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Wer hat schon diese Eidechse beobachtet?   Rheinhessen-Nahe ist aufgrund seiner trockenen und warmen Witterung ein Paradies für Zauneidechse, Blindschleiche oder Ringelnatter. Die wechselwarmen Tiere brauchen die Kraft der Sonne, um ihren Körper aufzuwärmen. Besonders im Frühjahr und Herbst "baden" sie in der Sonne. Im Sommer wird es selbst den Reptilien manchmal zu warm und sie sind eher morgens oder abends an Böschungen, Bahndämmen, Steinmauern, ja sogar an Wegrändern anzutreffen. Den Rest des Tages verbringen sie im Schatten. Je nach Art und Tier verschwinden Eidechsen und Schlangen sofort, wenn ihnen Erschütterungen des Bodens oder ein Schatten das herannahen von Menschen oder Feinden mitteilen. Oft vertrauen sie auch auf ihre Tarnung, so dass der Spaziergänger an ihnen vorbeigeht, ohne sie zu bemerken. Die intensive landwirtschaftliche Nutzung von Rheinhessen-Nahe hat die Vorkommen von Waldeidechse, Blindschleiche und Co auf minimale Reste schrumpfen lassen. Der NABU in Rheinhessen-Nahe möchte ihren Blick schärfen:
Mauereidechse
Achten sie beim nächsten Spaziergang in Garten, Wald und Feld auf unsere flinken Mitbewohner. Teilen Sie uns Ihre Beobachtungen mit. Zum Mitmachen und besseren Kennenlernen haben wir für Sie alle Reptilienarten auf der nächsten Seite aufgelistet. Wenn Sie noch mehr Information über alle acht in der Region vorkommenden Schuppenträger haben wollen, können Sie unser umfangreiches Skript (1,8 MB) mit dem PDF-Acrobat-Reader herunterladen.

Seit Mai 2006 stellt der NABU Rheinhessen-Nahe die in unserer Region heimischen Eidechsen und Schlangen vor. Bisher sind aus dem Gebiet 170 Meldungen eingegangen. Spitzenreiter ist die Ringelnatter. Sie wurde in der gesamten Region beobachtet. Durch ihre Länge von oft mehr als einem Meter ist sie sehr auffällig. Oft wurden die Tiere in Gartenteichen gesichtet, einige wurden sogar "in flagranti" mit Frosch im Maul erwischt. An zweiter Stelle steht die Mauereidechse. Durch ihre Vorliebe für alte Gemäuer gerät sie immer wieder ins Blickfeld des Menschen. Doch auch Bahngelände und Stützmauern erwiesen sich als geeigneter Lebensraum und "Wanderweg" für die scheuen Flitzer. Auch Blindschleichen wurden häufig gefunden, in manchen Gärten sind die eifrigen Schneckenjäger schon seit Jahren gern gesehene Gäste im Komposthaufen. Den vierten Platz belegt die Würfelnatter. Das "Wappentier" des Naturschutzes im Kreis Bad Kreuznach wurde bisher neun mal gemeldet. Dabei wurden die Literaturangaben zur Verbreitung der bedrohten Schlangenart entlang der Nahe bestätigt. Die größte Reptilienvielfalt in der Region gibt es im Nahetal bei Schloßböckelheim. Hier wurden insgesamt sieben Arten nachgewiesen, mehr als die Hälfte der in Deutschland vorkommenden Reptilienarten.

  Wechselwarme Eidechsen brauchen die Sonne.
männliche Zauneidechse