Bienengewimmel auf dem Rasen - Sandbienen sind harmlos

Weiden-Sandbiene auf Löwenzahn
Weiden-Sandbiene auf Löwenzahn

Der Frühling ist endlich da, die Natur ist in voller Blüte. Viele Gartenbesitzer stehen schlagartig vor einem Rätsel: Im Garten summen von einem Tag auf den anderen zahlreiche Bienen hektisch knapp über dem Boden hin und her. Viele Menschen wenden sich Rat suchend an den NABU. Rainer Michalski von der NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe beruhigt: „Auch wenn das Gewimmel vielleicht gefährlich aussieht, ist es harmlos. Es handelt sich um Männchen verschiedener Sandbienenarten, die auf eine Chance zur Paarung warten und nicht stechen können“.

 

 

 

Von der Wärme hervorgelockt, schlüpften sie häufig alle an einem Tag aus den im Vorjahr von den Müttern gebauten Erdnestern und blieben in deren Nähe. Die Weibchen folgten einige Tage später.

 

Aber Bienen sind Bienen - auch wenn es sich bei den geschützten Tieren um wichtige Bestäuber von Wild- und Kulturpflanzen handelt. Da denkt man doch direkt an schmerzhafte Bienenstiche! „Sandbienen sind nicht aggressiv und verteidigen ihre Nester nicht. Auch wenn die Weibchen über einen Stachel verfügen, mit dem sie sich in höchster Gefahr verteidigen, ist dieser zu schwach, um menschliche Haut zu durchdringen“ erklärt Michalski. Der Rasen könne also gefahrlos weiter genutzt werden.

 

Und wie lange dauert das Phänomen? „Haben sich die Bienenmännchen verpaart, sterben sie. Die Weibchen dagegen beginnen jedes für sich, aber gerne in Nachbarschaft zu Artgenossinnen, mit dem Bau eines Nestes. Sie sind viel beschäftigt und daher selten zu sehen. Von ihren Aktivitäten künden kleine Erdhaufen mit einem Loch in der Mitte. Nach etwa vier Wochen ist  alles vorbei – bis zum nächsten Frühling. Nutzen Sie also jetzt die Gelegenheit, das interessante Verhalten der Tiere zu beobachten“, so der Naturschützer abschließend.

 

Weitere Informationen und ein Video zum Sandbienengewimmel gibt es hier!

 

Nester von Sandbienen
Nester von Sandbienen