klima zurecht kommt, gebührend zur Geltung. Auch in Mainz oder Bad Kreuznach sind Beobachtungen der Art möglich. Habt ihr schon mitgemacht? 


Bild: Hans Schmitt/naturgucker.de

Meldungen der Woche | 52/52

Nicht jeder Vogel mag das gleiche Futter. Blau- und Kohlmeisen zum Beispiel freuen sich über Sonnenblumenkerne und gehackte Nüsse, während der Grünspecht auch Äpfel oder gefettetes Futter (wie zum Beispiel Fettblöcke mit Erdnüssen oder Mehlwürmen) frisst. Auch die Amsel bedient sich an Äpfeln und gehackten Nüssen, aber auch an Rosinen, Haferflocken und geschälten Sonnenblumenkerne. Schaut mal beim Instagram-Account des @nabu Bundesverbandes vorbei. In den gespeicherten Stories findet ihr eine hübsche Übersicht zu unseren bekanntesten Gartenvögeln!


Bild: Rainer Michalski/NABU Bad Kreuznach

Die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, neues Jahr 2021!

 

Zum Abschluss des Jahres gilt unser Dank den vielen Ehrenamtlichen, die sich für den Naturschutz in unserer Region und darüber hinaus einsetzen. Was wäre der NABU ohne seine Aktiven?


Bild: NABU/Johannes Hansen


Kein Verkauf des Mainzer Baumbestands: Der NABU Mainz und Umgebung richtet einen Appell an die Stadtratsfraktionen und die Stadtverwaltung Mainz. Eine für die Natur und das Klima der Stadt hochwertige Grünfläche von fast einem ganzen Hektar in Mainz Hartenberg-Münchfeld wird von der Stadt Mainz zum Verkauf angeboten, um dort Wohnbebauung zu realisieren. Neben dem dichten Heckenbestand befinden sich ausweislich selbst des Exposés des Liegenschaftsamtes Stadt allein 55 Bäume entsprechend der Baumschutzsatzung auf der Fläche (Stand 2018) - unzählige weitere Bäume und Hecken sind zusätzlich bedroht.
Hier steht nun im Grunde ein kleines Waldstück einfach so zum Verkauf, die Stadt Mainz - konkret das Liegenschaftsamt - verkauft also ihren nicht zu ersetzenden Baumbestand an den Höchstbietenden. Dies kann nicht die zukunftsweisende Politik der Stadt sein. Und es kann auch nicht sein, dass immer wieder die beiden Bedürfnisse des Wohnens und der Natur gegeneinander ausgespielt werden. Der NABU fordert die Verantwortlichen auf, alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen, dass dieser Verkauf gestoppt wird - Mainz braucht seine Bäume!

Meldungen der Woche | 51/52

Diese wunderbare Aufnahme eines Hausrotschwanzweibchens von Norbert Schäfer in Mommenheim hat es zwar leider nicht unter die TOP 20 unseres Fotowettbewerbs geschafft, erinnert euch heute aber an unsere Mitmachaktion im Januar: Vom 8. bis zum 10. Januar zählt ganz Deutschland wieder Vögel bei der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ – und auch in Rheinhessen und an der Nahe machen wieder viele Menschen aller Altersgruppen mit. Die bundesweite Aktion liefert eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern. 2020 nahmen über 143.000 Menschen teil, davon rund 1000 aus den Landkreisen Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen sowie aus Mainz und Worms. Also: Kalender auspacken, Termin vermerken und im Januar fröhlich mitzählen!
Foto: Norbert Schäfer

In der kalten Jahreszeit gehört für viele das Füttern der Vögel zum aktiven Natur- und Vogelschutz dazu. Sie kann den Vögeln die Futtersuche im Winter erleichtern und lädt ein zu Naturerlebnissen. Tatsächlich trägt das Füttern jedoch keinen entscheidenden Beitrag zur Arterhaltung bei und erreicht nur wenige Vogelarten mit stabilen Populationen. Jedoch vermittelt sie Artenkenntnis und begeistert zudem Kinder- und Jugendliche für unsere Natur. Die Winterfütterung, gewöhnlich von November bis März, ist aber keine dauerhafte Lösung für die Ursachen der Nahrungsknappheit im Winter. Wer sich nachhaltig für den Vogelschutz einsetzen will, sollte seinen Garten vogelfreundlich gestalten: Dazu gehört heimische Sträucher zu pflanzen und Nistkästen aufzuhängen.
Foto: Hartmut Schneider, Teilnehmer des Fotowettbewerbes, Juli 2020

Wie sieht eine optimale Futterstelle für unsere Gartenvögel aus? Am besten geeignet sind Futtersilos, da die Vögel hier das Futter nicht verschmutzen können. An diesem Futtersilo in Mainz haben sich gleich mehrere Spatzen für einen Snack eingetroffen. Werden Futterhäuschen verwendet, so müssen diese regelmäßig gereinigt und sparsam mit Futter befüllt werden.


Fettblöcke und -kolben sind hervorragende „Energiebomben“ für Meisen, Schwanzmeisen und andere Vögel. Auch Futterringe sind sehr gut geeignet – sie verfügen neben dem Fett über einen hohen Saatenanteil.

Bild: Christian Henkes

Stunde der Wintervögel: Mitmachen bei der Vogelzählung!

Vom 8. bis zum 10. Januar zählt ganz Deutschland wieder Vögel bei der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ – und auch in Rheinhessen und an der Nahe machen wieder viele Menschen aller Altersgruppen mit. Die bundesweite Aktion liefert eine detaillierte Momentaufnahme der Vogelwelt in unseren Städten und Dörfern. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. 2020 nahmen über 143.000 Menschen teil, davon rund 1000 aus den Landkreisen Alzey-Worms, Bad Kreuznach und Mainz-Bingen sowie aus Mainz und Worms. Ein Ergebnis, das sich noch steigern lässt!

Und wie wird gezählt? Die besten Bedingungen hat man morgens kurz nach Sonnenaufgang. Eine Stunde lang werden die Vögel am Futterplatz, vom Garten, Balkon oder Fenster aus oder im Park gezählt. Von jeder Art wird die höchste Anzahl gemeldet, die im Lauf der Stunde gleichzeitig zu beobachten ist.
Legen Sie also Vogelbuch, Zettel und Stift bereit, los geht´s! Sehen Sie zwei Blaumeisen, schreiben Sie "Blaumeise 2". Kommen kurz darauf gleich vier Blaumeisen, tragen Sie unter "Blaumeise" eine 4 ein. Wenn später noch eine kommt, schreiben Sie eine 1 auf. Am Ende wird nur die höchste Zahl, also die 4 gemeldet. So werden Doppelzählungen vermieden. Alles klar?
Die Anzahl der Vögel, die sich in die Nähe von uns Menschen trauen ist stark von der Witterung abhängig. Bei Kälte und Schnee ist das Nahrungsangebot in der freien Natur deutlich geringer und es besuchen wesentlich mehr Vögel die Futterstellen. Wenig Beobachtungen während der Zählstunde bedeuten also nicht zwangsläufig, dass es keine Vögel mehr gibt! Aber auch ohne Schneelage ist immer mit Überraschungen zu rechnen. So können sich Wintergäste aus Nord- und Osteuropa einfinden, die den Sommer nicht bei uns verbringen. Beispiele dafür sind etwa Bergfink, Birkenzeisig, Erlenzeisig, Ringdrossel, Rotdrossel und Seidenschwanz. 

Die Beobachtungen können unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 18. Januar gemeldet werden. Am 9. und 10. Januar ist zusätzlich jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet. Auch über die kostenlose NABU-App „Vogelwelt“ (Download unter www.NABU.de/vogelwelt) kann gemeldet werden. Umfangreiche Hintergrundinformationen gibt es auf www.stundederwintervoegel.de.

Die Schulstunde der Wintervögel findet vom 11. bis 15. Januar statt. Schulklassen und Gruppen können an der NABU-Vogelzählung teilnehmen und ihre Zählergebnisse bis 18. Januar einsenden. Unter allen Einsendungen verlost die Naturschutzjugend NAJU tolle Preise. Alle Infos, Materialien und Aktionsideen: www.NAJU.de/sdw.

 

Wir wünschen viel Spaß bei der Vogelbeobachtung!

 

Meldungen der Woche | 50/52

Im Sommer sind sie gut zwischen den grünen Blättern von Bäumen, Büschen und Hecken verborgen, doch wenn das Laub gefallen ist, fallen die verlassenen Vogelnester auf. Was man da bei genauer Betrachtung zu sehen bekommt, ist erstaunlich und deprimierend zugleich: Von den Menschen weggeworfenen oder vergessenen Plastikteile und Schnüre werden von Vögeln als Nistmaterial genutzt, wie hier in einem Nest in Bad Kreuznach. Die Küken picken an den Plastikteilen, was zur tödlichen Verstopfung führen kann. Zudem lassen verbaute Plastikfolien Wasser schlechter abfließen. Das Nest bleibt feucht, im schlimmsten Fall bleibt Wasser darin stehen - mit fatalen Folgen für den Nachwuchs. Alt- wie Jungvögel können sich in Schnüren und Netzen verheddern. Müll gehört nicht in die Natur!
Foto: Elisabeth Büttner

Die Zaunrübe gilt als lästiges "Gartenunkraut", ist aber für viele Tierarten eine wichtige Nahrungsquelle. Monika Sturm aus Heidesheim zeigt uns ihre verborgene Schönheit und schaffte es unter die TOP 20 unseres Fotowettbewerbs.


Die Zaunrüben-Sandbiene ist eine Wildbiene, welche an das Vorhandensein der Zaunrüben gebunden ist (siehe zweites Bild). Wenn ihr Zaunrüben in eurem Garten habt, ist es gut möglich, dass die Larven der nächste Generation der Zaunrüben-Sandbiene in Kokons im Boden schlummern. Auch wenn Zaunrüben ganz schön lästig werden können, solltet ihr sie blühen lassen -  den Bienen zu Liebe!


Foto: Monika Sturm


Meldungen der Woche | 49/52

Dieses faszinierende Bild einer Zwergfledermaus gelang Harald Becker in Gau-Odernheim mit Hilfe einer Lichtschranke. Das Bild schaffte es unter die TOP 20 unseres Fotowettbewerbs.


Fledermäuse verschlafen etwa die Hälfte des Jahres! Von Anfang November bis Ende März halten sie überwiegend Winterschlaf. Das müssen sie auch, denn auf dem Speiseplan unserer heimischen Fledermäuse stehen ausnahmslos Insekten, die in der Winterzeit Mangelware sind.


Foto: Harald Becker

Zum 50-jährigen Aktions-Jubiläum wird die Wahl zum Vogel des Jahres erstmals öffentlich durchgeführt! Bis zum 15. Dezember findet die Vorwahl statt. 307 Vögel können für die Wahl, welche Ende Januar 2021 stattfindet, nominiert werden.

Macht mit und nominiert euren Lieblingsvogel! Tolle Kandidaten für unsere Region wären zum Beispiel das Rebhuhn, das Schwarzkehlchen oder der Steinkauz.

 

Abstimmen könnt ihr unter www.vogeldesjahres.de Dort findet ihr auch mehr Infos zu den genannten Vögeln.

Meldungen der Woche | 48/52

Schlicht gefärbt und doch so schön ist dieser Amselmann. Das stimmungsvolle Foto von Dirk Roth, aufgenommen in Jugenheim, hat es unter die TOP 20 unseres Fotowettbewerbs geschafft.


Amseln verbringen den Winter bei uns. Im Herbst ändert sich jedoch ihre Ernährungsweise und sie wechseln von Insekten und Würmern zu Beeren, Früchten und Samen. Ein Tipp für Amselfreunde: Wenn man Laub im Garten auf den Beeten verteilt, dann freuen sich die Amseln, denn unter der isolierenden Decke versammeln sich Regenwürmer und viele andere Kleintiere!


Foto: Dirk Roth

Weil‘s so schön war: Hier ein Rückblick zur Nistkastenkontrolle im Langenlonsheimer Wald aus 2018. Denn eigentlich ist die Nistkastenkontrolle dort eine Veranstaltung des NABU Bad Kreuznach mit vielen interessierten Teilnehmer*innen. Kein Wunder, denn es gibt einiges zu entdecken: So überraschte im letzten Jahr eine Haselmaus, die während der Kontrolle Mitte Oktober aus einem der Nistkästen hervorblinzelte. Aber keine Sorge, die Haselmaus befand sich zum Zeitpunkt der Kontrolle noch nicht im Winterschlaf. Je näher man am Jahresende kontrolliert, desto vorsichtiger sollte man bei der Kontrolle der Nistkästen vorgehen.


Bild: Wolfgang Brüning

Das versteckte Leben der Fledermäuse sichtbar machen: Mit Fledermaus-Detektoren wird’s möglich! Seit letzter Woche gibt es einen stationären Fledermausdetektor am Winterhafen in Mainz, aufgestellt vom NABU Landesverband Rheinland-Pfalz mit Unterstützung des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten. Per Knopfdruck schaltet sich ein Live-Detektor ein, der die Rufe der Fledermäuse in für uns hörbare Geräusche umwandelt – aber natürlich nur, wenn auch gerade Fledermäuse in der Nähe sind. Wenn gerade nichts fliegt, kann man sich aufgezeichnete Laute und Infos anhören.  


Bilder: Elisabeth Schröder

Meldungen der Woche | 47/52

Eine Symphonie in Pink: Ein Marienkäfer wandert in Mainz-Hechtsheim auf einer Hortensie umher. Das Bild von Jennifer Zörns ist Teil der TOP 20 unseres Fotowettbewerbs.
Marienkäfer sieht man im Herbst häufig in großer Zahl an Hauswänden oder Fensterrahmen. Der Grund: Sie suchen nach geeigneten Winterquartieren. Den Winter über machen sie es sich am liebsten in Mauerritzen oder unter Dachziegeln gemütlich. Auch Holzhaufen in Gärten oder Spalten hinter Baumrinde sind beliebt zum Überdauern der unfreundlichen Jahreszeit – oft finden sich hier größere Ansammlungen. Ein Grund mehr, sich für naturnahe und nicht perfekt aufgeräumte Gärten stark zu machen.
Bild: Jennifer Zörns

Mit Kindern die Natur erleben, Experimentieren und wildlebende Tiere und Pflanzen entdecken steht im Mittelpunkt des Engagements der Naturtrainer*innen in Rheinland-Pfalz. Vor kurzem wurden in unserer Region 11 engagierte Senior*innen als Naturtrainer*innen ausgezeichnet. Seit über 14 Jahren bildet der NABU im Auftrag der Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz Naturfreunde in der nachberuflichen Phase aus. Die zweijährige Ausbildung besteht aus acht Workshops, vier Erfahrungsaustauschen und einer begleiteten Praxisübung. Die Qualifikation ist für die Freiwilligen kostenlos. Ihr wollt euch auch als Naturtrainer*in engagierten oder kennt jemanden, für den das etwas wäre? Die nächste Ausbildungsrunde startet im März 2021. Unter www.nabu-rheinauen.de findet ihr weitere Infos!
Bild: NABU Rheinauen

„Was macht die da?“ scheint sich dieses kesse Eichhörnchen aus dem Bild von Antje Fries aus Osthofen zu fragen. Das Bild schaffte es in die TOP 20 unseres Fotowettbewerbs.
Schon seit dem Spätsommer sind Eichhörnchen damit beschäftigt, Nüsse zu sammeln. Ihre Nahrungsvorräte sammeln Eichhörnchen in vielen kleinen, verstreut liegenden Depots, damit der eventuelle Verlust einzelner Lager nicht so schwer wiegt. Typische Lagerplätze sind dabei Baumstümpfe, Stubben oder Wurzeln. Die vielen Depots sind aber kein Lager für den ganzen Winter, sondern lediglich für Schlechtwettertage, wenn eine Nahrungssuche in den Baumkronen wegen Wind oder Schneefall nicht möglich ist.
Foto: Antje Fries

Meldungen der Woche | 46/52

In den Meldungen der Woche teilen wir Beiträge, die wir im Laufe der Woche auf unserem Instagram-Kanal veröffentlicht haben. Sie nutzen Instagram? Dann folgen Sie gerne unserem Kanal nabu.rheinhessen.nahe

Schaut vorbei bei unserer Fensterausstellung in Mainz: Hinter den Scheiben des Hauses am Dom am Liebfrauenplatz können seit heute die TOP 20 unseres Fotowettbewerbes „Natur in Garten und auf dem Balkon“ betrachtet werden. Bis zum 29. November könnt ihr an den Gewinnerbildern vorbeischlendern und Frühling und Sommer Revue passieren lassen. Viel Spaß dabei!
Bild: Elisabeth Schröder

Vor einer Woche war die SWR-Landesschau zu Gast in den Rheinauen bei Bingen: Naturschutzreferent Michael Markowksi vom NABU Naturschutzzentrum Rheinauen gab einen kleinen Einblick in die Bauarbeiten des neuen Naturschutzzentrums und die Vermehrungsstation. Den Beitrag findet ihr unter www.nabu-rheinauen.de!
Bild: Screenshot Landesschau Beitrag 02:08


 

Nistkastenkontrolle auf dem Kuhberg bei Bad Kreuznach – drei Nistkästen mit drei verschiedenen Inhalten! Im ersten Nistkasten seht ihr ein Hornissennest, im zweiten ein Hornissennest auf einem Meisennest, und im dritten ein Meisennest. Nistkästen sollten am besten jetzt noch gereinigt werden. Vor einer Reinigung sollte der Kasten immer vorsichtig auf Bewohner geprüft werden. Ist der Kasten schon besetzt sollten die Tiere nicht gestört und die Reinigung auf das Frühjahr verschoben werden. Diese Nistkästen aus Holzbeton, Modell „Bayerischer Giebel“ sind übrigens schon 50 Jahre alt und werden vom NABU Bad Kreuznach und Umgebung betreut. Der vorgezogene Eingang macht den Weg zum Nest länger und verhindert so, dass Marder und andere Nesträuber Eier und Jungvögel durch das Einflugloch herausangeln können.

 

Bilder: Rainer Michalski

 

 

Meldungen der Woche | 45/52

In den Meldungen der Woche teilen wir Beiträge, die wir im Laufe der Woche auf unserem Instagram-Kanal veröffentlicht haben. Sie nutzen Instagram? Dann folgen Sie gerne unserem Kanal nabu.rheinhessen.nahe

Einige dürften sie in den letzten Tagen gesehen oder mindestens gehört haben: Die Kraniche fliegen über Rheinhessen und dem Naheland! So auch die Instagram-Userin @picsandchrochets, die die Kraniche über dem Selztal beobachtete. Zu Beginn der Woche drehte sich der Wind von West nach Ost. Die Kraniche nutzen die für sie günstigen Windbedingungen, um in den Südwesten Richtung Spanien zu ziehen. Tausende Kraniche sind schon über uns hinweg geflogen. Vorbei ist das Spektakel jedoch noch nicht! Deswegen: In den nächsten Tagen weiter Ohren und Augen offen halten. Schickt uns zusammen mit dem Beobachtungsdatum Videos, Fotos oder Audiodateien von euren Kranichsichtungen und wir teilen diese in unserer Story!

Bild: picsandcrochets

 

Seit Wochen färben sich die Blätter der Bäume wieder in bunten Farben und segeln gemütlich zu Boden. Viele sehen im farbenfrohen Laub nur eine lästige Begleiterscheinung des Herbstes, die viel Arbeit bereitet - doch sind die fallenden Blätter eine wahre Bereicherung für Tier- und Pflanzenwelt im Garten. Auf Beeten oder dem Boden verteilt schützt Herbstlaub die dort lebenden Kleintiere wie Regenwürmer, Käfer und Asseln vor Frost im Winter. Diese Arten spielen eine wichtige Rolle bei der Zersetzung von Laub und haben zudem eine bedeutsame Funktion für die Gesunderhaltung des Bodens. Aber auch kleine Säugetiere wie Mäuse, junge Igel und Amphibien wie die Erdkröte suchen sich im Herbst gerne einen Laubhaufen als Winterquartier. Das Laub isoliert und bietet somit einen gemütlichen Unterschlupf.
Bild: Elisabeth Schröder

Mitten im Herbst - die beste Zeit, um neue Gehölze zu pflanzen! Bis zum Frühling haben diese dann genügend Zeit, um anzuwurzeln. Am besten natürlich, man verwendet dafür heimische Arten. Wildrosen, Faulbaum, Weißdorn oder die wunderbar gelb blühende Kornelkirsche – heimische Gehölze sind Futterplatz und Kinderstube für viele Insekten wie zum Beispiel Schmetterlinge und deren Raupen. Zudem bieten die Früchte willkommene Nahrung für die Gartenvögel. So auch die Früchte des Roten Hartriegels, die ihr auf dem Foto sehen könnt.
Bild: Rainer Michalski

Die Gewinner*innen stehen fest!

Die Jury hat sich entschieden: Das sind die Gewinner*innen unseres Fotowettbewerbs "Natur im Garten und auf dem Balkon"! Aus über 800 Einsendungen die besten 20 auszuwählen und die ersten Plätze zu ermitteln war alles andere als einfach. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um die Fotografien mitsamt der Platzierungen zu sehen.

 

Die Preisträger der Plätze 1 - 5 erhalten jeweils gestaffelt Gutscheine für den NABU-Shop mit einem Gesamtwert von 500 €. Zusammen mit den Plätzen 6 - 20 (nicht in Reihenfolge dargestellt) werden diese TOP 20 in einer Schaufensterausstellung im Haus am Dom in Mainz (November) und in den Räumen des Haus des Gastes in Bad Kreuznach (Dezember) zu sehen sein. Aufgrund der aktuellen Situation können bis zu diesem Zeitpunkt noch keine genauen Termine festgemacht werden, da die Planungen nur unter Vorbehalt laufen.

 

Viel Spaß beim Durchklicken und danke an über 300 Teilnehmer*innen für die wunderschönen Bilder!

Reiche Apfelernte auf der NABU-Wiese

Die Arbeit hat sich gelohnt, und wie man sieht, sind die frischen Äpfel köstlich! Alte Apfelsorten überraschen mit einer ungeahnten Geschmacksvielfalt. Apfel-Allergiker wird freuen, dass viele davon wesentlich verträglicher sind als die neuen Hochleistungssorten  aus dem Erwerbsobstbau. Bilder: R. Sohnemann und R. Michalski

Auf der Streuobstwiese des NABU Bad Kreuznach und Umgebung bei Pfaffen-Schwabenheim wurden am letzten Samstag die Äpfel geerntet. Von nur vier Bäumen sammelten und pflückten die acht Helferinnen und Helfer stolze 351 kg der leckeren Früchte! In der Kelterei Merg wurden sie zu Apfelsaft verarbeitet. Die Streuobstwiese wurde vor 20 Jahren auf einem ehemaligen Acker am Appelbach angelegt und hat sich prächtig entwickelt. Neben Äpfeln wachsen dort Birnen, Quitten, Süßkirschen und Zwetschgen – alle als Hochstämme mit mindestens 1,6 m Stammhöhe bis zum Astansatz. Da es noch an natürlichen Baumhöhlen fehlt wurde mit Nistkästen ein Angebot für Vögel und andere tierische Bewohner geschaffen.
Vor allem in fortgeschrittenem Alter zählen Streuobstwiesen mit ihrer großen Vielfalt an alten Obstsorten zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Bis zu 5000 verschiedene Tierarten können dort eine Heimat finden! Wollen Sie eine Streuobstwiese anlegen? Umfangreiche Informationen rund um Anlage und Pflege, Sortenempfehlungen, Verwertungsmöglichkeiten und vielen weiteren Themen finden Sie hier:

 

https://www.streuobst-rlp.de/

 

 

Bohren für die Bienen - Azubis aktiv für Majas wilde Schwestern

Bilder: Hubert Willems, NABU Worms-Wonnegau

So einfach geht das: Azubis und Mitarbeiter der EWR AG haben zusammen mit dem NABU Worms-Wonnegau aus Hartholzklötzen kunstvolle Nisthilfen für Wildbienen angefertigt. Wie man sieht, kann man beim Bohren seiner Fantasie freien Lauf lassen und dekorative Muster gestalten. Das sieht gut aus und hilft den Wildbienen! Eine tolle Aktion, die man auch ganz leicht zuhause nachmachen kann – sogar ohne professionelle Werkbank. Bis zum Frühjahr ist noch jede Menge Zeit, auch für größere Projekte! 

Doch welche Materialien sind geeignet und welche Fehler sollte man vermeiden? Eine umfangreiche Anleitung zum Bau von Nisthilfen für Wildbienen (Insektenhotels) finden Sie hier.

Unterstützung für den Naturschutz im Ballungsraum - NABU Mainz und Umgebung startet Mitgliederwerbung

Ausgerüstet mit Informationsmaterial und Argumenten für den Naturschutz wird ein Team von Studierenden im Auftrag des Naturschutzbundes (NABU) in den kommenden Wochen in der Stadt Mainz und den Verbandsgemeinden Nieder-Olm und Bodenheim in den Haushalten vorsprechen. Das professionelle Werbeteam sammelt kein Geld und ist dazu auch nicht berechtigt. Das Team trägt im Dienst blaue NABU-Kleidung und kann sich ausweisen. Ebenso werden bei den Gesprächen besondere Sicherheitsmaßnahmen aufgrund des Corona-Geschehens selbstverständlich beachtet.

 

Wir freuen sich über jede tatkräftige Unterstützung für seine Naturschutzarbeit. Besonders die Pflege und Entwicklung des großen Biotopkomplexes bei Jugenheim in Rheinhessen bestehend aus Trocken- und Feuchtwiesen, Wald und Gewässern ist ein Schwerpunkt der Arbeit. Aber auch Stadtnaturprojekte wie die Mainzer Zitadelle oder die Grüne Brücke in der Mainzer Neustadt sind Schwerpunkte unserer Arbeit. Durch unsere Mitglieder verleihen wir der Natur in der Stadt eine Stimme in der Öffentlichkeit, die hoffentlich immer stärker werden wird.

 

Naturkundliche Exkursionen, Vorträge und Kinderaktionen sind fester Bestandteil der Vereinsarbeit, auch wenn diese Aktionen zur Zeit coronabedingt vielfach ausgesetzt sind.

 

 

In den vergangenen Monaten haben viele Bürgerinnen und Bürger den Wert der heimischen Natur schätzen gelernt und wir hoffen, dass möglichst viele Menschen durch eine Mitgliedschaft diesem Erhalt ihre Stimme leihen.

Fledermausrettung mit Sockenturm

Der Sockenturm wurde auf der Spitze eines Schwenkgrills montiert. Und tatsächlich kam die Mutter nach Einbruch der Dunkelheit und holte ihr Kind ab.  Das Junge kroch seitlich unter den Bauch der Mutter. (Bilder: Daniel Beier)
Dass der Lufttransport tatsächlich funktioniert zeigt das dritte Bild, das uns freundlicherweise von Harald Becker  aus Gau-Odernheim zur Verfügung gestellt wurde. Wer genau hinschaut erkennt das dunklere Jungtier, das quer unter dem Bauch der Mutter hängt.

Die Zeit der Fledermaus-Wochenstuben hat begonnen. Aber was sind Wochenstuben? Das sind die Orte, wo weibliche Fledermäuse gemeinsam ihre Jungen aufziehen. Je nach Fledermausart befinden sich Wochenstuben in Spalten an Gebäuden, Dachstühlen oder Baumhöhlen. Immer wieder kommt es vor, dass im Umkreis solcher Wochenstube Fledermausbabys  gefunden werden - und dann ist guter Rat teurer. 
So einen Fall hatte NABU-Fledermausbotschafter Daniel Beier vom NABU Rhein-Selz vor wenigen Tagen in Dexheim. Vor Ort stellte er fest, dass es sich bei dem Findelkind um eine junge Zwergfledermaus handelte. Nach einer kleinen Bastelarbeit wurde ein sogenannter Sockenturm errichtet - eine mit einer Socke überzogene Flasche mit lauwarmem Wasser, die an einem erhöhten Ort in der Nähe des Fundplatzes in eine ausbruchssichere Kunststoffwanne gestellt wurde. Darauf wurde das Jungtier bei Sonnenuntergang gesetzt - und die Aktion war ein voller Erfolg: Sofort rief die kleine Fledermaus nach ihrer Mutter, die sie nach 30 Minuten abholte und per Luftfracht zurück ins Quartier brachte.

Fotowettbewerb: Natur rund ums Haus

Was summt und brummt, piepst und fiepst, wächst und blüht in den Gärten und auf den Balkonen in der Region? Das will die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe im Rahmen eines Fotowettbewerbes erfahren und sucht die schönsten Amateurfotografien aus Rheinhessen und dem Naheland. Unter dem Motto „Natur im Garten und auf dem Balkon“ sind alle Fotoamateure und -amateurinnen dazu aufgerufen, die Pflanzen- und Tierwelt in ihrem privaten Umfeld zu erkunden und mit der Kamera oder dem Smartphone festzuhalten. „Nehmen Sie sich etwas Zeit und schauen Sie genau hin. Entdecken Sie wunderschöne Pflanzen, faszinierende Insekten, neugierige Vögel und vieles mehr - Die Vielfalt ist oft größer als man denkt“, erklärt Regionalstellenleiter Rainer Michalski.
Neben dem Spaß an der Teilnahme winken attraktive Preise im Wert von 500 Euro und die Veröffentlichung der Bilder im Rahmen einer Ausstellung.


Zugelassen sind Fotografien, die im Jahr 2020 in Rheinhessen und dem Naheland entstanden sind. Bis einschließlich 15. September können pro Teilnehmer/-in bis zu 3 Fotos per E-Mail an Fotowettbewerb@NABU-RLP.de eingereicht werden. Die Bilder sollten im JPG-Format vorliegen und eine minimale Breite von 1000 Pixel haben. Die Dateigröße sollte 6 MB nicht überschreiten. Verpflichtende Angaben sind Name, Anschrift, Aufnahmeort und Datum der Aufnahme. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen sind zu finden unter www.nabu-rheinhessen.de/fotowettbewerb. Dort werden auch alle eingeschickten Bilder in einer Galerie zu sehen sein.

 

 

Teilnahmebedingungen

Jungvögel bitte sitzen lassen!

Auch wenn die junge Bachstelze allein auf der Wiese hockt - Mama weiß genau, wo sie sitzt und kommt mit Futter. Bild: Andreas Trepte, NABU
Auch wenn die junge Bachstelze allein auf der Wiese hockt - Mama weiß genau, wo sie sitzt und kommt mit Futter. Bild: Andreas Trepte, NABU

Es piept wieder überall! In Nistkästen und Gebüschen bettelt der Vogelnachwuchs um Futter, viele Jungvögel haben das Nest schon verlassen. Beim NABU häufen sich nun die Anrufe von Naturfreunden, die vermeintliche Vogelwaisen aufgelesen haben.

 

Doch meist trügt der Schein: Die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bevor sie fliegen können und verteilen sich in der Umgebung. Mit den Eltern halten sie durch leise Rufe Kontakt. Lediglich wenn Gefahr im Verzug ist, sollte man Jungvögel an einem geschützten Platz in der Nähe absetzen.

 

Nur ganz selten sind Jungvögel tatsächlich verlassen. Erst wenn nach mehrstündiger genauer Beobachtung kein Zweifel besteht, dass das Junge nicht mehr versorgt wird, könne es in Obhut genommen werden.

 

Wer einen Jungvogel aufnimmt muss sich im Klaren sein, dass die Aufzucht aufwändig ist und die Vogeleltern nicht ersetzen kann! Die beste Hilfe ist immer noch ein naturnahes Umfeld, in dem Jungvögel Deckung und Nahrung finden.

 

Wer mehr über die Vögel im Siedlungsbereich und ihre Bedürfnisse wissen will, erhält bei Einsendung von vier Briefmarken zu 80 Cent an die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig, die informative Broschüre „Vögel im Garten“. 

 

 

 

Achtung Jungtiere! Brut- und Setzzeit hat begonnen.

Nicht anfassen! Auch wenn sie verlassen wirken - in den allermeisten Fällen brauchen Rehkitze keine Hilfe.   Bild: NABU/CEWE Gerd Wartha
Nicht anfassen! Auch wenn sie verlassen wirken - in den allermeisten Fällen brauchen Rehkitze keine Hilfe. Bild: NABU/CEWE Gerd Wartha

Sie hat begonnen: Die Brut- und Aufzuchtzeit von Vögeln und anderen Wildtieren, welche insbesondere bis Mitte Juli sehr störempfindlich sind. Doch gerade jetzt zieht es besonders viele Menschen nach draußen. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Was können wir dagegen tun? Rücksicht nehmen!
In dieser sensiblen Zeit sollte
man beim Spazieren gehen oder beim Radfahren auf den Wegen bleiben, Hunde sollten angeleint werden. Es kommt leider immer wieder vor, dass z.B. Rehkitze bis zur Erschöpfung gehetzt, der Nachwuchs bodenbrütender Vogelarten getötet oder Elternvögel aufgeschreckt werden, weil bei Hunden der Jagdtrieb erwacht und Rufe von Herrchen oder Frauchen keine Wirkung zeigen. Aufgeschreckte Elternvögel verlassen z.B. ihre Nester und können Eier oder Jungvögel nicht mehr vor dem Auskühlen schützen. 

Übrigens: Jungtiere, die scheinbar hilflos sind, sind es oftmals gar nicht. Sind sie nicht offensichtlich verletzt oder einer akuten Gefahr ausgesetzt, sollten sie zunächst an Ort und Stelle belassen werden, während das Geschehen ggf. aus weiter Entfernung beobachtet wird. Säugetiere sollten von uns nicht berührt werden, damit sie von den Muttertieren nicht verlassen werden. 

 

Besuchen Sie unseren Instagram Channel!

Seit gut einer Woche sind wir mit unserem Account nabu.rheinhessen.nahe auch auf Instagram vertreten. Dort posten wir regelmäßig aktuelle Naturbeobachtungen, Gartentipps und Wissenswertes rund um den regionalen Natur- und Artenschutz. Aktionen und Neuigkeiten der NABU Gruppen unserer Region werden ebenfalls in unserem Channel auftauchen. Außerdem planen wir interaktive Strories mit Umfragen oder beispielsweise einem Vogelstimmenquiz. Auch wenn aktuell unsere Verantaltungen und Aktionen ausfallen müssen, so steht der Naturschutz natürlich nicht komplett still. Wir freuen uns über Ihren Besuch! Haben Sie einen Instagram-Account? Dann folgen Sie uns gerne, um auf dem Laufenden zu bleiben.

 

Hier eine  Auwahl unserer letzten Postings:

 

Unsere ersten Postings

 

Post vom 27.03.2020

 

"Hallo! Wir sind die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe. Von Albig aus vernetzen und unterstützen wir die NABU Gruppen unserer Region. Dazu zählen die NABU Gruppen Alzey, Bad Kreuznach, Bingen, Mainz, Rhein-Selz und Worms-Wonnegau. 🌿


Was euch hier erwartet? Informationen zu Veranstaltungen, Tier- und Pflanzenbeobachtungen, Tipps für euren Garten und Angeberwissen rund um die Natur - und das alles regional. Schön, dass ihr hier gelandet seid! 🌿

 

📸 Schlehenblüte © Rainer Michalski"


 

Post vom 28.03.2020

 

"Der Frühling gestaltet sich zurzeit anders, als viele es sich vorgestellt haben. Doch immerhin die Natur bekommt erstmal nichts vom Social Distancing mit: So auch dieses Männchen der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta), das darauf wartet, sich mit den bald schlüpfenden Weibchen zu paaren. Bei vielen Wildbienenarten schlüpfen die Männchen zuerst und patrouillieren an den Nestern, um die Weibchen nicht zu verpassen.

 

📸 Männchen der Gehörnten Mauerbiene © Elisabeth Schröder"


 

Post vom 30.01.2020

 

"Schade - alle Veranstaltungen des NABU sind bis Ende April 2020 abgesagt. Das betraf auch den geplanten Aufräumtag am Gräfenbach zwischen Hargesheim und Gutenberg. Seit 27 Jahren (!) entfernt hier der NABU Bad Kreuznach haufenweise Zivilisationsmüll aus der Bachaue. Hier seht ihr ein fast schon historisches Bild aus dem Jahr 2006! 📸
Ob ihr in diesen Tagen alleine oder zu zweit spazieren geht - haltet doch mal die Augen offen und nehmt die ein oder andere Plastikverpackung mit zur nächsten Mülltonne. Die Natur wird es euch danken! 🌿

 

📸 © Martin Krohne"


Post vom 01.04.2020

 

"Nun fliegen sie wieder: Die wunderschönen Tagpfauenaugen haben als Schmetterlinge überwintert und flattern wie jeden Frühling auch bei uns als eine der ersten Schmetterlingsarten durch die Lüfte.

Wie auch Kleiner Fuchs, Landkärtchen und C-Falter benötigen sie als Futter für ihre Raupen Brennnesseln. In „aufgeräumten” Gärten und Landschaften fehlt ihnen oft die Lebensgrundlage. Ihr habt Brennnesseln im Garten? Super! Dort fühlen sich die Raupen wie im Schlaraffenland.

 

📸 Tagpfauenauge  © Alexander Fleischmann"

Frühling entdecken

Frühlingsbote: Die Weinbergs-Traubenhyazinthe (Bild: R. Michalski)
Frühlingsbote: Die Weinbergs-Traubenhyazinthe (Bild: R. Michalski)

Auch wenn aufgrund der Corona-Krise momentan alles auf den Kopf gestellt zu sein scheint:
Der Frühling ist da und es gibt viel zu entdecken - auch im Garten und sogar auf dem Balkon.  Die Vögel singen, Bäume blühen und die ersten Falter und Wildbienen sind unterwegs.
Vielleicht bietet sich nun auch die Gelegenheit, lang gehegte Pläne für mehr Natur in Ihrem Umfeld umzusetzen?
Zahlreiche Tipps für Naturfreunde hat der NABU unter diesem Link zusammengestellt:

 

https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/27778.html

 

Wenn Rausgehen nicht geht:

https://www.najuversum.de/

Hier gibt es unter anderem Spiele, Filme, Podcasts oder spannende Online-Exkursionen für Kinder. So lässt sich Natur auch von Zuhause aus erleben. Reinschauen lohnt sich!

 

Viel Spaß beim Entdecken wünscht das Team der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe
Bleiben Sie gesund!

Absage Jahreshauptversammlung NABU Mainz und Umgebung

Achtung Terminabsage

 

 

 

Die Jahreshauptversammlung des NABU Mainz und Umgebung e.V. am 19.03.2020 im Naturhistorischen Museum Mainz wird hiermit vom Vorstand abgesagt und verschoben.

 

 

 

Aufgrund der Allgemeinverfügung der Stadt Mainz und den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden wird die JHV abgesagt und auf einen späteren, noch festzulegenden Termin im Jahr 2020 verschoben. Alle Mitglieder werden sobald als möglich form- und fristgerecht mit neuer Einladung über den neuen Termin informiert werden.

 

 

 

Für den Vorstand

 

Christian Henkes

 

Vorsitzender

 

Jetzt für die Vögel aktiv werden!

Bild:  Bert Schreck/NABU
Bild: Bert Schreck/NABU

Viele Menschen sehen mit Sorge den Rückgang bei etlichen Vogelarten und fragen sich, wie sie in ihrem privaten Umfeld helfen können. Doch beinahe jeder kann etwas tun! Mit Vogelfütterung und Nistkästen sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft. So kann man etwa über die richtige Bepflanzung des Gartens mit heimischen Gehölzen den Vögeln Nistplätze und Nahrung bieten und unterstützt damit auch Bienen, Schmetterlinge, Igel und viele andere Tierarten. Zahlreiche Beispiele und nützliche Tipps - nicht nur für Vogelfreunde - sind in der 60 Seiten starken NABU-Broschüre „Vögel im Garten“ kompakt gebündelt. Natürlich enthält das Heft auch die bewährten Baupläne für Vogelnistkästen und Tipps zur richtigen Aufhängung. Daneben werden die häufigsten Vogelarten im Siedlungsbereich und ihre Ansprüche an Haus und Garten vorgestellt. Die Broschüre kann gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 80 Cent bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig. Alle Einsender erhalten zudem ein großes Vogelposter, das die häufigsten Arten im Siedlungsraum zeigt - ideal vor allem für Kinder.

 

Wildsträucher für mehr Natur im Garten

Bild: R. Michalski/NABU
Bild: R. Michalski/NABU

Heimische Sträucher im Garten helfen der Tierwelt, vor allem Insekten und Vögel profitieren davon. Hinzu kommt, dass Wildrosen, Weißdorn, Schneeball und einige mehr nicht nur wertvoll für die Natur sind, sondern dank ihrer Blüten, Früchte und wegen der bunten Laubfärbung auch im Herbst dekorativ.

Bienen und andere Insekten finden in ihren Blüten reichlich Nektar und Pollen, zahlreiche Schmetterlingsarten legen an den Blättern ihre Eier ab. Mönchsgrasmücke, Heckenbraunelle, Rotkehlchen und andere Heckenbrüter finden darin Schutz für ihr Nest, und die Früchte locken nicht nur Vögel zum Festschmaus.

Man kann heimische Wildsträucher also kaum genug loben und sollte sie nicht als unnützes Gestrüpp abtun! Schon ein einzelner Strauch ist eine Bereicherung für den Garten, doch gilt in diesem Fall auch, dass mehr Sträucher – am besten von verschiedenen Arten - auch mehr bewirken. Im Frühjahr ist Pflanzzeit, doch planen Sie jetzt schon! Zahlreiche Tipps - nicht nur zu heimischen Sträuchern, sondern auch zu Stauden und zur Anlage einer Blumenwiese - enthält die NABU-Broschüre „Gartenlust“, die gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 80 Cent bestellt werden kann. Adresse: NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig

Problematisches Nistmaterial - Plastikmüll als Gefahr für die Vogelwelt

Im Sommer sind sie gut zwischen den grünen Blättern von Bäumen, Büschen und Hecken verborgen, doch wenn das Laub gefallen ist, fallen die verlassenen Vogelnester auf. Was man da bei genauer Betrachtung an unterschiedlichen Konstruktionen zu sehen bekommt, ist erstaunlich, zugleich aber auch deprimierend: Alle möglichen von den Menschen achtlos weggeworfenen oder vergessenen Plastikteile und Schnüre werden von Vögeln bedenkenlos als Nistmaterial genutzt.

Wer macht sich schon Gedanken darüber, dass diese unnatürlichen Baumaterialien bereits während des Sammelns und Einbringens in das zukünftige Nest für die Vogeleltern gefährlich sind?

Im Nest picken die Küken an den Plastikteilen, und gelangen Partikel davon in ihre Mägen, kann das zu tödlicher Verstopfung führen. Zudem lassen verbaute Plastikfolien das Regenwasser schlechter abfließen. Das Nest bleibt feucht, im schlimmsten Fall bleibt Wasser darin stehen - mit fatalen Folgen für den Nachwuchs. Alt- wie Jungvögel können sich in Schnüren und Netzen verheddern und gehen elend zugrunde.

Wir wissen es längst: Folien, Netze, Schnüre und Bänder aller Art schaden nicht nur den Vögeln. Müll gehört nicht in die Natur! 

 

Delegation aus Japan zu Besuch beim NABU Worms-Wonnegau

Bild: Hiroto Ono
Bild: Hiroto Ono
Die Wanderfalken am Dom wurden von Delegationsmitglied Yuki Yoshida im Bild festgehalten.  Bild: R. Michalski
Die Wanderfalken am Dom wurden von Delegationsmitglied Yuki Yoshida im Bild festgehalten. Bild: R. Michalski

Bei typischem Novemberwetter besuchte eine Delegation japanischer Natur- und Umweltschützer am 11. November den NABU in Rheinhessen. Für ihre Verdienste in verschiedenen nicht-staatlichen Umweltorganisationen  wurden sie von der Umweltstiftung der Supermarktkette „Seven-Eleven“ mit einer einwöchigen Bildungsreise zu den Themen Natur- und Umweltschutz belohnt. Auf dem Programm stand diesmal ein Besuch der innerstädtischen Projekte des NABU Worms-Wonnegau. Am Dom stellten Matthias Bösl und Dr. Hilmar Kienzl der trotz Wind und Kälte sehr interessierten Gruppe die gelungenen Maßnahmen für Mauersegler und Wanderfalken vor während sich am Himmel Wanderfalken und Krähen eine Verfolgungsjagd lieferten. Im Anschluss ging es zum Hauptgebäude  des Energieversorgers EWR. Das Unternehmen war von den Wormser Umweltverbänden für die naturnahe Gestaltung des Geländes um das Hauptgebäude mit dem "Wormser Umweltstar" ausgezeichnet worden. Hier erläuterten Jutta Wostbrock (NABU) und Erik Müller (EWR) das gelungene Projekt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter zur NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe in Albig, wo das Thema Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Fokus stand. Bei einer Kellerbesichtigung und einer Weinprobe im Albiger Weingut Jung & Knobloch ging es um das hochaktuelle Thema Nachhaltigkeit. Die zahlreichen Maßnahmen zur Energieeinsparung ließen nicht nur die japanischen Gäste staunen. Der gelungene Tag endete bei einem gemeinsamen Abendessen in Mainz. 

NABU würdigt Katholische Kirchengemeinde St. Pirmin in Eimsheim für Artenschutz

Von links nach rechts: Barbara Geiger, Pfarrer Markus Warsberg, Wolfgang Schmitt und Uwe Zentel. Bild: Katja Zentel
Von links nach rechts: Barbara Geiger, Pfarrer Markus Warsberg, Wolfgang Schmitt und Uwe Zentel. Bild: Katja Zentel

 

Während im Erdgeschoss Gottesdienst gefeiert oder ein Bund fürs Leben geschlossen wird, ziehen in den oberen Stockwerken weitere treue Kirchgänger ihren Nachwuchs groß. Und das fast unbemerkt. 

Seit fünf Jahren bietet der Kirchturm von St. Pirmin in Eimsheim Lebensraum für Schleiereule und Turmfalke. Eulenfreunde des NABU Rhein-Selz installierten im Februar 2014 jeweils einen Nistkasten für Schleiereulen und Turmfalken im Kirchturm. Seitdem konnten mindestens 24 junge Schleiereulen und 15 junge Turmfalken flügge werden.

Im Anschluss an die Sonntagsmesse Anfang November wurde das Projekt der Kirchengemeinde durch die NABU-Vorsitzende Barbara Geiger und Eulenschützer Uwe Zentel vorgestellt. Anschließend erhielten Pfarrer Markus Warsberg und Wolfgang Schmitt vom Küsterteam der Pfarrgemeinde die Ehrenurkunde und Plakette zur Aktion. 
So wurde die unkomplizierte Unterstützung von Seiten der katholischen Kirchengemeinde und im Besonderen von Familie Schmitt gewürdigt.

Mit der Aktion „Lebensraum Kirchturm“ setzt sich der NABU für die Sicherung von Nistplätzen bedrohter Arten ein. Denn Kirchtürme sind optimale Orte, um Niststätten für Schleiereulen, Turmfalken, Fledermäuse, und Dohlen sowie auch für weitere Arten wie z.B. Mauersegler, Schwalben oder Spatzen einzurichten. Schleiereulen sind auf Kirchtürme ganz besonders angewiesen, da die modernen Scheunen keine Brutplätze oder Schlafplätze mehr bieten. Auch unsere Turmfalken als Felsbrüter finden Kirchtürme deswegen richtig gut.  

Ins Leben gerufen wurde die Aktion im Jahr 2007 mit dem Beratungsausschuss für das deutsche Glockenwesen. Seitdem wurden bundesweit über 1000 Kirchen ausgezeichnet. Kirchen, die sich durch Schutz, Erhaltung oder Neuschaffung von Nistmöglichkeiten besonders für den Artenschutz einsetzen, werden mit einer Urkunde ausgezeichnet und erhalten eine Plakette, die sie an ihrer Kirche anbringen können.

Bisher wurden in der Verbandsgemeinde Rhein-Selz folgende Kirchen ausgezeichnet:

Evangelische Kirche in Dienheim, Katharinenkirche Oppenheim, Evangelische Kirche Dexheim, Evangelische Kirche Friesenheim und die Evangelische Kirche in Schwabsburg.

 

 

 

Sehenswerter Vortrag: Schmetterlinge im Kreis Mainz-Bingen

Von links nach rechts: Aurorafalter, Schachbrett, Landkärtchen, Kleiner Fuchs, Zitronenfalter, Kurzschwänziger Bläuling, Kleines Wiesenvögelchen, Admiral, Tagpfauenauge  - alle Bilder von Wolfgang Düring
Von links nach rechts: Aurorafalter, Schachbrett, Landkärtchen, Kleiner Fuchs, Zitronenfalter, Kurzschwänziger Bläuling, Kleines Wiesenvögelchen, Admiral, Tagpfauenauge - alle Bilder von Wolfgang Düring

Für Dienstag, 5. November um 19 Uhr lädt der NABU Rhein-Selz alle Naturfreunde zu einem Vortrag der ganz besonderen Art: Schmetterlinge sind die auffälligsten und für viele Menschen auch die schönsten Insekten überhaupt. Der Schmetterlingsexperte Wolfgang Düring stellt in zahlreichen faszinierenden Bildern die bunte Artenvielfalt, Entwicklungsformen und Lebensweise der Tagfalter im Kreis Mainz-Bingen vor. Sehen Sie nicht nur die Schmetterlinge, sondern auch ihre Eier und Raupen in detailreichen Makroaufnahmen! Natürlich kommt im Vortrag auch das Thema Naturschutz nicht zu kurz, denn der Schutz der Insekten ist heute wichtiger denn je. Veranstaltungsort ist das Altenzentrum der Stiftung Zivilhospital, Jakob-Steffan-Platz 1 in Oppenheim. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenlos, für freiwillige Spenden für den Naturschutz steht eine Spendenbox bereit.

Ausgebüxt oder blinder Passagier? Exotische Heuschrecke in Rheinhessen

Ägyptische Knarrschrecke, gefunden in Wöllstein.   Bild: H.Sporrenberg
Ägyptische Knarrschrecke, gefunden in Wöllstein. Bild: H.Sporrenberg

Eine besondere Entdeckung machte eine ältere Dame aus Wöllstein Anfang Oktober auf ihrer Terrasse: Da saß eine mit gut acht Zentimetern Länge beeindruckend große Heuschrecke.  Doch ein Heupferd war das nicht! Der erfahrenen Naturfreundin fiel sofort auf, dass dieses Tier nicht zu einer heimischen Art gehört. Daher  machte sie Fotos und meldete ihren Fund an die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe.  NABU-Mitarbeiter Rainer Michalski bestimmte das Tier als Ägyptische Knarrschrecke (Anacridium aegyptium), der Heuschreckenexperte Dr. Carsten Renker vom Naturhistorischen Museum Mainz bestätigte die Bestimmung.
Nachweise dieser Art aus Deutschland gibt es bisher nur wenige, denn eigentlich ist sie im Mittelmeergebiet zu Hause. Dort zählt sie zu den häufigen Heuschreckenarten und ist in mit lockerer Vegetation bestandenem Gras- und Buschland zu finden. Doch wie kommt sie dann nach Wöllstein? Einerseits reisen immer wieder einzelne Tiere  als blinde Passagiere  mit Warentransporten bei uns ein.  Andererseits werden Ägyptische Knarrschrecken als Futtertiere für Reptilien immer beliebter und es gibt einen regen Handel damit. Zurzeit sind die Winter in Rheinhessen noch zu kalt für diese Art, doch wer weiß, was der Klimawandel noch bewirkt?

Fehlalarm in Rheinhessens Küchen

Bernstein-Waldschabe | Foto: Ursula Gönner/naturgucker.de
Bernstein-Waldschabe | Foto: Ursula Gönner/naturgucker.de

Ab Juli waren sie auf einmal überall: An der Biotonne, auf der Terrasse, im Garten, in der Wohnung.... Bernstein-Waldschaben  (Ectobius vittiventris) dürften im letzten Sommer in vielen Haushalten für panische Aufräum- und Reinigungsaktionen gesorgt haben. Für die ursprünglich im Mittelmeerraum beheimateten Neubürger war die trocken-heiße Witterung optimal. Auf den ersten Blick sind sie leicht mit den als Schädlingen zurecht gefürchteten Deutschen Schaben (Kakerlaken) zu verwechseln, und das macht die etwa einen Zentimeter langen, hellbraunen Tierchen mit den langen Fühlern nicht unbedingt zu Sympathieträgern. Doch Panik ist in diesem Fall fehl am Platze, denn Bernstein-Waldschaben sind lästig, aber harmlos. Sie knabbern am liebsten an abgestorbenen Pflanzenteilen herum, von denen es im Garten ein reiches Angebot gibt. Sie halten sich tagsüber in der Regel gut versteckt.

Wenn sie in ihrem Versteck unter Biotonnen, Blumentöpfen oder Steinen gestört werden, flitzen sie rasant in die nächste Deckung. In der Nacht werden sie aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Vom Lichtschein angezogen verirren sie sich dann auch in menschliche Behausungen, sei es zu Fuß oder fliegend. Doch was den Menschen gefällt ist für die Bernstein-Waldschaben nicht geeignet. In Wohnungen gehen sie in der Regel nach wenigen Tagen an Nahrungsmangel zugrunde. Aber wie erkenne ich, dass ich es nicht mit Schädlingen zu tun habe? Ein Blick auf den Halsschild (das ist der "Kragen" hinter dem Kopf) gibt Aufschluss: Gut sichtbar finden sich dort bei der Deutschen Schabe zwei schwarze Längsstreifen, die der Bernstein-Waldschabe fehlen.
 
Nymphe der Bernstein-Waldschabe | Foto: F. Schulz/naturgucker.de
Nymphe der Bernstein-Waldschabe | Foto: F. Schulz/naturgucker.de

Viel mehr als Abfall: Herbstlaub im Garten

Bild: Eric Neuling, NABU
Bild: Eric Neuling, NABU

Es ist wieder soweit: Die ersten Herbststürme lassen die farbenprächtigen Blätter der Bäume und Sträucher zu Boden segeln. Doch für viele Gartenbesitzer bedeutet das Laub nur ärgerliche Arbeit - dabei sind die fallenden Blätter eine Bereicherung für Tier- und Pflanzenwelt!

 

„Herbstlaub trägt zu mehr Naturnähe im Garten bei“, meint Elisabeth Schröder von der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe. So sei Laub, zusammengerecht zu einem Haufen und mit Ästen versetzt, nicht nur ein Winterquartier für den Igel, unter Sträuchern und im Staudenbeet verteilt schütze es auch die dort lebenden Tiere vor Frost. „Die Kleintiere im Laub sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Vögel, Regenwürmer zersetzen die Blätter zu wertvollem Humus. Während Laub Rasenflächen schadet und von Gehwegen entfernt werden sollte, kann man es unter Sträuchern einfach liegen lassen“, so Schröder. Es verbessert auch im Gemüsebeet das Nährstoffangebot im Boden und unterdrückt Unkraut. Das restliche Laub kann dann im Frühjahr kompostiert werden. Jedoch sind Blätter von Eichen und Walnussbäumen durch ihren hohen Gerbsäuregehalt für diese Zwecke nicht geeignet. Wer sein Laub entfernen will, sollte unbedingt auf Laubsauger verzichten, da sie die Blätter zerkleinern - und damit auch alle daran sitzenden Tiere.

 

Ein Faulbaum für den Frühling

Bild: Norman Schiwora/NABU
Bild: Norman Schiwora/NABU

Der jetzt beginnende Herbst ist für alle Gartenbesitzer die beste Zeit, um neue Gehölze zu pflanzen. Bis zum Frühling haben diese dann genügend Zeit, um anzuwurzeln. Der NABU ruft dazu auf, bei den anstehenden Pflanzaktionen im eigenen Garten vorrangig heimische Gehölze und Sträucher zu verwenden.

„Heimische Gehölze wie der Faulbaum, die Kornelkirsche oder der Weißdorn sind Futterplatz und Kinderstube für viele Insekten wie z.B. Schmetterlinge und deren Raupen“, so Christian Henkes von der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe. Zudem bieten die Früchte willkommene Nahrung für die Gartenvögel. In Zeiten des Arten- und Insektensterbens kann so auch der eigene Garten einen Beitrag für das Überleben vieler Arten leisten.

Ebenso ist nun die Zeit, um Blumenzwiebeln in den Boden zu bekommen. Gerade die früh im Frühling blühenden Arten wie Winterling, Krokus oder Blaustern sind wichtige erste Nektartankstellen für Wildbienen und Hummeln nach dem Winter.

 

Wer Ideen für heimische Gehölze und eine naturnahe Gartengestaltung haben möchte, der findet reichlich Inspiration in der NABU-Broschüre "Gartenlust". Sie kann für 4 x 0,80 € in Briefmarken bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig bestellt werden.

Gottesanbeterin: Erneut zahlreiche Meldungen

Gottesanbeterin am Markthaus der Diakonie in Bad Kreuznach | Bild: Michael A. Ottenbreit
Gottesanbeterin am Markthaus der Diakonie in Bad Kreuznach | Bild: Michael A. Ottenbreit

Die Europäische Gottesanbeterin kam bis vor einigen Jahren nur noch an wenigen Stellen in Deutschland regelmäßig vor, etwa am Kaiserstuhl oder in der Südpfalz. Doch nun breitet sich die wärmebedürftige Art mit Verbreitungszentrum im Mittelmeerraum im Zuge des Klimawandels wieder nach Norden aus. Aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert gibt es einzelne Belege aus Rheinhessen und dem Nahegebiet. Seit einigen Jahren sammelt die NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe Meldungen der Europäischen Gottesanbeterin in Rheinhessen und dem Naheland.

Braune Gottesanbeterin in Bad Kreuznach | Bild: Sissi Steuerwald
Braune Gottesanbeterin in Bad Kreuznach | Bild: Sissi Steuerwald

 

So auch in diesem Jahr:  Michael A. Ottenbreit fand ein braunes Exemplar am Fenster des Diakonie-Markthauses in Bad Kreuznach. Sein Foto zeigt die Gottesanbeterin aus einer neuen Perspektive. Frau Sissi Steuerwald beeindruckte eine ebenfalls braune Gottesanbeterin in ihrem eigenn Garten.  Ein grünes Individuum fand Tanja Diel in Flonheim vor ihrer Haustür. Andreas Hänel sichtete gleich mehrere Gottesanbeterinnen, wenn auch an unterschiedlichen Tagen: Ein grünes Exemplar in Nierstein und ein braunes in Alzey. Die unten angezeigte Karte illustriert weitere Funde in unserer Region.  Weitere Meldungen der Europäischen Gottesanbeterin sind uns weiterhin willkommen und werden nachträglich in die Karte eingetragen.

Grüne Gottesanbeterin in Flonheim | Bild: Tanja Diel
Grüne Gottesanbeterin in Flonheim | Bild: Tanja Diel

Karte

Bildergalerie

Video aus Merzig

Gefilmt von Markus Biewer in Merzig

Lust auf Garten - NABU Tipps im August

Natternkopf mit Dunkler Erdhummel | Bild: Stefan Knipf/naturgucker.de
Natternkopf mit Dunkler Erdhummel | Bild: Stefan Knipf/naturgucker.de
Beispiel für eine Insektentränke |  Bild: Lara Munsch
Beispiel für eine Insektentränke | Bild: Lara Munsch

Bunte Blüten, herrliche Düfte und schattenspendendes Grün - so mancher Gartenbesitzer wird die vergangenen Sommertage zum Entspannen oder Werkeln im eigenen Garten genutzt haben. Wem die Natur dabei am Herzen liegt, der kann auch mit wenig Aufwand seinen Garten ökologisch aufwerten.

 

In den warmen Augusttagen können sich Vögel in einer flachen Schale mit Wasser abkühlen. Bienen, Schmetterlinge und Käfer freuen sich über eine Insektentränke: Dafür Murmeln oder kleine Steine als trockene Inseln in ein Schälchen legen und täglich mit frischem Wasser auffüllen. Auch Wasser in der Vogeltränke sollte im Idealfall täglich aufgefrischt werden. Eine bunte Blumenwiese spendet Wildbienen und Hummeln Nektar als Nahrung und muss maximal zweimal im Jahr gemäht werden - schon ein kleiner Bereich im Garten, in dem so ein "Wildwuchs" zugelassen wird, bietet vielen Kleinstlebewesen ein Zuhause. Wer Schädlinge in diesen Tagen im Schach halten will, sollte nicht zur Giftspritze greifen, denn diese gefährdet Wildbienen und andere Nützlinge im Garten. Schädlinge lassen sich durch Mischkulturen und das Fördern von Nützlingen wie Marienkäfern und Ohrwürmern eindämmen, während Pflanzen mit Jauchen und Brühen gestärkt werden können. Auch Laubsauger, Mähtraktoren und Häcksler bringen vielen nützlichen Kleintieren wie Käfern, Würmern und Spinnen den Tod - von Lärm, Abgasen und Energieverbrauch ganz zu schweigen. Handmäher, Rechen und Sense sind gute Alternativen zum PS-Garten.

Diese und weitere Tipps zur Gestaltung eines Naturgartens gibt es in der 44-seitigen Broschüre „Gartenlust – Für mehr Natur im Garten“. Sie ist erhältlich beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91 in 55234 Albig und kann gegen 4 Briefmarken zu 80 Cent bestellt werden.

Die Distelfalter kommen!

Distelfalter, Bild: R. Michalski
Distelfalter, Bild: R. Michalski

Ein besonderes Naturphänomen kann man zur Zeit in unserer Region erleben: Seit wenigen Tagen sind auf Feldern und Wiesen, in Dörfern und Städten in Rheinhessen und dem Naheland zahlreiche hübsch orange, weiß und schwarz gezeichnete Schmetterlinge unterwegs. Teils sausen sie schnell und gradlinig vorbei, teils flattern sie direkt vor den Füßen der Spaziergänger aus dem Gras am Wegrand auf.
Es handelt sich um Distelfalter, die wie jedes Frühjahr in mehreren Generationen aus Nordafrika bis nach Mittel- oder sogar Nordeuropa ziehen. Der diesjährige Einflug konzentrierte sich auf eine östlichen Route über Israel, Zypern und den Balkan nach Deutschland und darüber hinaus. Während des Zuges lassen sich in einer Stunde Dutzende oder auch mal über hundert Falter beobachten. Bald legen die Distelfalter ihre Eier ab,  wie der Name schon sagt gerne an verschiedenen Distelarten. Die nächste Generation wird in den kommenden Wochen schlüpfen. 

Während der Einflug in den vergangenen Jahren eher „tröpfchenweise“ erfolgte, handelt es sich diesmal um einen regelrechten Masseneinflug von einigen Millionen Tieren, wie er nur selten stattfindet. Die Distelfalter kommen in mehreren Wellen durch unsere Region und wurden schon seit März in Israel und dem Libanon beobachtet. Ein Teil bleibt hier, andere ziehen weiter und stoßen sogar bis nach Island vor. Die Auslöser für den Zug der Distelfalter sind bisher weitgehend ungeklärt. Wahrscheinlich spielt Nahrungsmangel in den Ursprungsgebieten eine Rolle bei diesem rein instinktiv gesteuerten Verhalten. Wenn dann auch noch günstige Winde dazu kommen, brechen sie einzeln, aber wie auf Kommando auf und können mehrere Hundert Kilometer pro Tag zurücklegen. Die Nachkommen der Einwanderer kehren im Herbst wieder nach Nordafrika zurück. 

Naturfreunde haben also noch einige Wochen Gelegenheit, Distelfalter zu beobachten. Der NABU und sein Partner naturgucker.de wollen dies nutzen, um mehr Informationen über die Falter zu gewinnen. Unter www.NABU.de/Distelfalter können Sichtungen von Distelfaltern aktuell gemeldet werden, dort gibt es auch weitere Informationen zur NABU-Zählaktion „Insektensommer“. 

 

NABU Insektensommer

Unter dem Motto „Zählen, was zählt“ startet der NABU sein neues Projekt „Insektensommer“. Naturfans sind bundesweit aufgerufen, das Summen, Brummen und Krabbeln in ihrer Umgebung vom 31. Mai bis zum 9. Juni sowie vom 2. bis zum 11. August  jeweils eine Stunde lang zu beobachten und ausschließlich online unter www.insektensommer.de zu melden.

Die Aktion soll auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam machen und für den Schutz dieser Tiergruppe sensibilisieren.

In Deutschland gibt es ca. 33.000 Insektenarten, und jeder kann mithelfen, Daten zu ihrer Vielfalt und Häufigkeit zu sammeln - auch ohne wissenschaftliche Fachausbildung. Beobachten und zählen kann man fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Sonnige, warme, trockene und windstille Tage sind besonders günstig für die Beobachtung.

Gezählt und gemeldet werden können eigentlich alle Insektenarten und ihre Entwicklungsstadien. Dabei ist auch eine "unscharfe" Meldung möglich, ein unbekannter Schmetterling kann auch einfach als "Schmetterling" gemeldet werden. Auf 16 in Deutschland häufig vorkommende Arten sollte aber besonders geachtet werden:
Im Juni sind das Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Blutzikade, Florfliege, Hainschwebfliege, Lederwanze, Steinhummel und Tagpfauenauge.
Im August liegt das Hauptaugenmerk auf Ackerhummel, Blaugrüner Mosaikjungfer, Grünem Heupferd, Holzbiene, Kleinem Fuchs, Schwalbenschwanz, Siebenpunkt-Marienkäfer und Streifenwanze.

Artenportraits und weitere Informationen gibt es auf www.insektensommer.de.

 

Die  Daten der Zählaktion „Insektensommer“ werden in Zusammenarbeit mit der Plattform www.naturgucker.de erfasst. Die Ergebnisse werden vom NABU ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.

Keine Angst vor giftigen Schlangen! Meldeaufruf

Die Schlingnatter wird häufig mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Bild: Judith Lenhard
Die Schlingnatter wird häufig mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Bild: Judith Lenhard

Bei Schlangen gehen die Meinungen weit auseinander. Manch einer findet sie eklig, für andere sind sie faszinierende Lebewesen. Ob an Bahndämmen, Trockenmauern, Wald- und Wegrändern, in Steinbrüchen, an Gewässern oder sogar in Gärten – in der warmen Jahreszeit können auch in Rheinhessen und dem Naheland mit etwas Glück Schlangen beobachtet werden. 

 

„Schlingnatter und Ringelnatter leben an vielen Orten der Region, die Würfelnatter nur an der Nahe und die Äskulapnatter auf der anderen Rheinseite bei Rüdesheim und Wiesbaden. Diese Arten sind nicht giftig, und die Kreuzotter kommt hierzulande nicht vor“, erklärt Rainer Michalski von der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe in Albig. Wer hierzulande eine Schlange findet, könne also in der Regel davon ausgehen, dass es sich um eine harmlose Art handelt.

 

Leider gebe es immer noch Menschen, die Angst vor Schlangen hätten und die faszinierenden Tiere unrechtmäßig töten wollten. Die größere Gefahr für die heimischen Schlangen gehe allerdings von der Zerstörung ihrer Lebensräume aus. „Die fortschreitende Ausräumung der Landschaft hat Schlangen vielerorts selten werden lassen. Der massive Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft verringert noch zusätzlich ihre Nahrungsgrundlage“, erläutert Michalski. Deshalb seien mittlerweile alle rheinland-pfälzischen Schlangen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten zu finden.

 

Der NABU ruft die Bevölkerung zur Meldung von aktuellen Schlangenbeobachtungen aus der Region auf, denn die Datenlage sei vor allem in Rheinhessen lückenhaft. "Sinnvolle Schutzkonzepte kann man nur entwickeln, wenn man die Verbreitung kennt. Daher sind aktuelle Beobachtungen, so wichtig", erklärt Michalski.

 Beobachtungen mit Bildbeleg, Funddatum und möglichst genauer Beschreibung des Fundortes können gemeldet werden an die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig, Tel. 06731 547566, info@NABU-Rheinhessen.de. Damit die Artbestimmung leichter fällt hat der NABU ein informatives Faltblatt erstellt, das die heimischen Schlangen vorstellt. Es kann bei uns bestellt werden oder per Klick auf das linke Bild gedownloaded werden. Weitere Informationen zu unseren heimischen Arten finden Sie hier.

 

Genau hingeschaut - Insektenvielfalt in Rheinhessen

Über eine Millionen Insektenarten gibt es auf der ganzen Welt - mindestens 1500 hat Gerd Reder, langjähriges Mitglied des NABU Worms-Wonnegau in einer Sandgrube bisher nachweisen können. Seine intensives Erforschen der Insektenfauna bescherte ihm Beobachtungen von Arten wie der Frühlings-Seidenbiene, der Grauschwarzen-Düstersandbiene und Dünen-Sandlaufkäfern. Der SWR hat ihm bei einer seiner Beobachtungsrunden begleitet.

Dünen-Sandlaufkäfer | Bild: Gerhard Pahl/naturgucker.de
Dünen-Sandlaufkäfer | Bild: Gerhard Pahl/naturgucker.de

Insektenfans können sich bald schon auf die nächste Mitmachaktion des NABU freuen: dem Insektensommer. Er findet in diesem Jahr vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August statt. Eine Stunde lang sucht und beobachtet man die Sechsbeiner im Garten, Hof oder Park und meldet die erkannten Arten an den NABU. Es gibt pro Meldezeitraum acht „Kernarten“, nach denen Insektenfans möglichst auf jeden Fall schauen sollten. Diese Arten kommen (noch) häufig vor und sind vergleichsweise leicht zu erkennen. Im Frühsommer sind es Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege, im Hochsommer sind es Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd.

Besser sitzen lassen - Jungvögel sind selten allein!

So sieht man es selten: Junge Amseln werden vom Vater gefüttert. In der Regel verteilen sich die Jungvögel, um das Risiko einer Entdeckung zu minimieren. Bild: Annelies Klotz, NABU
So sieht man es selten: Junge Amseln werden vom Vater gefüttert. In der Regel verteilen sich die Jungvögel, um das Risiko einer Entdeckung zu minimieren. Bild: Annelies Klotz, NABU

Zurzeit piept es überall. In Nistkästen und Gebüschen bettelt der Vogelnachwuchs um Futter, viele Jungvögel haben das Nest schon verlassen. Beim NABU häufen sich nun die Anrufe von Naturfreunden, die vermeintliche Vogelwaisen aufgelesen haben.

Doch meist trügt der Schein: Die Jungen vieler Vogelarten verlassen ihr Nest bevor sie fliegen können. Mit den Eltern halten sie durch leise Rufe Kontakt.

Lediglich wenn Gefahr im Verzug ist, sollte man Jungvögel an einem geschützten Platz in der Nähe absetzen

Nur ganz selten sind Jungvögel tatsächlich verlassen. Erst wenn nach mehrstündiger Beobachtung kein Zweifel besteht, dass das Junge nicht mehr versorgt wird, könne es in Obhut genommen werden.

Wer einen Jungvogel aufnimmt muss sich im Klaren sein, dass die Aufzucht aufwändig ist und die Vogeleltern nicht ersetzen kann! Die beste Hilfe ist immer noch ein naturnahes Umfeld, in dem Jungvögel Deckung und Nahrung finden.

Wer mehr über die Vögel im Siedlungsbereich und ihre Bedürfnisse wissen will, erhält bei Einsendung von vier Briefmarken zu 80 Cent an die NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig, die informative Broschüre „Vögel im Garten“. 

 

Rückblick Rheinland-Pfalz Ausstellung 2019

Unter dem Motto  "Du und dein Garten!"  öffnete die Rheinland-Pfalz-Ausstellung mit einer Spezialmesse vom 6. bis zum 14. April ihre Türen. Passend dazu informierten sich am NABU-Stand hunderte Besucher über das Thema naturnahes Gärtnern. Als Ergänzung zur großen NABU-Ausstellung "Gönn dir Garten" berieten dutzende Helfer der NABU-Gruppen aus Alzey, Bad Kreuznach, Bingen, Mainz, Rhein-Selz und Worms-Wonnegau bei Fragen wie "Was kann ich für Wildbienen tun?", "Wo bekomme ich Saatgut für heimische Wildblumen", "Warum ist mein Nistkasten leer?" oder "Wie kann ich Fledermäusen ein Zuhause geben?". 

Bild: Instagram-Seite von Ulf Sultau: "Gärten des Grauens"
Bild: Instagram-Seite von Ulf Sultau: "Gärten des Grauens"

 

Nicht selten wurden im Gespräch auch die immer beliebteren Steinwüsten in den Vorgärten verurteilt. Massenhaft verschwinden Bäume, Hecken und Grünflächen in den Vorgärten und werden durch ökologisch wertlose Kiesflächen mit einzelnen immergrünen Pflanzen ersetzt. Dieser Lebensraumverlust ist in der Summe enorm - denn für Vögel wie Amsel und Co. ist die Steinfläche eine nahrungsarme Wüste. In den sozialen Medien betreibt Ulf Sultau die Satire-Seite "Gärten des Grauens" und sammelt dort Bilder der leblosen Steinwüsten. Dass es anders geht, zeigten unsere umfangreichen Infomaterialien und das Gespräch mit den Messebesuchern.

Doch nicht nur der eigene Garten interessierte die Besucher: Auch konnten über 170 Menschen vor Ort davon überzeugt werden, direkt bei der NABU-Unterschriftenaktion für eine umweltfreundlichere Agrarpolitik mitzumachen. Denn der Verlust unserer heimischen Artenvielfalt durch die intensive Landwirtschaft war Bestandteil vieler Gespräche. Jedes Jahr vergibt die EU 58 Milliarden Euro Agrar-Subventionen - 114 Euro von jedem Bürger - doch nut ein Bruchteil davon geht an Landwirte, die sich für eine naturverträgliche Landwirtschaft einsetzen. Haben Sie schon unterschrieben? Machen Sie mit!

Viele NABU-Mitglieder freuten sich über die Gelegenheit, mit dem NABU ins Gespräch zu kommen. Basteleien für Kinder und das Angebot von regionalen Samen heimischer Wildblumen, betreut durch den NABU Bingen und Umgebung, sowie tägliche Vorträge rundeten das Informationsangebot ab.

Gehörnte Mauerbienen auf Brautschau: Werden auch Sie zum Wildbienenhalter!

Video: Annemarie Grindel

Frisch geschlüpftes Männchen der Gehörnten Mauerbiene | Bild: Kerstin Kleinke/naturgucker.de
Frisch geschlüpftes Männchen der Gehörnten Mauerbiene | Bild: Kerstin Kleinke/naturgucker.de

Dank der Sonnenstrahlen der letzten Tage beginnt nun vielerorts das Gewimmel am Wildbienenhaus: Meist sind es die Männchen der Gehörnten Mauerbiene, die frisch geschlüpft am Nest auf eine Chance zur Paarung warten. Man erkennt sie leicht am rostroten Hinterleib, der schwarzen Brustpartie und der weißen Gesichtsbehaarung. Die Gehörnte Mauerbiene wird zwar in Deutschland als nicht gefährdet eingestuft, sie ist aber einer der wichtigsten Bestäuber an Steinobst. Nicht zuletzt deswegen sollte man etwas für diese und andere Wildbienenarten tun, um dem Rückgang der Insekten entgegenzuwirken. Ein Insektenhotel ist ein guter Anfang.

Nicht nur am Insektenhotel, sondern auch auf dem Rasen wimmelt es mancherorts nur so von Wildbienen. Das folgende Video zeigt hunderte fliegende Sandbienen in Bad Kreuznach.

Video: Rainer Michalski

Vogel des Jahres 2019 - Wie erkenne ich die Feldlerche?

Bild: Manfred Delpho
Bild: Manfred Delpho
Neue NABU-App "Vogelwelt"
Neue NABU-App "Vogelwelt"

Der Gesang der Feldlerche bildete einst die typische Klangkulisse über unseren Feldern. Das Besondere daran: Die Männchen singen meist während des Fluges und tragen ununterbrochen trillernde und zirpende Laute in schneller Folge vor. Oft sieht man Feldlerchen erst, wenn sie unvermittelt vor einem auffliegen. Denn mit 16 bis 18 Zentimetern Körperlänge und der beige bis rötlich-braunen Gefiederfärbung ist der Vogel des Jahres 2019 gut getarnt. Sie haben außerdem auf dem Kopf eine kleine Federhaube, die sie aufstellen können. Wer ein Smartphone besitzt, kann die Feldlerche auch in der neuen, kostenlosen NABU-App „Vogelwelt“ begutachten. Die App beinhaltet Portraits von 308 Arten in ihren typischen Federkleidern und hilft mit einer praktischen Suchfunktion beim Bestimmten von Vogelarten.

Schon 1998 wurde die Feldlerche zum Vogel des Jahres gekürt, um auf ihren Bestandsrückgang aufmerksam zu machen. Intensivkulturen, fehlende Brachflächen, zu viel Gülle und Pestizide haben nicht nur der Feldlerche, sondern auch vielen anderen Feldvögeln den Lebensraum genommen. Auch die Insektennahrung ist stark zurückgegangen. So ist in den letzten 20 Jahren mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden! Um Bestandsrückgängen entgegenzuwirken, sollte die Verbesserung des Lebensraumes während der Brutzeit im Fokus stehen. Ideal wäre ein kleinräumiges Mosaik aus Feldfrüchten, Sommer- und Wintergetreide, Wiesen und Brachen.

 

Weitere Informationen zur Feldlerche und ihrem Schutz erhalten Sie gegen Einsendung von 3 Briefmarken à 80 Cent bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

Wildbienen mit wenig Aufwand helfen

Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva) | Foto: Helge May
Rotpelzige Sandbiene (Andrena fulva) | Foto: Helge May
Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) | Foto: Helge May
Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis) | Foto: Helge May

Noch ist vom Frühling keine Spur, doch schon bald wird die Welt der Insekten wieder aktiv: Ab den ersten warmen Tagen tummeln sich auch verschiedene Wildbienenarten im Garten. Jedes Weibchen versorgt sein eigenes Nest, Honig wird nicht produziert. Als Bestäuber sorgen Wildbienen für reichen Fruchtertrag und erhalten die Vielfalt der Wildblumen. Die Rostrote Mauerbiene beispielsweise ist eine echte Frühlingsbotin und wurde zum "Insekt des Jahres 2019" gekührt. Doch viele der 560 heimischen Arten sind vom Aussterben bedroht. Deswegen soll die Wahl der Rostroten Mauerbiene auch auf das Artensterben der Wildbienen aufmerksam machen.

Einigen kann man schon mit wenig Aufwand helfen:

Ein Insektenhotel kann bis zu 40 verschiedenen Wildbienenarten ein Zuhause geben. Ob aus gebündelten Schilfhalmen oder angebohrten Hartholzklötzen: stehen die Nistplätze sonnig und trocken, bleiben die Bewohner meist nicht aus - sofern das Blütenangebot stimmt.  Egal ob groß oder klein, selbst gebaut oder gekauft, ein Insektenhotel ist ein Beitrag zum Naturschutz.

 

Wer sich für Wildbienen und ihren Schutz interessiert, erhält gegen Einsendung von 4 Briefmarken à 80 Cent umfangreiche Informationen rund um Bienen, Wespen und Insektenhotels inklusive einer umfangreichen Pflanzenliste bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

NABU ruft zur Vogelzählung auf

Wer flattert denn da ans Futterhaus? Der NABU ruft vom 4. bis zum 6. Januar 2019 zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus. Im Januar 2018 beteiligten sich über 136.000 Menschen an der jährlich stattfindenden Aktion. Nach der Dürre 2018 dürfte die Zählung besonders spannend werden. Zudem tragen Bäume und Sträucher in diesem Jahr besonders viele Früchte.

 

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion. Jeder kann eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten oder im Park zählen und dem NABU melden. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird im Lauf einer Stunde von jeder Art die höchste Anzahl notiert, die gleichzeitig zu beobachten ist. Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem ist am 5. und 6. Januar von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

 

Für die optimale Vorbereitung bietet der NABU unter www.vogeltrainer.de ein eigenes Lernprogramm zur Stunde der Wintervögel an. Mit dem kostenlosen NABU-Vogeltrainer erfährt man spielerisch alles über 15 häufige Vögel, die im Winter in unseren Gärten zu finden sind.
Infos zur Aktion unter www.stundederwintervoegel.de.

 

Formationskunst der Starenschwärme

Stare sind uns vertraut und in Deutschland weit verbreitet. Und dennoch faszinieren sie uns immer wieder mit ihren atemberaubenden Schwarmformationen. Hunderttausende Stare gleiteten am Mittwoch in Langenlonsheim durch die Lüfte, auf Video festgehalten von Famile Burdt.

 

Im Herbst treten Stare häufig in großen Schwärmen auf, fressen sich auf unseren Feldern an Beeren und Früchten satt, oder suchen auch auf Rasen und Wiese nach Nahrung. Da kommt ihnen besonders in diesem Jahr das reichhaltige Nahrungsangebot durch den warmen Sommer besonders gut gelegen. Doch nicht nur Stare profitieren zurzeit vom guten Früchtejahr 2018: Die wichtigsten Nahrungsquellen von Meisen, Finken und den Haussperling sind nun Samen von Bäumen. Manch einer wird sich in den letzten Wochen vielleicht schon gefragt haben, wieso im eigenen Garten nur wenige Vögel zu beobachten sind: Das reichhaltige Samenangebot in Wäldern und auf Feldern lockt die Vögel aus den Siedlungen und versorgt sie mit ausreichend Nahrung. Finden sie nicht mehr genug Nahrung in der freien Natur, weichen sie auf unsere Futterstellen aus.

 

Übrigens: Stare aus dem Norden Europas überwintern in großer Zahl im milderen Südwesten wie an der französischen Atlantikküste, in den Niederlanden und zunehmend auch in Deutschland. Im Flug wirken Stare kompakt und spitzflüglig. Ihre Flugsilhouette ist dreieckig. Typisch ist auch die Flugweise, bei der zwischen Ruderflug und kurzen Gleitflugphasen abgewechselt wird.

Herbstlaub: Kein Abfall, sondern Bereicherung für den Garten

Bild: NABU/Eric Neuling
Bild: NABU/Eric Neuling

 Seit Wochen färben sich die Blätter der Bäume wieder in bunten Farben und segeln gemütlich zu Boden. Viele sehen im farbenfrohen Laub nur eine lästige Begleiterscheinung des Herbstes, die viel Arbeit bereitet - doch sind die fallenden Blätter eine wahre Bereicherung für Tier- und Pflanzenwelt im Garten. Auf Beeten oder dem Boden verteilt schützt Herbstlaub die dort lebenden Kleintiere wie Regenwürmer, Käfer und Asseln vor Frost im Winter. Diese Arten spielen eine wichtige Rolle bei der Zersetzung von Laub und haben zudem eine bedeutsame Funktion für die Gesunderhaltung des Bodens. Aber auch kleine Säugetiere wie Mäuse, junge Igel und Amphibien wie die Erdkröte suchen sich im Herbst gerne einen Laubhaufen als Winterquartier. Das Laub isoliert und bietet somit einen gemütlichen Unterschlupf.

 

Den Laubhaufen trägt man am besten mit dem Rechen unter Bäumen und Sträuchern zusammen oder lässt ihm einen eigenen Platz im Garten. Gehwege sollten mit einem Besen freigeräumt werden. Verzichten sollte man aber unbedingt auf motorisierte Laubsauger: Mit ihnen werden millionenfach Kleinstlebewesen mit dem Laub aufgesaugt und zerstückelt. Laubsauger mit Verbrennungsmotor stoßen darüber hinaus gesundheitsschädliche Abgase wie Kohlenwasserstoffe, Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Laubbläser saugen zwar die Tierwelt nicht ein, können jedoch zur Luftverschmutzung beitragen, da sie ebenfalls Motorenabgase, aber auch (Fein-)Staub, Bakterien und Pilzsporen aufwirbeln - ganz zu schweigen von dem ohrenbetäubenden Lärm, den sie verursachen. Dieser stört allerdings nur den Menschen.

 

 

Spektakel am Himmel

Am 22. Oktober flogen hunderte Kraniche über Rheinhessen. Mit ihren trompetenden Rufen und der typischen Keilformation ziehen sie seit Wochen Richtung Süden. Haben auch Sie ein Spektakel wie dieses beobachtet? Wir freuen uns weiterhin über jede Kranichmeldung!

Die Kraniche sind unterwegs

Bild: Klemens Karkow
Bild: Klemens Karkow

Seit etwas mehr als einer Woche sieht man sie wieder am Himmel: Laut tompetende Kraniche, die sich auf den Weg in den Süden machen. Inzwischen sind schon zehntausende Vögel in Frankreich angekommen. Doch noch ist es nicht zu spät für eine Beobachtung der lauten Zugvögel am Himmel. Erst gestern flogen ca. 500 Kraniche gegen Nachmittag über Mainz. Aktuelle Entwicklungen des Vogelzugs finden Sie hier.

 

Sie haben das Spektakel am Himmel beobachten können? Dann melden Sie Ihre Beobachtung gerne dem Beobachtungsportal Kranichgucker. Dort können Sie auch Sichtungen in unserer Region nachverfolgen. Das folgende Video hilft bei der Bestimmtung der Kraniche und der Unterscheidung zu andern Zugvögeln.

Naturschutz vor der Haustür - jetzt Nistkästen anbringen

Kohlmeise am Nistkasten | Bild: NABU/Jens Kube
Kohlmeise am Nistkasten | Bild: NABU/Jens Kube

Auch wenn die Temperaturen momentan noch etwas anderes vermuten lassen, steht der Herbst unmittelbar vor der Tür: Jetzt ist die ideale Zeit, um Nistkästen im Garten oder auf dem Balkon anzubringen. Denn damit sorgt man nicht nur für die kommende Brutsaison im nächsten Jahr vor, sondern bietet Vögeln, Kleinsäugern und Insekten auch einen Platz zum Schlafen und Überwintern. „Natürliche Nist- und Überwinterungsplätze werden zunehmend rar“, erklärt Rainer Michalski. „Ein sinnvoll angebrachter Nistkasten kann durchaus zum Artenschutz beitragen und lässt sich außerdem einfach selbst bauen. Dabei bestimmt die Größe des Kastens und der Durchmesser des Einfluglochs für welche Vogelart die Nisthilfe attraktiv sein wird.“

 

 

Nicht nur Höhlenbrüter wie Kohl-, Blau-, Sumpf- und Tannenmeise, Feld- und Haussperling, Star und Zaunkönig, sondern auch Halbhöhlenbrüter wie Grauschnäpper oder Hausrotschwanz schätzen die Nistplätze. Eine naturnahe Gestaltung von Haus und Garten erhöht zudem die Chance, dass die Kästen auch einen Mieter finden. Wer bereits einen Nistkasten angebracht hat, sollte nun alte Nester entfernen und den Kasten reinigen. Es reicht vollkommen, wenn gründlich ausgefegt wird. Doch Vorsicht: Kleintiere richten sich oft für den Winter in Nistkästen ein. Vor einer Reinigung sollte der Kasten immer vorsichtig auf Bewohner geprüft werden. Die Reinigung bewohnter Kästen sollte im Frühjahr nachgeholt werden.

 

 

Ran an die Werkbank! Eine ausführliche Bauplansammlung zu Nisthilfen für Vögel, aber auch Fledermäuse, Igel und Insekten kann gegen Einsendung von 4 Briefmarken à 80 Cent bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

Herbstlicher Lebensspender - blühenden Efeu nicht beschneiden!

Zwei Admiral-Falter und eine Honigbiene saugen Nektar an einem Efeu-Blütenstand. (Bild: Rüdiger Weis, NABU)
Zwei Admiral-Falter und eine Honigbiene saugen Nektar an einem Efeu-Blütenstand. (Bild: Rüdiger Weis, NABU)

Eine Umfrage unter den Insekten würde dem Efeu sicher allerbeste Beliebtheitswerte bringen: Die Kletterpflanze blüht erst ab September, wenn viele andere Nahrungsquellen schon versiegen - und das oft sogar bis in den Dezember hinein. Die in einer Halbkugel angeordneten, unscheinbar gelbgrünen Blüten bieten Nektar und Blütenpollen offen dar, so dass auch Besucher ohne oder nur mit einem kurzen Rüssel einen reich gedeckten Tisch vorfinden. Praktisch alles, was sechs Beine hat, kommt im Herbst hier vorbei, von Wild- und Honigbienen und Wespen über Schmetterlinge bis hin zu zahlreichen Fliegenarten. Selbst Marienkäfer weichen nun mangels Blattläusen gerne auf den energiereichen Blütennektar aus. Doch längst nicht jeder Efeu kommt auch zur Blüte. Dafür muss die Pflanze erst ein Alter von mindestens 20 Jahren erreichen und spezielle Triebe ohne die ansonsten typischen Haftwurzeln ausbilden. Zum Wohl der Natur sollte man blühenden Efeu daher nicht in der Blüte beschneiden und solche Triebe, die sich auch durch die Blattform unterscheiden, möglichst nicht vollständig entfernen.

 

 

Herbst-Tipps für insektenfreundliche Gärten

Blühende Winterlinge setzen einen leuchtend gelben Akzent gegen tristes Wintergrau. (Bild: Roswitha Pitsch, NABU)
Blühende Winterlinge setzen einen leuchtend gelben Akzent gegen tristes Wintergrau. (Bild: Roswitha Pitsch, NABU)

Auch wenn der Sommer noch nicht gehen will - der Herbst kommt, und damit die beste Zeit, um Blumenzwiebeln zu stecken. Denn Frühblüher dienen im zeitigen Frühjahr Wild- und Honigbienen, Hummeln und Schmetterlingen als erste wichtige Nahrungsquelle. Neben den als Bienenmagnet bekannten Kätzchen tragenden Weidenarten bietet sich eine Vielzahl insektenfreundlicher Zwiebelgewächse an, besonders geeignet sind verwildernde Arten. Botanische Krokusse sind zwar kleiner als hochgezüchtete Sorten, blühen aber reichlich, samen aus und können über die Jahre herrlich bunte Teppiche bilden. 

Zwischen Steinkraut, Gänsekresse, Blaukissen oder Schleifenblume passen in sonnenbeschienene Gartenbereiche wunderbar weitere Vorfrühlingsboten wie Winterling, Märzenbecher, Schneeglöckchen und Blaustern. So können Honigbienen bereits an sonnigen Tagen im Februar Nektar und Pollen finden. Überwinternde Hummelköniginnen fliegen im Frühjahr bereits bei Temperaturen ab 2 Grad aus, um auf Nahrungssuche zu gehen. Ab Anfang März sind dann auch die ersten Sandbienen unterwegs.

Und noch ein Tipp: Schneiden Sie im Herbst nicht generell alle Pflanzen im Garten zurück. Lassen Sie alte Blütenstände und Pflanzenstängel über den Winter hinweg stehen. Viele Insekten nutzen trockene Stängel als Überwinterungsmöglichkeit. So legen etwa einige Wildbienearten ihre Eier in hohlen Stängeln ab. Die Larven überwintern dort und schlüpfen im kommenden Jahr. 

Zahlreiche Informationen rund um den insektenfreundlichen Garten bietet die NABU-Broschüre „Gartenlust“. Gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 70 Cent kann sie bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

NABU Rhein-Selz: Batnight mal anders

Hochspannung beim Echolot-Spiel: Ob die "Fledermaus" ihr Bonbon findet? (Bild: M.Bopp)
Hochspannung beim Echolot-Spiel: Ob die "Fledermaus" ihr Bonbon findet? (Bild: M.Bopp)

Wie in den Jahren zuvor veranstaltete die NABU-Gruppe Rhein-Selz auch 2018 wieder eine Exkursion im Rahmen der „European Batnight“, der europäischen Nacht der Fledermäuse. Schon um 18 Uhr traf man sich am Sportplatz in Ludwigshöhe, von wo es weiterging zum eigentlichen Ziel, dem Michelröder See. Trotz unklarer Wetterverhältnisse war die Beteiligung sehr gut. Im Programm fehlte weder die traditionelle Ortung mit den Fledermausdetektoren noch die Vermittlung zahlreicher Fakten rund um die faszinierenden Nachtjäger.  Als Neuheit wurden zusätzlich verschiedene Spiele mit Bezug auf die Lebensweise der Tiere angeboten.

 

Zunächst erklärten die Exkursionsleiter Marianne Bopp und Dr. Jürgen Fuchs  die Spielregeln. Da auch der Naturschutz nicht an modernen Medien vorbeikommt, sollte für ein Spiel, die „Schnitzeljagd 2.0“, auch ein Handy zum Einsatz kommen. Anhand eines Bildes sollte eine Fledermausart bestimmt werden. Hinweise zur Auflösung des Rätsels waren an vorher ausgesuchten Bäumen und Sträuchern angebracht, die erst einmal identifiziert werden mussten. Neben bekannteren Bäumen wie Stieleiche  und Silberweide mussten auch weniger geläufige Pflanzen wie Pfaffenhütchen oder Faulbaum gefunden werden. Die Hinweiszettel beinhalteten neben einem Hinweis auf die gesuchte Fledermausart die Adresse einer eigens für dieses Spiel erstellten Webseite, die den nächsten Fundort beschrieb. Jede Gruppe musste fünf Sträucher oder Bäume im Umfeld des Michelröder Sees finden. Da zu wenige Jugendliche in einem passenden Alter anwesend waren, nahmen stattdessen einige der Eltern begeistert an dem Spiel teil. 

 

Ein Spiel für kleinere Kinder war eine „Echolot-Simulation“. Dabei spielte ein Kind eine Fledermaus, die ihr „Futter“ suchen musste, das aus kleinen, auf Pfählen angebrachten Süßigkeiten bestand. Weil die Sicht der Fledermäuse bei der Jagd in der Dunkelheit eingeschränkt ist, orientieren sie sich rein akustisch über die Echos ihrer Rufe. Aus diesem Grund war die Sicht des jeweiligen „Fledermauskindes“ durch eine Gesichtsmaske stark eingeschränkt. Die „Fledermaus“ konnte daher ihre Nahrung nur durch die Zurufe ihrer Mitspieler finden.  Auch das Fledermaus-Schminken und das Basteln von Fledermaus-Masken machte den Kindern sehr viel Spaß. Ein Origami-Spiel, bei dem Fledermäuse für ein Mobile gefaltet wurden, stand auch auf dem Programm. Daniel Beier stellte neben Informationen über die Besonderheiten und Lebensweise der Fledermäuse den Teilnehmern eine Vielzahl von verschiedenen Fledermaus-Kästen vor.

 

Und dann war es soweit: Nach einer Einführung in den Gebrauch der Fledermausdetektoren durch Jürgen Fuchs brauchten die Kinder dann nur noch auf die „richtigen“ Fledermäuse zu warten, und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis man Mücken- und Zwergfledermäuse detektieren konnte. 

 

Marianne Bopp

Dr. Jürgen Fuchs

 

Fledermäuse live erleben mit dem NABU!

Eine Zwergfledermaus beim abendlichen Ausflug aus ihrem Quartier. Bild: Dietmar Nill/NABU
Eine Zwergfledermaus beim abendlichen Ausflug aus ihrem Quartier. Bild: Dietmar Nill/NABU

Es ist wieder so weit:  Anlässlich der Europäischen Fledermausnacht (European Batnight) bieten auch die hiesigen NABU-Gruppen einige Veranstaltungen an. Lassen Sie sich dieses Erlebnis nicht entgehen!

 

Samstag, 11. August 16:00 Uhr

NABU-Fledermausexkursion bei Kirchheimbolanden

Treffpunkt: Worms, Von-Steuben-Straße, Parkplatz  Bildungszentrum

Um Fledermäuse zu sehen, lohnt sich die Anreise. Vor Ort empfängt uns der Fledermausexperte Hans König und zeigt uns die nächtlichen Flugkünstler. Abfahrt in Fahrgemeinschaften. Besonders für Kinder geeignet!

Info: Hans König, 06352 789972 oder NABU Worms-Wonnegau, 06242 5458

 

Samstag, 25. August 18:00 Uhr

European Batnight 2018 in der VG Rhein-Selz

Zu dieser abendlichen Fledermaus-Exkursion, die insbesondere für Kinder und Jugendliche geeignet ist, treffen sich die Teilnehmer auf dem Sportplatz in Ludwigshöhe.

Neben dem Aufspüren der Fledermäuse in freier Natur bieten wir verschiedene Spiele an, die an das Leben der Fledermäuse angelehnt sind. Es wird empfohlen, festes Schuhwerk zu tragen und eine Taschenlampe sowie auch Zecken- und Mückenschutz mitzuführen. Für die älteren Jugendlichen ist ihr Smartphone hilfreich.

Von erwachsenen Nichtmitgliedern wird eine Teilnehmergebühr von 2 Euro pro Person erhoben.

 

Info Mo-Fr ab 18:30 Uhr bei Marianne Bopp, 06138 8679 oder www.NABU-Rhein-Selz.de

 

Samstag, 25. August 20-22:00 Uhr

Vortrag und Exkursion zur Nacht der Fledermäuse

Treffpunkt: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen, An den Rheinwiesen 5, Gaulsheim

Teilnahme frei, Spenden willkommen!

Bevor wir mit den BAT-Detektoren die Rheinauen nach Fledermäusen erforschen, klären unsere Fledermausexperten Sie mit einem Vortrag über die kleinen Säuger auf. Parallel ist ein Kinderprogramm zum Thema geplant.

 

Samstag, 25. August

Fledermausexkursion im Lennebergwald

Teilnahmebeitrag: Erwachsene 4 €, Kinder 2 €

Vortrag und Wanderung zum Weiher am Schloss Waldhausen im Rahmen der European Batnight unter Leitung von Malte Fuhrmann und Stefan Dorschel. Veranstalter ist der Zweckverband Lennebergwald.

Info & Anmeldung: 06139 370, Forstrevier@Lennebergwald.de

 

Samstag, 25. August ab 19:00 Uhr

Fledermausnacht am Besucherbergwerk Schmittenstollen

Schon traditionell ist die Fledermausnacht von NABU, Besucherbergwerk Schmittenstollen und Bergwerksverein Lemberg e.V., gestaltet von Fledermausbotschafter Michael Korz mit Vorträgen und Detektorbeobachtung. Im Wald ein ganz besonderes Erlebnis!

Anfahrt PKW über Feilbingert - Wanderung ab Stausee Niederhausen über Lemberggeisterweg

Info: 06758 8404, matthiasharke@gmx.de

 

Samstag, 1. September 16:00 Uhr

Fledermausexkursion am Mühlberg bei Oberwiesen

Treffpunkt: Parkplatz Forsthaus Vorholz

Teilnahmebeitrag: 2 €, Kinder frei

Auf uns Menschen üben Fledermäuse einen besonderen Reiz aus - zu Recht! Das zeigen Ihnen Fledermausexperte Hans König und Förster Gunnar Wolf.

Info: Roswitha Pitsch, 06731 42786

 

Seltener Acker-Schwarzkümmel erfolgreich vermehrt

Bild: Norber Kussel
Bild: Norber Kussel

Eine botanische Rarität blüht zurzeit auf einer kleinen Ackerfläche am Wiesbach bei Nieder-Wiesen: Der vom Aussterben bedrohte Acker- Schwarzkümmel – früher weit verbreitet, heute akut vom Aussterben bedroht. NABU-Mitglied Elke Endlich aus Nieder-Wiesen betreut seit zwei Jahren die Fläche in ihrem Heimatort. Sie ist begeistert vom ungewöhnlichen Charme der Pflanzen: „Die Blüte hat mehrere Etagen, und sieht wirklich bizarr aus.“
Die Fläche ist Teil des Projektes „Wildkräuter-Asyl“, das von Norbert Kussel aus Rommersheim ins Leben gerufen wurde und auf mehreren, über Rheinhessen verteilten Flächen die Vermehrung vom Aussterben bedrohter Acker-Wildkräuter zum Ziel hat. Neben dem Acker-Schwarzkümmel sind das früher häufige Arten wie Acker-Rittersporn, Flammen-Adonisröschen, Kornrade, Kornblume und viele andere mehr. Weitere Flächen liegen am Eichenhof bei Rommersheim, bei Sulzheim, am Pilgerweg Spiesheim-Wörrstadt (Besitzer Bio-Hof Armin Meitzler), in Udenheim am Sportgelände (unterstützt von Jean E. Larro), in Partenheim (betreut von Reinhard Oehler), in Wallertheim (auf einer Fläche von Gabi Sander) und in Jugenheim (von Heinfried Gress zur Verfügung gestellt und beaufsichtigt).

 

Über einen besonderen Reiz des von BUND, NABU, und der Agendagruppe der VG Wörrstadt mitgetragenen Projektes berichtet Elke Endlich: „Da es sich um Acker-Wildkräuter handelt, müssen die Flächen jedes Jahr im Herbst neu angelegt werden, damit sie nicht von weniger spezialisierten Arten überwachsen werden. Im Frühjahr weiß man dann nie, welche Arten sich entwickeln. Der Tisch ist jedes Jahr neu gedeckt.“ Für die Pflege der rheinhessischen Wildkräuter-Asyle werden noch weitere fachkundige Helfer gesucht. Wer Interesse hat, wendet sich an Norbert Kussel, Tel. 06732 9 62 16 21.

Badespaß an der Vogeltränke: Achten Sie auf Sauberkeit!

Das tut gut! Eine Kohlmeise erfrischt sich an einer Vogeltränke. (Bild: Rita Priemer, NABU)
Das tut gut! Eine Kohlmeise erfrischt sich an einer Vogeltränke. (Bild: Rita Priemer, NABU)

Die heißen Temperaturen verlocken nicht nur uns Menschen zum Baden, auch für Vögel ist so eine Abkühlung ein Genuss. Eine flache Schale voll Wasser wird zum heiß begehrten Planschbecken für Piepmätze aller Art. Doch Vorsicht ist geboten:  Besonders an kleinen Trink- und Badestellen besteht für Vögel im Sommer die Gefahr einer tödlichen Infektion, etwa mit Trichomonaden. Vor allem Grünfinken  sind davon betroffen. Hygiene und täglicher Wasserwechsel sind daher erste Pflicht.

Viele Vögel baden gerne im Wasser, aber Spatzen lieben auch Sandbäder. Wer diese Leidenschaft unterstützen möchte, legt ein künstliches Sandbad an. Der Riesenspaß im Dreck hat eine wichtige Funktion: Die feinen Sandkörner dringen in das dichte Gefieder und entfernen so unliebsame Parasiten. Zum Errichten einer Sandbadestelle hebt man eine Mulde aus, die mit Sand verfüllt wird. Als Alternative eignet sich auch ein großer, mit Sand gefüllter Blumenuntersetzer. Damit auch hier keine Krankheiten übertragen werden, sollte der Sand regelmäßig ausgetauscht werden.

Im Umkreis von etwa drei Metern sollte - wie auch bei Wasserstellen - der Platz frei von Büschen sein. Das gibt den Vögeln Sicherheit vor anschleichenden Katzen und anderen Räubern.. Für alle, die mehr für die Vogelwelt im Garten tun wollen, bietet der NABU die Broschüre "Vögel im Garten" an. Sie kann gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 80 Cent bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

Die Feldwespe - zu Unrecht verfolgt

Gut erkennbar beim Nest der Feldwespe: Die sichtbaren Waben (Bild Rainer Michalski/NABU)
Gut erkennbar beim Nest der Feldwespe: Die sichtbaren Waben (Bild Rainer Michalski/NABU)

Auch in Rheinhessen erwarten die Naturschutzbehörden eine „Wespenplage“. Der NABU ruft dazu auf, bei vorhandenen Wespennestern genau hinzuschauen.

Denn es sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die sich über unsere Kaffeetafel hermachen und deren Nester mitunter als störend empfunden werden.

Zu Unrecht wird aber auch die Feldwespe als Unruhestifter abgestempelt. Obwohl sie menschliche Nahrung nicht anrührt, sondern Insekten jagt, wird sie aufgrund ihres Aussehens mit den lästigen Verwandten in einen Topf geworfen. Feldwespen sind aber gut am schlanken Körperbau und vor allem den im Flug herunterhängenden langen Hinterbeinen zu erkennen.

Der Feldwespe wird zum Verhängnis, dass das Nest nicht so gut verborgen ist wie das ihrer Verwandten. Dabei unterscheidet es sich deutlich: Es hängt oft frei und nicht im Dunkeln. Es besteht aus einer offenen Wabe, deren Zellen klar erkennbar sind. Dort sitzen häufig mehrere Feldwespen, die das Nest mit intensivem Flügelschwirren kühlen.

Der Feldwespenstaat, der meist nur 30 Arbeiterinnen umfasst, ist selbst im unmittelbaren Nestbereich nicht aggressiv. Zwar empfiehlt sich auch hier ein Sicherheitsabstand, der NABU ruft aber dazu auf, Feldwespennester nicht zu entfernen, da dies fast immer überflüssig ist.

Wer mehr über Wespen, Bienen und Hornissen erfahren möchte, kann die Broschüre „Kein Grund zur Panik“ gegen Einsendung von 4 Briefmarken à 80 Cent bei der NABU Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig bestellen.

 

Scheinbar einsam, aber nicht verlassen -  Jungvögel bitte sitzen lassen!

Noch passen die jungen Amseln so eben ins Nest.  Doch in Kürze reicht der Platz nicht mehr und sie werden Sie sich in der Umgebung verteilen, wo sie von den Eltern weiter gefüttert werden. Bild: Sabine Teufl, NABU
Noch passen die jungen Amseln so eben ins Nest. Doch in Kürze reicht der Platz nicht mehr und sie werden Sie sich in der Umgebung verteilen, wo sie von den Eltern weiter gefüttert werden. Bild: Sabine Teufl, NABU

 

Wie in jedem Frühjahr erhalten wir zurzeit täglich Anrufe wegen vermeintlich verlassener Jungvögel. Oft handelt es sich um junge Amseln mit arttypisch braun getupftem Gefieder. Doch besteht in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge: Nur ein kleiner Teil der scheinbar einsamen Vögelchen ist in Gefahr, denn die Jungen vieler Vogelarten verlassen das Nest bereits bevor sie fliegen können und verteilen sich in der Umgebung. Dieser Schritt gehört zum natürlichen Programm und senkt das Risiko, dass alle Jungen von einem Räuber gefressen werden. 


Wer diese "Waisen" über längere Zeit aufmerksam  und aus sicherer Entfernung beobachtet, wird feststellen, dass die unbeholfen herumflatternden Federknäuel mit ihrem noch viel zu kurzen Schwänzchen durchaus nicht allein sind. Sie werden in der Regel weiterhin von ihren Eltern gefüttert. Mit piepsenden Standortlauten halten die Kleinen den Kontakt, rufen aber manchmal auch gutwillige Vogelretter auf den Plan. Doch die Handaufzucht von Jungvögeln sollte immer die allerletzte Option bleiben, denn die Fürsorge und die abwechslungsreiche Fütterung der Vogeleltern sind in menschlicher Obhut kaum zu ersetzen. Die Devise heißt "Sitzen lassen!". Eingreifen sollte man nur, wenn Gefahr im Verzug ist, etwa durch Katzen oder an verkehrsreichen Straßen. Dabei kann man die Tiere problemlos mit der Hand in ein nahes Gebüsch oder auf einen Baum setzen, denn Vögel orientieren sich im Gegensatz zu Säugetieren kaum über den Geruchssinn. 


Für die wenigen wirklichen Notfälle finden Vogelfreunde wertvolle Tipps im Internet auf www.wildvogelhilfe.org. Die hoch professionelle Seite bietet Hinweise sowohl zum Umgang  mit Jungvögeln aller Art als auch zur Versorgung von kranken oder verletzten Tieren. Für alle, die lieber etwas in der Hand haben, sind viele Informationen in der 60 Seiten starken NABU-Broschüre „Vögel im Garten“ kompakt gebündelt. Diese kann gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 70 Cent bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

 

Stunde der Gartenvögel 2018 - aufgepasst und mitgezählt!

Vogel des Jahres 2018: Obwohl der prächtige Star noch häufig beobachtet wird, ist sein Bestand in Deutschland in den letzten 20 Jahren um mehr als 1 Million Brutpaare geschrumpft. In der "Roten Liste" wird er daher als "gefährdet" geführt.
Vogel des Jahres 2018: Obwohl der prächtige Star noch häufig beobachtet wird, ist sein Bestand in Deutschland in den letzten 20 Jahren um mehr als 1 Million Brutpaare geschrumpft. In der "Roten Liste" wird er daher als "gefährdet" geführt.

Welcher Vogel singt, zwitschert oder fliegt denn da?  Zum 14. Mal ruft der NABU alle Naturfreunde auf, im Rahmen der "Stunde der Gartenvögel" am Wochenende 10. bis 13. Mai eine Stunde lang die Vögel im Garten, vom Balkon aus oder im Park zu zählen und  dem NABU zu melden. Mehr als 60000 Vogelfreunde hatten im vergangenen Jahr mitgemacht und insgesamt 1,4  Millionen Vögel beobachtet und gemeldet. Damit handelt es sich – gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ – um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Jeder kann teilnehmen und so einen wertvollen Beitrag leisten – ob Vogelexperte oder Laie, ob alleine oder in der Gruppe. Und das geht so: Von jeder Vogelart wird die höchste Anzahl notiert, die im Laufe der Stunde gleichzeitig entdeckt werden kann. Ob Spatz, Elster oder Stieglitz – jede Beobachtung trägt zum Erfolg des Projektes bei. Denn je mehr Naturfreunde an der „Stunde der Gartenvögel“ teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse, die Rückschlüsse auf schleichende Veränderungen unserer Artenvielfalt ermöglichen.

Die gezählten Vögel können bis 22. Mai per Post (an NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin) oder im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden. Dort findet man außerdem nützliche Tipps zur Vogelbestimmung, zahlreiche interessante Informationen über die typischen Gartenvögel und nach Ende der Aktion die Ergebnisse. Jeder Teilnehmer leistet einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz!

 

Ausstellung mit lebenden Amphibien

Laubfrosch (Bild: Hans-Werner Schneider)
Laubfrosch (Bild: Hans-Werner Schneider)

Vom 20. April bis  zum 03. Juni 2018 zeigen das Umweltbildungszentrum „Schatzinsel Kühkopf“ (UBZ) und der NABU Rheinland-Pfalz im „Kälberstall“ des UBZ die  Ausstellung "Amphibien – Botschafter der Artenvielfalt am Oberrhein“. Am Beispiel der heimischen Amphibien zeigt die Ausstellung, wie bedroht die Natur ist und was jeder einzelne für ihren Schutz tun kann. Gezeigt werden lebendige einheimische Amphibien wie Laubfrosch, Moorfrosch und Knoblauchkröte in naturnah gestalteten Aquarien und Terrarien. Darüber hinaus können die Besucher an verschiedenen Stationen die Natur interaktiv erleben und sich über den Naturschutz informieren.

Am 26. April findet eine Begleitexkursion zur Ausstellung in der Knoblochsaue statt. Die Exkursion beginnt um 19:00 Uhr am Parkplatz am Ende der Schusterwörthstraße in Leeheim. Unter Leitung des hessischen Amphibienexperten Thomas Bobbe werden verschiedene Gewässertypen als Lebensräume für Amphibien mit den entsprechenden Arten vorgestellt.

Das UBZ und der NABU bieten unter der Woche kostenfreie Führungen durch die Ausstellung und das Außengelände für Schulen und Kindergärten, wobei der Schwerpunkt bei den Schulklassen 1 – 6 liegt. Anmeldung über Christian.Kehrenberg@forst.hessen.de, Tel.: 06158 1886472.
Weitere Informationen: www.lebensader-oberrhein.de

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag von 14:00-18:00 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertag von 10:00-18:00 Uhr

 Kontakt: Umweltbildungszentrum "Schatzinsel Kühkopf", Hofgut Guntershausen, Außerhalb 27, 64589 Stockstadt am Rhein. Tel.: 06158 1886451 (zu den Öffnungszeiten)

Harmloses Gewimmel - Sandbienen auf Partnersuche

In Deutschland leben mehr als 100 Arten von Sandbienen. Sie alle nisten in selbst gegrabenen Nestern im Erdboden und leben solitär. Von links nach rechts: Weiden-Sandbiene, Rotpelzige Sandbiene, Zaunrüben-Sandbiene, Gemeine Sandbiene.
In Deutschland leben mehr als 100 Arten von Sandbienen. Sie alle nisten in selbst gegrabenen Nestern im Erdboden und leben solitär. Von links nach rechts: Weiden-Sandbiene, Rotpelzige Sandbiene, Zaunrüben-Sandbiene, Gemeine Sandbiene.

Der Frühling ist endlich da und in vielen Gärten summen von einem Tag auf den anderen zahlreiche Bienen knapp über dem Boden herum. Es sieht aus, als sei ein Bienenschwarm entwichen! Viele Menschen wenden sich daher Rat suchend an den NABU. Doch auch wenn es vielleicht gefährlich aussieht - das Schauspiel ist harmlos.

 

Es handelt sich um Männchen von Sandbienen aus verschiedenen Arten, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können. Von der Wärme hervorgelockt schlüpfen sie oft alle an einem Tag aus den im Vorjahr von den Müttern gebauten Erdnestern und bleiben in deren Nähe. Die Weibchen folgen wenig später. Haben sich die Bienenmännchen verpaart, sterben sie und das Gewimmel nimmt schlagartig ab. Die Weibchen dagegen beginnen jedes für sich mit dem Bau eines Nestes. Von ihren Aktivitäten künden kleine Erdhaufen mit einem Loch in der Mitte. Nach spätestens vier Wochen ist alles vorbei – bis zum nächsten Frühling. 

 

Doch Bienen sind Bienen - auch wenn es sich bei den geschützten Tieren um wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen handelt. Da denkt man doch direkt an schmerzhafte Stiche! Aber Sandbienen sind nicht aggressiv und verteidigen ihre Nester nicht. Auch wenn die Weibchen über einen Stachel verfügen, mit dem sie sich in höchster Not verteidigen, kann dieser menschliche Haut in der Regel nicht durchdringen. Der Garten kann also weiter genutzt werden. 

 

Wer mehr wissen will, kann sich in der Broschüre „Bienen, Wespen und Hornissen“ informieren. Gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 80 Cent kann sie bestellt werden beim NABU Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

 

Jetzt aktiv werden für die Vogelwelt!

Prächtig sieht er aus, der Hausrotschwanz! Seit einigen Tagen ist die Art zurück aus dem Winterquartier. I Bild: Tom Dove
Prächtig sieht er aus, der Hausrotschwanz! Seit einigen Tagen ist die Art zurück aus dem Winterquartier. I Bild: Tom Dove

Nach einem langen, trüben Winter ist der Frühling nun endlich in Sicht und die Vögel singen von den Dächern. Hausrotschwanz und Bachstelze sind endlich aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt und weitere Arten werden in den nächsten Wochen folgen. Doch viele Menschen sehen mit Sorge den Rückgang bei etlichen Vogelarten und fragen sich, wie sie in ihrem privaten Umfeld helfen können. „Beinahe jeder kann etwas tun! Mit Vogelfütterung und Nistkästen sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft“, berichtet Rainer Michalski von der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe. So könne man etwa über die richtige Bepflanzung des Gartens mit heimischen Gehölzen oder die Anlage einer Blumenwiese viel Gutes für die Natur tun und unterstütze damit auch Bienen, Schmetterlinge, Igel und zahlreiche andere Tierarten. Die genannten sowie etliche weitere Beispiele, Baupläne und nützliche Tipps - nicht nur für Vogelfreunde - finden sich auf www.NABU.de.
Für alle, die lieber etwas in der Hand haben, sind diese Informationen in der 60 Seiten starken NABU-Broschüre „Vögel im Garten“ kompakt gebündelt. Auch werden darin die häufigsten Vogelarten und ihre Ansprüche an Haus und Garten vorgestellt. Die Broschüre kann gegen Einsendung von 4 Briefmarken zu 80 Cent bestellt werden bei der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Langgasse 91, 55234 Albig.

NABU auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung

Wir bieten Informationen und Bastelangebote für Groß und Klein.
Wir bieten Informationen und Bastelangebote für Groß und Klein.

Vom 10.-18. März stehen wir Ihnen an unserem Infostand in Halle 1 B (Garten) wieder für Ihre Fragen rund um Natur und Naturschutz im Garten und anderswo gerne zur Verfügung.  Auch wenn Sie Fragen zu Ihrer NABU-Gruppe vor Ort haben, sind Sie bei uns richtig, denn die NABU-Gruppen der Region sind mit Ihren Aktiven am Stand vertreten. 

 

Zusätzlich bieten wir neben verschiedenen Nistkasten-Modellen für Vögel und Fledermäuse umfangreiches Informationsmaterial über die heimische Tierwelt an. Sehr begehrt sind auch unsere Bauplansammlungen sowie die wunderschönen Naturposter und Anstecker mit unterschiedlichen Tiermotiven. Gegen eine Spende können Sie sich bei den Kolleginnen und Kollegen vom  Naturschutz-Großprojekt "Lebensader Oberrhein" eine Saatgut-mischung aus attraktiven heimischen Wildpflanzen zusammenstellen.  Neu ist unser Naturquiz, bei dem die Teilnehmer kleine Preise gewinnen können. Kinder können an unserem Stand Nistkästen bauen (solange der Vorrat reicht!) oder Korkenfledermäuse und Quakfrösche basteln. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Schmetterlingsei trotzt eisiger Kälte

Nierenfleck-Zipfelfalter, Ei im Winter und Falter im Sommer  I  Bilder: Wolfgang Düring
Nierenfleck-Zipfelfalter, Ei im Winter und Falter im Sommer I Bilder: Wolfgang Düring

Viele Menschen fragen sich, wie Insekten den kalten Winter überstehen. Einige Schmetterlingsarten überdauern die unwirtliche Jahreszeit als Ei.  Für NABU-Schmetterlingsexperte Wolfgang Düring ist somit der Fund eines Eies vom Nierenfleck-Zipfelfalter in diesen frostigen Tagen nichts Besonderes. 

Der attraktive Schmetterling überwintert unauffällig als winziges Ei an der Rinde des Schlehenstrauches. Über diese und weitere spannende Anpassungen der Schmetterlinge an die Umwelt berichtet Naturschützer Wolfgang Düring  bei einem Vortrag "Schmetterlinge - Tagfalter in Bingen und Umgebung" am 22. März 2018 von 19.00 bis 21.00 Uhr im NABU-Zentrum Rheinauen (An den Rheinwiesen 5, 55411 Bingen-Gaulsheim).  Bei dem Vortrag gibt es Informationen und Bilder zu bedrohten Arten wie Bläulinge, Schillerfalter, Eisvögel, Weißlinge und den Kleinen Perlmutterfalter. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Spenden für den Biotopschutz werden erbeten. An dem Abend wird Wolfgang Düring auch das Buch "Schmetterlinge - Botschafter der Artenvielfalt vorstellen".

Weitere Informationen unter www.NABU-Rheinauen.de .

 

Fastnachtswanderung mit dem NABU Alzey und Umgebung

Buntspecht | Bild: Thomas Höfler
Buntspecht | Bild: Thomas Höfler

Am Sonntag, den 11. Februar um 14 Uhr lädt der Nabu Alzey und Umgebung zur diesjährigen Fastnachtswanderung ein. Treffpunkt für die ca. 2,5 stündige Wanderung auf dem Walderlebnisweg in Wonsheim ist der Parkplatz an der L 400 von Wonsheim Richtung Hof Iben (ca. 1,5 km nach Ortsausgang Wonsheim, auf der rechten Seite). Infos und Anmeldung bei Christine Börner, Tel.: 0175 9149824.