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Fledermausjunges  
Die im Dunkeln sieht man nicht.
Unsere heimischen Fledermäuse sind nachtaktive Tiere. Zum Schlafen ziehen sie sich in Höhlen, Felsspalten, Baumhöhlen oder von Menschen gemachte Unterschlüpfe zurück. Überall da, wo Menschen bauten, boten sich auch neue Versteck-
möglichkeiten für Fledermäuse: Häuser, Kirchen, Türme, Bergwerkstollen, Bunker und unterirdische Kanäle konnten Fledermäuse entsprechend ihren Bedürfnissen mitbenutzen. Sie besiedeln bevorzugt dunkle Dachböden, übertagen zwischen Wand und Fensterläden oder hinter Kunststoffverkleidungen moderner Betonbauten. Das Vorstellungsbild vieler Menschen von Fledermäusen, die auf Dachböden frei in großen Trauben hängen, ist gar nicht typisch für die Mehrzahl der gebäudequartierbeziehenden Arten. Die Mehrzahl unserer Fledermausarten lebt dagegen äußerst versteckt in spaltenartigen Hohlräumen in und an Gebäuden und fällt oft nur durch das Fallenlassen ihrer Kotkrümel auf.
  Zwergfledermaus
Fledermausjunges: AKF Zwergfledermaus: Carsten Braun
Auch aufgeklappte hölzerne Fensterläden oder das Innere von Rollokästen wird als Wohnraum genutzt. Durch die Modernisierung von Gebäuden gehen viele Schlafplätze verloren. Der Fledermausfreund kann vielen unserer Arten durch das Anbringen von Ersatzquartieren in Form von Fledermauskästen sichere Sommerschlafplätze bieten.
Fledermäuse pendeln jedes Jahr zwischen ihren Sommerquartieren und ihren Winterquarieren hin und her. Als Winterquartiere bevorzugen sie feuchte, ca. 8 - 12°C warme Höhlen, Keller oder Stollen. Da in manchen Regionen kaum natürliche Höhlen existieren, sind viele Fledermausarten auf künstliche Hohlräume aus Menschenhand angewiesen. Bergwerke wie z.B. in Mayen/Eifel werden dann im Winter von Fledermäusen besiedelt.

Mehr Informationen über Fledermäuse finden Sie:
www.NABU.de/Fledermausschutz
www.Fledermausschutz-RLP.de
Danke an Andreas Kiefer und Andreas Zahn vom Arbeitskreis Fledermausschutz für die Bereitstellung der Fotos.
Fledermäuse